Frage von JohnnyQuest, 55

Bei ehemaligem Arbeitgeber bewerben?

Hallo,

ich bräuchte mal Euren Rat, und zwar geht es um folgendes:

Ein Kollege hat vor mehr als 5 Jahren bei einem großen Konzern in der Herstellung gearbeitet. Er steckte damals nach einigen Schicksalsschlägen in einer Depressiven Phase, sah alles nur negativ und auch das gute Gehalt stimmte ihn nicht positiv. Ihm war alles egal, woraufhin er noch in der Probezeit gekündigt hatte.

Nun nach einigen Jahren, depressionsfrei, möchte er sich wieder bewerben. Er weiß nur nicht ob er die Depression erwähnen soll. Die werden sicher fragen warum er damals gekündigt hatte.

Ich kann ihm da auf Anhieb nicht weiterhelfen, vom Bauchgefühl her würde ich sagen er solle es erwähnen. Da er von der Qualifikation und allem drum und dran mehr als geeignet ist, und würde sicherlich angenommen wenn er sich zum ersten Mal bewerben würde.

Was meint Ihr?

Antwort
von Tommkill1981, 39

Man sollte lieber mit offenen Karten spielen und nicht ein neues Arbeitsverhälltnis wenn es denn Zustande kommt mit Lügen anfangen.

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Bewerbung, 26

Hallo JohnnyQuest,

  1. Keine schlafenden Hunde wecken!
  2. In der schriftlichen Bewerbung die Depression auf keinen Fall erwähnen!
  3. Auch im Vorstellungsgespräch nicht von sich aus erwähnen!
  4. Falls die Frage kommt, kann er es ruhig sagen, sollte aber gleich erwähnen, dass die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist.

Übrigens würde ich bei einem Unternehmen, wo man schon mal gearbeitet hat, als ersten Schritt immer den Weg über persönliche Kontakte gehen und nicht einfach nur eine schriftliche Bewerbung hinschicken.

Kommentar von JohnnyQuest ,

Hallo,

jetzt wo ich darüber nachdenke wäre es wohl wirklich besser die Depression nicht im Schreiben zu erwähnen. Das er es über Kontakte versuchen sollte hatte ich Ihm auch vorgeschlagen, nur er hat zu niemandem dort Kontakt gehalten. Ein Bekannter hatte damals die Bewerbung für Ihn abgegeben, welcher gute Kontakte dort hat. Nur würde dieser wieder für Ihn bürgen?

Kommentar von judgehotfudge ,

nur er hat zu niemandem dort Kontakt gehalten.

Ich würde trotzdem erstmal anrufen.

Ein Bekannter hatte damals die Bewerbung für Ihn abgegeben, welcher gute
Kontakte dort hat. Nur würde dieser wieder für Ihn bürgen?

Das Abgeben einer Bewerbung überlässt man besser einem Briefträger. So was verstehe ich nicht unter dem Nutzen von Kontakten. Und gebürgt hat der sicherlich auch damals nicht für ihn.

Kommentar von JohnnyQuest ,

Danke für die Antwort, habe mich mit Ihm unterhalten und er versteht nicht genau wieso er erstmal anrufen sollte, ich ehrlich gesagt auch nicht :).

Kommentar von judgehotfudge ,

Bitte, gerne! Ich empfehle das eigentlich fast immer, denn damit macht man im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hat man dann einen ersten Kontakt, weiß, an wen man schreiben muss, und ist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls man irgendwelche Fragen hat, die man schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchte, hat man damit auch die Gelegenheit dazu.

Kommentar von JohnnyQuest ,

Also,

er sollte da anrufen um mit der Person zu sprechen an die auch die Bewerbung geschickt werden soll, soweit habe ich das wohl richtig verstanden. Er sollte dann wohl nicht erwähnen das er schonmal dort gearbeitet hat, da es wahrscheinlich darauf hinauslaufen würde was du unter dem 4. Punkt geschrieben hast.

Kommentar von judgehotfudge ,

So kurz, wie er dort gearbeitet hat, sollte er das tatsächlich an der Stelle nicht erwähnen, das würde ihm wohl keinen Vorteil bringen. Wenn (später) die Frage kommt, kann er einfach "gesundheitliche Gründe" nennen und dazu sagen, dass das inzwischen erledigt ist.

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