Bei Ma oder Pa wohnen?

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5 Antworten

Du bist 14 und in der Pubertät. Da ist schnell mal alles Mist.

Ich würde dir dringend abraten zu deiner Mutter zu ziehen. Du hast sie jetzt nach 9 Monaten mal wieder gesehen und das war sicher schön, aber auf Dauer mit einer Alkoholikerin zusammen zu leben wird dir keinen Spaß machen.

Wenn dein Vater das nicht will, dann wird das auch nicht stattfinden, wenn deine Mutter Alkoholikerin ist. Da wird kein Gericht der Welt zustimmen und dich von einer intakten Familie zu einer allein lebenden Alkoholikerin ziehen lassen.

Insofern kannst du dir alle weiteren Überlegungen wie Internet, Verwandtschaft und Hobbies bleiben lassen.

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Das kannst du schon, wenn seitens des Jugendamtes nichts dagegen spricht. Allerdings, wenn deine Mutter Alkoholikerin ist, spricht eine Menge dagegen. 

Aber meinst du wirklich, dass es besser wird. Bei deiner Mutter wird dann auch Alltag eintreten, Regeln müssen eingehalten werden...vielleicht gibt es allerdings auch keine Regeln. Alkoholiker haben es ja nicht damit.  Bis jetzt warst du ja nur im Urlaub da. Und Urlaub ist halt was anderes als Alltag.

Deine Pubertätsprobleme gehen jedenfalls nicht weg, wenn du bei deiner Mutter wohnst. Und du müsstest auf eine Menge verzichten. Bist du dafür bereit? Wohl kaum.

Ich wette, dass du nach vier Wochen deinen Vater auf Knien anflehen wirst, nach Hause zu dürfen.



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Ich würde dir raten in deinem Umfeld zu bleiben und deine Mama einfach öfter mal zu treffen. So wie du es beschreibvst scheint dein jetziges Zuhause besser für dich geeignet zu sein.

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Ich schätze mal, als deine Mutter und dein Vater sich getrennt haben, wird irgend eine Instanz entschieden haben, wer das Sorgerecht erhalten soll. Wenn das der Fall war, gibt es mit Sicherheit einen Grund, warum du bei deinem Vater wohnst.

Unter anderem schon wegen deinem 4. Problem:

4. Meine Ma ist Alkoholikerin und Kettenraucherin.

Allein deswegen wird niemand es dir genehmigen, dort hin zu ziehen.

Außerdem, wenn sie wirklich arm ist, müsstest du dich von einigen Annehmlichkeiten verabschieden. Das mag zwar jetzt nicht so schlimm klingen, aber auf Dauer werden dir wohl einige Dinge fehlen.

Und zu deinen Problemen mit deinem Vater und deiner Stiefmutter: Du bist 14, gerade erst in der Pubertät. Natürlich findest du die Eltern streng und doof und was weiß ich noch alles, aber du idealisierst deswegen deine Mutter wohl auch viel zu sehr. Wäre wirklich alles besser, wenn du zu ihr ziehst?

Ich sehe eher das Risiko, dass du wohl enttäuscht werden würdest, sobald du einige Zeit bei ihr wohnst. Und dann ist die Frage, ob du wieder zurückziehen könntest.

Also ich würde dir davon abraten. Dazu kommt mir deine Mutter zu unvernünftig vor (nur aus dem Text heraus, ich kenne sie nicht) und du wirkst selbst, als hättest du zu viele Gründe, die dagegen sprechen.

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Kommentar von Zeitreisende123
14.11.2016, 13:30

...ich konnte ja leider nicht mehr die auflisten, die dafür sprechen, zu ihr zu ziehen. Seit meine Ma weg ist (seit ich 8 bin) ist alles anders. Anfangs haben mein Bro und ich uns noch gegenseitig unterstützt, aber irgendwann war dann halt meine Stiefma da. Ich will jetzt nicht alles auf sie schieben, aber ich denke, sie hat zumindest das Gange beschleunigt, dass es "so, wie es jetzt ist" geworden ist: Meine Ma ist ein Mensch, der immer voller Lebensfreude war. So habe ich sie in Erinnerung und solche Phasen hat sie heute auch noch oft. Aber daheim ist GAR KEINE Lebensfreude. Meine Stiefma versucht iwie unterbewusst, Macht über mich auszuüben und ich verstehe gar nicht, was ich ihr angetan habe, dass sie das macht. Ich kann es mir nur dadurch erklären, dass sie vieles zu ernst nimmt, den Frust in sich hineinfrisst und ihn dann halt bei jemandem auslassen muss (mir oder meinem Bro). Und mein Pa, jedes Mal, wenn ich ihn darauf anspreche, geht gar nicht wirklich darauf ein. Meine Ma ist nicht so. Bei ihr bin ich freier. Bei ihr gibt es nicht die Regeln, dass ich men Handy nur eine Stunde am Tag haben darf, bei ihr muss ich nicht mindestens 4 Freizeitaktivitäten in der Woche haben, bei ihr darf ich auch mal alleine daheim bleiben oder mir selbst etwas zu essen machen - was ich bei meinem Pa alles nicht darf. Alle "Annehmlichkeiten", die ich hier habe, wie zum Beispiel ein großes Zimmer oder teureres Essen, sind nichts gegen die Freiheit, die ich bei meiner Ma hätte. Und gegen die Lebensfreude, die ich (hoffentlich) wieder gewinnen würde...

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Deine Differenzen mit Deinen Pa und Deiner Stiefmutter sind im wesentlichen durch die Pubertät bedingt. Das geht anderen Teenies in Deinem Alter genau so wie Dir. Bei Deiner Ma würde das  nicht besser und Du musst Dein soziales Umfeld aufgeben, was Dich nur noch tiefer in Depressionen stürzen würde.

Meine Empfehlung: Lass alles so, wie es ist. Bleib bei Deinem Vater wohnen. Versuche mehr Verständnis für die Anderen Deiner Familie aufzubringen. Die wollen sicherlich, dass es Dir gut geht, sind aber auch Familienmitglieder mit eigenen Wünschen, Sorgen und Problemen.

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Kommentar von Zeitreisende123
14.11.2016, 13:22

...aber ich brauche meine Ma:/ und sie braucht mich. Weißt du...seit sie nicht mehr da ist bin ich mit jedem Tag ernster geworden. Das ist jetzt schon 6 Jahre so. Mittlerweile bin ich nur noch ein Häufchen Elend, weil meine Ma einfach nicht mehr da ist. Da ist niemand, der mehr Plätzchen an Weihnachten mit mir backt oder mir abends Geschichten von früher erzählt. Da ist nur eine Stiefma, die innerlich agressiv ist und immer eine Angriffsfläche bei mir oder meinem Bro sucht, um ihren Frust, der, woher auch immer, kommt, auszulassen. Und mein Pa, der mich nicht versteht. Sie sind für mich da, wenn ich schulische Probleme habe, aber wenn ich psychische Probleme haben, da nicht. Und ich vermisse meine alte Lebensfreude:/

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