Frage von kekskatze, 24

Bei Prüfungsangst/Versagensangst zu Schulpsychologin?

Hallo, ich möchte mich bereits jetzt für den voraussichtlich sehr langen Text entschuldigen, allerdings hoffe ich, dass einige ihn sich trotzdem durchlesen und mir weiterhelfen können. Ich möchte versuchen, meine Situation möglichst objektiv darzustellen und so klar wie möglich zu schreiben und hoffe, dass mir das auch gelingen wird.

Auch, wenn ich erst 14 Jahre alt bin leide ich unter, meiner Meinung nach relativ ausgeprägten, Prüfungs- bzw. Versagensangst. Obwohl mich nie wirklich jemand kritisiert hat, habe ich ständig Angst davor, meine Eltern und Lehrer (aber vor allem mich selbst) zu enttäuschen, auch wenn ich weiß, dass ich diejenige bin, die mich am meisten unter Druck setzt, da ich sehr perfektionistisch veranlagt bin. In den letzten Jahren hat sich mein Selbstvertrauen sehr verschlechtert, auch wenn die Körpersprache besser und ruhiger wurde (z.B. im Vergleich zu mir vor 4 Jahren).

Nachdem ich bei einer Präsentation im Rhetorikunterricht, bei der ich leider nervlich so am Ende war, dass ich währenddessen fast in Tränen ausgebrochen bin, wurde ich von meiner Lehrerin darauf angesprochen, warum das passiert sei. Da sie mich bereits einige Jahre kennt und sich schon immer sehr um das Wohlbefinden einzelner Schüler gekümmert hat, haben wir ein längeres Gespräch geführt, bei dem sie festgestellt hat (was ich mir zuvor bereits gedacht hatte und tatsächlich zutrifft), dass ich Angst davor habe, bei Prüfungen/Präsentationen zu versagen, obwohl ich weiß, dass mein Inhalt bei Referaten richtig ist und nur dieser bewertet wird.

In Bezug auf den Rhetorikunterricht ging es natürlich hauptsächlich um Präsentationen und die dort auftretende Stresssituation, wenn ich mir bei meinem Inhalt nicht hundertprozentig sicher bin, was bei Spontanreden natürlich zwangsläufig der Fall ist. Ein ähnliches Gefühl tritt auch bei schriftlichen Prüfungen auf, wobei es auch hier fast egal ist, wie viel ich gelernt habe, da ich in der Zeit kurz davor überzeugt bin, dass ich nichts kann und einfach nur unfähig bin.

Außerdem hat sie mir vorgeschlagen, die Schulpsychologin zu kontaktieren und ich habe leider zugestimmt, weil sie eine von den Personen ist, denen ich in fast jeder Hinsicht zustimmen würde, egal, ob ich etwas (für mich tlw. Unangenehmes) tun soll, eine freiwillige Arbeit übernehme, die viel Zeit kostet, etc.

Nachdem ich den Tag innerlich nochmal reflektiert habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich den Vorschlag zur Schulpsychologin zu gehen nicht umsetzen möchte, da es mir einerseits unangenehm ist, mich fremden Menschen anzuvertrauen (auch, wenn es deren Job ist) und ich andererseits relativ gut zurechtkomme (bzw. es mir einrede), obwohl mich diese ständige Angst, nicht gut genug zu sein, ziemlich fertig macht. Die eigentliche Frage ist jetzt, ob ihr denkt, dass es sinnvoll ist, zur Schulpsychologin zu gehen, oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, falls ihr noch etwas wissen wollt, fragt einfach ;)

LG

Antwort
von Felix448, 16

Ich bin der Meinung das der Gang zur Schulpsychologin, sei es auch der Einzige, ein richtiger Schritt wäre. Auch wenn du die Ängste aktuell im Griff hast, schafft es einem häufig etwas Erleichterung mit jemandem ausführlich über vorhandene Probleme, Bedenken etc zu sprechen. 

Frei nach dem Spruch "Augen zu und durch!" lässt sich auch Angst besiegen... oder zumindest in etwa ;). Hilfsmittel dafür kann dir der Psychologe mit großer Wahrscheinlichkeit schon nach einem kurzen Gespräch geben.

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