Koalabaerchen am 11.08.2009 um 18:21 Uhr
Habe ich - wenn ich einen Immobilienfonds kaufe - ein Mitbestimmungsrecht darüber, was mit der Immobilie geschehen soll?
Die Einflussmöglichkeiten sind bei den Fonds unterschiedlich.
Bei den DG-Fonds, die die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihren Kunden untergejubelt haben, gibt es so gut wie gar kein Mitspracherecht. Die Fondskäufer müssen zusehen, wie die Fonds von der Treuhänderin (DZ-Bank) systematisch ausgesaugt und in die Pleite getrieben werden. Leider ist auch ein Ausstieg nicht möglich, da ein funktionierender Zweitmarkt zwar versprochen, aber nie realisiert wurde.
Die Volksbank-Berater habe zwar beim Verkauf der Fonds betont, wie seriös diese Anlagen sind, doch im Nachhhinein muss ich erkennen, dass ich das Geld genausogut hätte jedem nächstbesten Hausierer anvertrauen können.
Ein Mitbestimmmungsrecht wäre sicher nicht schlecht, aber die meisten Fonds sehen das nicht vor. Abgesehen davon haben oft die Gläubigerbanken und die Fondsverwalter so viel Stimmanteile, dass der private Anleger de facto keinen Einfluss hat. Nach meinen Erfahrungen mit geschlossenen Immobilienfonds der DZ-Bank kann ich nur sagen. Finger weg! Alle 3 Fonds, an den ich beteiligt bin, sind überschuldet, und muß mit Totalverlust rechnen. Mein genossenschaftlicher Bankberater hat mir diese als sichere, wertbeständige Geldanlage angedient.

Nein, das ist ja gerade der Sinn bei einer Fondskonsturktion. Der Idealfall: einer hat Geld und einer kann konzipieren, erstellen, verwalten. Das das nicht immer klappt (vor allem auf der Konzeptionsseite), ist eine andere Geschichte. Sonst könntest du ja direkt in die Immobilie investieren, dann gehört sie dir und du kannst machen, was du willst.
Als Beispiel die maroden DG Fonds, verkauft/vermittelt von den Volks- und Raiffeisenbanken. Heute wertlos (Schaden für die Anleger über 800 Millionen Euro). Mit raffiniert formulierten Verträgen wurden die Anleger hereingelegt. Entrechtet. Die Macher (DG Anlage) haben alles mit "eigenen Leuten" besetzt. Die Ersparnisse der Anleger wurden munter im genossenschatlichen Banklager verteilt. Die eigentlichen Drahtzieher sind die DZ Bank, die die einstigen als Altersvorsorge angelegten Gelder verzockt hat. Eine Sache für die Gerichte und Staatsanwälte. Eine Schande, dass für diese Abzockerei kunden/Mitglieder der Volks- und Raiffeisenbanken herhalten mußten. Selbst hunderte von Beschäftigten der Volksbanken/Raiffeisenbanken sind auf diese Masche hereingefallen und abgezockt worden.
Mir geht es wie vrbankopfer. Die Mitbestimmung funktioniert ja auch garnicht, weil der größte Teil der Kunden die Bank mit der Wahrnehmung der Stimmrechte beauftragt. Das ist so, als würde die Ziegenmutter den Wolf mit der Beaufsichtigung ihrer Geislein beauftragen. Die "Bankenmehrheit" kann dich als kleinen Mitentscheider stets überstimmen und damit ihren Ausbeuteweg unbeirrt fortsetzen. www.vertrauensschaden-bank.de

Glaub mir das willst Du gar nicht, selbst wenn Du es könntest.