Frage von Annvi, 86

Bei mir wurde ein Gutachten wegen Prüfun gder Erwerbsunfähigkeit gestellt, dabei wurde eine wichtige Jahresangabe falsch erwähnt, wie geht es jetzt weite?

Man hat die Rente abgelehnt mit der Begründung, ich hätte in dem Jahr meinen Mann gepflegt und wäre auch noch erwerbstätig arbeiten gewesen. Beides ist falsch, die in der entsprechenden Zeit bekam ich Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und habe deswegen Pflichbeiträge in der Rentenversicherung und meinen Mann hatte ich ein Jahr zuvor gepflegt, also fällt die Pflege nicht in den Zeitraum, der zur Voraussetzung der grundlegenden Zeit benötigt wird, um überhaupt Rente beantragen zu können. Die Jahreszahl wurde im Gutachten falsch erwähnt. Man hat mir geschrieben, wenn ich keinen wichtigen Gesichtspunkt vortagen könnte, bliebe es bei der Ablehnung. Ich habe meiner Meinung nach aber wichtige Gesichtspunkte vorgetragen, denn wenn der zur Bewertung der Rentenbewilligung angegebene Zeitraum falsch ist, dann sollte es doch jetzt zur Rentenbewilligung kommen. Zumal in der Bewertung meines Falles der medizinische Berater der DRV ansonsten der Rente stattgegeben hätte, wenn die Jahreszahlen nicht vertauscht worden wären.

Antwort
von SaVer79, 57

Du solltest den Fall einem Anwalt schildern! Du bist die aber sicher, dass das Jahr der Pflege, wenn es korrekt angegeben wäre, aus dem relevanten Zeitraum rausfallend würde?

Kommentar von Annvi ,

Ja, ich bin ganz sicher. Der Zeitpunkt meiner Erst-Erkrankung ist der Januar 2007 und genau der Zeitpunkt der relevant ist, ist von 1.1.2007 bis dato. Meinen Mann habe ich aber im Januar 2006 bis Februar 2006 gepflegt. Es wurde für die Pflege meinerseits auch kein Pflegegeld beantragt, weil die Fflege eher gering war, das heißt ich habe ihn nicht umbetten oder waschen müssen etc.

Kommentar von SaVer79 ,

Dann solltest du dir schon mal entsprechende Nachweise besorgen, dass für den relevanten Zeitraum (also 3 Jahren in den 5 Jahren vor Eintritt der erwerbsminderung) Pflichtbeiträge entrichtet wurden. Denn diese Daten werden in der Regel von der Rentenversicherung übermittelt und wenn der versicherungsverlauf dort falsch gespeichert ist, muss er berichtigt werden

Antwort
von turnmami, 42

Warum steht in deiner Ablehnung als Begründung, du wärest erwerbstätig gewesen. Das ist kein "üblicher" Ablehnungsgrund. Lies den Bescheid doch bitte mal weiter. Wurden medizinische Ablehnungsgründe genannt, oder hast du eventuell mit deinem jetzigen Antrag die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt? Lies den Bescheid nochmal genau!

Kommentar von Annvi ,

Das habe ich definitiv getan, als Ablehnungsgrund stehen aufgrund falscher Jahresangaben, dass ich seit 2007 nicht erwerbsunfähig sei, weil ich im selben Jahr sowohl einen Angehörigen pflegen konnte und auchberwerbstätig  gewesen sei. Die beiden medizinischen Gutachter haben mich von 2007 an für voll erwerbsunfähig bis heute eingestuft. Und somit wären meine 36 Monate als Voraussetzung für den Antrag voll erfüllt.

Kommentar von turnmami ,

Woher weist du, dass dich die Gutachter als voll erwerbsgemindert eingestuft haben? Steht das so im Bescheid? Eine Erwerbsminderung steht nicht im Widerspruch zu einer Erwerbstätigkeit. Und ich kenne keinen einzigen Ablehnungsbescheid, der so formuliert werden würde. Schade, dass wir den Bescheid nicht lesen können, sonst könnte man dir vielleicht weiter helfen.

Kommentar von Annvi ,

So steht es in der Akte, das wurde mir von einem Sachbearbeiter (Vertreter der eigentlichen Sachbearbeiterin) der DRV mitgeteilt, der die Entscheidung auch nicht versteht, die seine Kollegin bzw. der medizinische Berater getroffen hat. Er riet mir sogar bis zum Sozialgericht zu gehen, er meinte, ich hätte beste Aussichten auf Erfolg.

