Frage von EtBap, 31

Bei einer Schadensersatzprüfung (z.B. beim Werkvertrag) prüft man zuerst §§280 Abs.1,631, 241 Abs.2 BGB. Anschließen §823 BGB und zuletzt §831 BGB. Prüft man..?

man da nicht im Endeffekt 3mal das gleiche? Ich verstehe den ABlauf nicht. Kann mir das jemand "einfach" erläutern?

LG

Antwort
von uni1234, 15

Du prüfst insofern das Gleiche, als das man jedes Mal einen Schadensersatzanspruch prüfst.

Allerdings können die Ansprüche zum Teil völlig unterschiedliche Folgen haben. Bei deliktischen Ansprüchen kann zum Beispiel die Verjährung völlig anders verlaufen als bei vertraglichen Ansprüchen (§ 197 BGB). Ebenso kann man zum Beispiel gegen Forderungen aus Delikt nicht aufrechnen (§ 197 BGB). Daher ist es wichtig, dass der Schadensersatzanspruch auf möglichst verschiedene Arten begründet wird.

Zudem haben die Ansprüche ja unterschiedliche Tatbestandsvoraussetzungen. Daher prüfst Du zwar im Ergebnis vielleicht das gleiche, nämlich dreimal Schadensersatz, jedoch in der Klausur auch völlig unterschiedliche Sachen.

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