Frage von Katinka18, 21

Bei einer Suche nach einem Therapeuten bzw. Therapieplatz habt ihr geschaut welche Therapieform geeignet ist oder habt ihr einfach so gesucht?

Hey Leute, ich hab da Mal einige Fragen, seit ihr im Moment in einer Therapie ? Wenn ja, habt ihr vorher geschaut, welche Therapieform passend für euch ist und danach einen Therapeuten gesucht ? Ich meine mit Therapieform --> Analytische, tiefenpsychologisch fundierte, systemische, Verhaltens- und Gesprächstherapie. Wie lange habt ihr nach einen Therapeuten gesucht ? Und um einen guten Therapeuten zu finden, wie viele hattet ihr vorher mit einem Erstgespräch ? Liebe Güße Katrin Gefällt mir

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 6

Hallo Katinka18,

aus Therapeutensicht gesagt: ja, Du solltest auf jeden Fall schauen, welche Therapie für Dich geeignet ist. Allein schon in Deinem eigenen Interesse und um nicht unnötig Zeit zu vertun hinsichtlich Deiner Genesung.

Die Krankenversicherung kann Dich hinsichtlich einer Wahl beraten. Vielleicht auch der Hausarzt/die Hausärztin, der vielleicht weiß, was Dir helfen könnte.

Auch die Chemie zwischen Dir und Psychotherapeut/in ist von Bedeutung, da es wichtig für Dich ist, ein Vertrauensverhältnis aufbauen zu können.

Viel Erfolg

Antwort
von user8787, 17

1. Ja, Trauma - Therapie + Verhaltenstherapie

2. Keine Wartezeit.

3. 1 Erstgespräch, der Therapeut hat entschieden das er bis zur Stabilisierung auf Hausbesuch kommt, wir arbeiten 1- 2 mal / Wo daheim. In Kriesen kann ich ihn jederzeit telef. erreichen....das verhinderte schon einige brenzlige Situationen. Für meine Familie ist das ein absolute Entlastung. 

4. Ich bekam einige von meiner Versicherung vorgeschlagen. Er hat eine fundierte Ausbildung als Trauma - Therapeut. Was mich noch reizte war sein, neben dem Psycholog. Studium, zusätzlich  Dr. philos. Studium . Er ist Engländer und hat ein gutes Konzept. 

Wir arbeiten nun schon über 1 Jahr zusammen. 

Ganz wichtig, achte darauf das der Psychologe gut und freiwillig mit dem Psychiater zusammenarbeitet . Sie hier auszutauschen ist verdammt wichtig, besonders bei der Medikation / Notfallmedikation. 

Bei den beiden hier läuft das gut, die telefonieren bei Bedarf und stimmen sich ab ( in Kriesen unbedingt nötig, um Rückschläge im Rahmen zu halten). 



Antwort
von JaniXfX, 11

Hallo Katrin,

der Idealfall wäre natürlich, wenn Du eine Therapieform wählst, die sowohl zu Dir, als auch zu der Problemstellung passt. Das ist aus folgender Einschränkung heraus nicht möglich:

- Als Laie kann man schwer die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der Therapieformen ausmachen. Die Einschätzung, ob es zu Dir (geschweige denn der Problemstellung passt), ist schwierig - bezüglich der Problemstellung sollte sogar eine fachliche Einschätzung ran.

- Nicht jede Therapieform ist eine Kassenleistung. Da solltest Du Dich vorher informiere, welche Deine KK übernimmt.

- Nicht jede Therapieform ist bei Dir verfügbar. Darüber hinaus sind die Wartezeiten z.T. sehr lang. Die Auswahl wird sich vermutlich sehr einschränken.

Das wären natürlich alles Gründe, um eine Therapie aufzuschieben oder gar nicht erst anzufangen. Das will ich Dir jedoch nicht raten, sondern eher: Schaue nach Therapeuten in Deiner Umgebung, nimm das Telefon in die Hand und telefoniere die Therapeuten ab. Bei den meisten wird der AB rangehen, dann sprichst Du kurz auf worum es geht und falls Termine frei sind, wird sich jemand zurück melden. Oftmals gibt es auch keine Rückmeldung, dann sind eben keine Termine frei. Wenn es jemanden gibt bzw. einen Wartelistenplatz, dann nimm gerne den ersten Termin wahr (auch den 2. und 3. um ein wenig zu testen, ob die gemeinsame Arbeit funktioniert) und entscheide dann, ob das was werden kann oder Dir der Therapeut einfach nicht passt. Wenn es gar nicht geht, dann tendenziell abbrechen und noch mal neu umschauen.

Noch etwas zu Dir: Ich habe mal Deine vorherigen Fragen gelesen. Zuerst: Ich vermute, Du hast die Diagnose "Depression" selbst gestellt. Das würde ich noch nicht tun. Dadurch hast Du sicher danach noch recherchiert und Informationen gefunden - wenn Du diese Diagnose selbst stellst und annimmst, wirst Du den dazugehörigen Symptomen auch noch gerecht. Das nennt man dann selbsterfüllende Prophezeihung. Der Therapeut hat schwierigkeiten, richtig zu diagnostizieren und zu behandeln... Google ist (was therapien angeht) sehr schädlich. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass Du viele Dinge tendenziell naiv angehst und dann oftmals feststellst, dass sich Dinge schlecht gegen Dich wenden. Beispiel: Die AU klappt nicht, die Heizung fällt aus, die Kollegen wenden sich gegen Dich, der Internetaccount ist gesperrt, Du findest jemanden tot im Altenheim auf, es trennt sich jemand von Dir, usw... Jetzt könnte man natürlich fragen: Warum muss Dir das immer passieren? Was allerdings eine andere Betrachtung ist: Warum findest Du Dich immer wieder in Situationen auf, in denen sich Dinge gegen Dich wenden und einen 'Strich durch die Rechnung' machen. Man ist stets auch Erzeuger seiner Situationen und da stellt sich die Frage: Woher kommt das, was hat das für einen Sinn, für eine Funktion und wie kann man das in Zukunft einerseits anders gestalten und andererseits auch besser aushalten/ damit besser umgehen.

--> Diese Vorgehensweise wäre analytisch/ tiefenpsychologisch. Deshalb würde ich sie an dieser Stelle sogar empfehlen.

Beste Grüße!

Antwort
von Andrastor, 4

Ich bin nicht mehr in Therapie, ich musste meine Therapeuten vor allem in Bezug auf meine Finanzen auswählen und da wurde die Wahl recht klein, weil in Wien sehr viele Therapeuten keine Plätze auf Krankenkasse mehr hatten.

Ich suchte ungefähr einen Monat, bis ich einen geeigneten Therapeuten fand. Auf die Art der Therapieform hab ich da gar nicht geachtet. Nach dem Erstgesrpräch hab ich gar nicht weiter gesucht und bin bei ihm in Behandlung geblieben.

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