Frage von Aaabbbbccc, 71

Bei Meditation kommen viele schlechte Eindrücke hervor?

Ich meditiere sei 2 wochen täglich zwischen 15 und 30 min. Jedoch komme ich fast garnicht zur ruhe und es kommen viele schlechte gedanken hervor die ich vorher nicht hatte. Wie kann ich mich besser konzentrieren ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AamonAamarth, 37

Willst du ins Licht, dann sein bereit Asche zu sein. Einen anderen Weg als durchs Feuer hindurch gibt es nicht. Auch diese "schlechten" Gedanken wollen angenommen und Integriert werden. Meditieren wird dir den Zugang dazu öffnen, dafür ist es da ;) 

Fürs Meditieren selbst macht es keinen Unterschied ob da Unruhe, Ruhe oder was eben grade auftaucht da ist. Finde dich selbst in all dem Chaos. Alles darf auftauchen, alles ist ok. Wenn Schmerz, Wut, Trauer usw auftauchen ist das ein Geschenk, denn es gibt dir die Möglichkeit hin zu fühlen und an zu nehmen. Wenn du so ein Gefühl absolut zulässt zeigt sich dir eine Schönheit in ihm und es wird ganz weit und frei. So ist echte Heilung möglich. 

Nach 2 Wochen kannst du noch keine Wunder erwarten ; 

Die Aufgabe liegt ausschließlich in der aufgabe und die Lösung ausschließlich in der lösung 

Kommentar von Aaabbbbccc ,

Danke! Bekommst dann bald auch den Stern. Das hilft mir echt weiter :)

Kommentar von AamonAamarth ,

Danke, das freut mich wenn es dir hilft :) 

Antwort
von Enzylexikon, 36

Ich gehe zunächst davon aus, dass bei dir keine bekannte psychische Erkrankung vorliegt?

Da bei der Meditation praktisch immer bislang unbewusst gebliebene Bewusstseinsinhalte an die Oberfläche kommen können, sollte man die eigene Meditationspraxis vorher mit dem Therapeuten besprechen.

Ich weiß nun nicht, welche Technik du zur Meditation nutzt, aber allgemein gesagt, kehrt man nach jeder Ablenkung mit der Achtsamkeit immer wieder auf das Meditationsobjekt (etwa die Atmung) zurück.

Mit der Zeit gewöhnt sich der unruhige Geist an das stille Beobachten und der Gedankenfluss wird als weniger störend empfunden.

Ganz "abstellen" kann man den Geist meiner Meinung nach nicht und entsprechende Techniken finde ich persönlich auch nicht sinnvoll.

Erwarte einfach nichts besonderes. Bei Meditation geht es nicht um eine bestimmte Technik, oder einen Bewusstseinszustand wie Trance, oder Ekstase, sondern einfach darum, den Moment so wahrzunehmen, wie er jetzt gerade ist.

Kommentar von Aaabbbbccc ,

nein ich bin nicht erkrankt :) aber was wenn man so unruhig ist das es nicht möglich erscheint sich auf das Meditationsobjekt zu konzentrieren?

Kommentar von Enzylexikon ,

Dazu fällt mir eine Geschichte ein:

Einst fragte ein Musiker, der in einer fremden Stadt unterwegs war und sich nicht richtig orientieren konnte, einen Passanten:

"Wie kommt man zur Oper?"

Bei dem Passanten handelte es sich zufälligerweise um einen weltbekannter Musiker. Dieser antwortete:

"Üben, Üben, Üben...." ;-)

Ganz ehrlich, es ist meist wirklich einfach eine Frage der Übung. Setze dich nicht unter Druck, erwarte nicht zu viel.

Oft denkt man sich, dass man seine Zeit verschwendet, wenn man nicht das Gefühl hat, richtig konzentriert zu "sitzen". Aber jede Minute die man sitzt ist gleich gut, ganz egal wie man sie selbst vielleicht bewertet. 

Trotzdem mal ein paar allgemeine Tipps:

Verkürze deine Meditationszeit. Die 15 Minuten sind für den Anfang schon anspruchsvoll genug und 30 sind schon ziemlich lang. Du musst keine Rekorde im Stillsitzen aufstellen.

Einen Tipp, was du während dieser Zeit außer Sitzen noch machen kannst, schreibe ich weiter unten.

Achte auf deine Haltung. Körper und Geist spiegeln sich gegenseitig wieder. An deiner Haltung - etwa der Schultern und der Hände - kannst du den Zustand deines Geistes erkennen.