Kommentar von turnmami ,

hmm, glaub ich nicht, da solche Daten dem Datenschutz unterliegen. So etwas würde ich niemanden am Telefon mitteilen. Hier wird dir nur ein Widerspruch gegen den Bescheid weiterhelfen.

Kommentar von Annvi ,

Das ist wahr! Mich hat es auch sehr gewundert, er hat fast eine Stunde mit mir telefoniert und währenddessen auch das Gutachten in Augenschein genommen. Mich wunderte die "Redseligkeit" auch sehr. Aber deswegen lasse ich mir hier nicht unterstellen, ich würde lügen....

Kommentar von turnmami ,

Das habe ich nicht behauptet Annvi! Ich habe mich nur über die Auskunft gewundert. Ich bin selber Sachbearbeiter in der DRV und solche Auskünfte werden nicht über das Telefon mitgeteilt. Entweder du gehst in die nächste Auskunft- und Beratungsstelle der DRV und redest dort mit den Beratern, oder du musst einen Widerspruch stellen. Sofern du in die A u B Stelle gehen möchtest, mache vorab einen Termin aus, damit diese deine Akte zur Hand haben!

Kommentar von Annvi ,

Okay, hatte es aber so verstanden, weil Du schriebst,das  würdest Du nicht glauben.

Ich weiß  ja selbst, dass es sich recht befremdlich anhört, es ist aber so. Der Sachbearbeiter hat die Sachlage halt völlig anders als seine Kollegin bewertet und war wirklich mehr als erstaunt, dass es zu so einem Ergebnis kam. Ich habe definitiv im relevanten Zeitraum weder gearbeitet noch eine Person gepflegt. Da müssen jetzt Jahreszahlen korrigiert bzw. berichtugt werden. Mich würde interessieren, ob ich deshalb wohl erneut zum Gutachter muss?!

Kommentar von turnmami ,

Das kommt darauf an, welche Gutachten bereits vorliegen und was der medizinische Dienst tatsächlich entschieden hat. Das kann ich dir so ohne Akte auch nicht beantworten. Sofern  der medizin. Dienst einen Leistungsfall festgelegt hat, wird kein zusätzliches Gutachen mehr benötigt. Zur Fristwahrung würde ich aber auf jeden Fall zu einem Widerspruch raten, da mir die Ablehnungsgründe echt nicht einleuchten. Entweder eine medizinische Ablehnung oder aus versicherungsrechtlichen Gründen, aber nicht aus den von dir geschilderten Gründen. Stelle einen Widerspruch und warte das Ergebnis ab...

Kommentar von Annvi ,

Das werde ich machen. Es ging um die 36 Monate Pflichtbeitragszeit, diese wären in den letzten 5 Jahren nicht erfüllt, jedoch bei Anerkennung der Erkrankung von 2007 an. Da man fälschlicherweise  annahm, dass ich angeblich dort nochbgearbeitet und einen Familienangehörigen gepflegt habe, hat man 1.1. 2007 nicht anerkennen wollen. Da ich, wie bereits geschrieben aber im  Januar 2007 erkrankt bin und auch nach 18 monaten ausgesteuert wurde und immer noch an derselben Krankheit leide und behandelt werde, wollte man diesen Zeitraum der dann 36 Monate erfüllen würde, anerkennen, hat es aber abgelehnt weil falsche Zahlen zugrunde lagen.

Antwort
von Konrad Huber, 15

Hallo Annvi,

Sie schreiben:

Bei mir wurde ein Gutachten wegen Prüfun gder Erwerbsunfähigkeit gestellt, dabei wurde eine wichtige Jahresangabe falsch erwähnt, wie geht es jetzt weite?

Antwort:

Werden Sie Mitglied beim größten DeutschenSozialverband VDK, vereinbaren Sie mit dem VDK einen Termin in einer Geschäftsstelle in Wohnortnähe, nehmen Sie zu diesem Termin alle Ihre Unterlagen mit und lassen Sie vom VDK das Widerspruchsverfahren gegen die DRV durchführen!

Beachten Sie hierbei die 30-tägige Widerspruchsfrist!

google>>

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von fds16, 23

Einspruch erheben, Anwalt holen, der weis dann schon was zu tun ist ;) 

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