Umgekehrt hat deine Haltung auch einen Einfluß auf den Geist und begünstigt, oder erschwert die geistige Sammlung.

Ein guter Hinweis sind deine Schultern und, wenn du die Hände im Dhyana-Mudra hälst, auch die Position deiner Daumen.

Sind Schultern oder Daumen nach oben gedrückt, bist du zu angespannt. Fallen sie in sich zusammen, bist du zu entspannt.

Sitze und Gehen: Wenn du im Sitzen zu unruhig wirst, kannst du deine Sitzmeditation durch eine Gehmeditation ergänzen.

Wenn du 15 Minuten meditierst, kannst du davon fünf Minuten Gehmeditation zwischen den Sitzperioden machen. Das ist auch gut, um die Durchblutung in den Beinen wieder anzuregen.

Sitzmeditation kann man machen, indem man einmal im Uhrzeigersinn die Wände des Zimmers entlang geht, bis man wieder an seinem Sitzplatz angelangt ist.

Während jeder Ausatmung macht man dann einen Schritt nach vorne.

Meditation im Alltag: Meditation ist keine Technik, sondern ein Zustand entspannter Achtsamkeit. Daher kann man auch alltägliche Handlungen meditativ ausüben.

Das geht besonders gut, wenn man die Handlung mit der Atmung synchronisieren kann, also etwa beim kehren oder putzen.

Aber auch während der Arbeit mal kurz die Augen zu schließen, einige bewusste Atemzüge zu machen und sich aus dem ewigen Gedankenkarusell wieder in den gegenwärtigen Moment zurückzubringen, ist bereits eine meditative Übung.

Vielleicht war einer der Tipps ja hilfreich. :-)

Kommentar von Aaabbbbccc ,

super danke für die tolle Antwort :))

Kommentar von Enzylexikon ,

Sehr gerne. :-)

Antwort
von suziesext04, 18

hi Aaabbbbccc - es kommen keine schlechten Gedanken, sondern du nimmst einfach viel mehr wahr als üblicherweis, wenn de abgelenkt bist.

Welche Haltung nimmst ein? Aufm Stuhl oder wie Buddha?

Am besten ist, du setzt dich so, dass es nicht unbequem ist. Körper entspannt, dann konzentrierste dich aufs Atmen, nur das, "ich atme ein, ich atme aus"

Zum konzentrieren zählste 1..10  und immer wenn dir was andres einfällt als Zählen fängste an von vorn, ohne Aufregung oder Ärgern, ganz cool bleiben, was immer auch für Gedanken dir durchs Kopf schiessen.

hier ist ne ganz moderne, schöne Einführung, von Thich Nhat Hanh, n Meditationslehrer aus Vietnam.

Das Wunder der Achtsamkeit. Einführung in die Meditation. 10. Auflage. Theseus Verlag, Berlin 2001,

Kommentar von Aaabbbbccc ,

Danke ich werde es mir angucken :)

Antwort
von nowka20, 13

du schaust zu tief in dein unterbewußtsein hinein

Antwort
von gottesanbeterin, 7

Wenn es so ist, wie du beschreibst, dann ist es keine Meditation.

" Wie kann ich mich besser konzentrieren ?" Konzetration hat mit einer Meditation gar nichts zu tun. Man kann ja auch gar nicht meditieren, man kann den Zustand der Meditation zulassen und genießen.

Der meditative Zustand ist ein Zustand der Passivität, ein Zustand jenseits von Gedanken.

Kommentar von Aaabbbbccc ,

eigl nicht. man konzentriert sich auf seinem Atem oder ähnliches und versucht an nichts zu denken.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Uneigentlich schon, man konzentiert sich auf gar nichts, man genießt die Gedankenstille!

Antwort
von chokdee, 32

Hast du ein Buch nach dem du vorgehst? Normalerweise stehen da eine Reihe von Tipps drin.

Kommentar von Aaabbbbccc ,

nein .. deshalb frage ich doch :)

Kommentar von chokdee ,

Tja, dann solltest du es aber dringend machen ;-)

Kommentar von Aaabbbbccc ,

dann emfiehl mie doch eins :)

Kommentar von chokdee ,

Kann ich leider nicht, ich habe meins, dass gut aber nicht sehr gut war verloren :-(  Aber bei amazon wirst du bestimmt fündig.

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