Frage von JackTheTrickser, 328

Bei der Steuererklärung unwissentlich falsche Angaben gemacht - welche Nachteile können entstehen?

Wenn bei meiner Steuerklärung meine Zahlenangaben zum Jahresbruttolohn, Lohnsteuer, Kirchensteuer geringfügig von den wahren Werten abweichen, können dann dadurch für mich Nachteile entstehen? Oder kann ich mich darauf verlassen, dass das Finanzamt die Angaben sauber prüft, korrigiert und mir gegebenenfalls zustehende Steuerrückzahlungen trotzdem zukommen lässt?

Mal angenommen ich habe einen Jahresbruttolohn von 21302,45 € und habe aber nur 8 Monate gearbeitet. Daher wurde mir jeden Monat zu viel Lohnsteuer abgezogen und ich habe insgesamt 4854,54 € Lohnsteuer bezahlt, obwohl ich nur 2879,04 € hätte bezahlen müssen.

Nehmen wir weiterhin an, mir wären diese Zahlen nicht genau klar (ich hatte in diesem Kalenderjahr mehrere verschiedene Jobs und habe daher keine genaue Jahresabrechnung und ein Arbeitgeber hat auch nicht irgendwelche komischen Zusatzzahlungen für eine seltsame Altersvorsorge geleistet, die ich eigentlich gar nicht wollte und deren Umfang mit nicht ganz klar ist...) und ich gebe bei der Lohnsteuererklärung einen Jahresbruttolohn von 20802,45 € und eine Lohnsteuer von 3102,36 € an. Entstehen dann dadurch Nachteile?

Antwort
von svenwie, 318

Also - das Finanzamt wuerde wohl schon gerne die exakten Werte haben. Gibst du da Werte an, die nicht stimmen, dann kann dir das wohl als Steuerbetrug ausgelegt werden.


Also - ich wuerde mich bei sowas unbedingt mit dem Sachbearbeiter beim Finanzamt in Verbindung setzen um etwaige Unklarheiten zu klaeren. Falsche Einkuenfte und Lohnsteuer anzugeben ist keine gute Idee.

Denke dran - du musst ja auch fuer die Richtigkeit dieser Daten unterschreiben.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

Kontakt mit dem Sachbearbeiter nicht nötig ....

mir wurden von einem Mandanten nicht alle Lohnsteuerbescheinigungen vorgelegt. somit hatte ich andere Werte als das Finanzamt. im Bescheid war nur der Hinweis: Es wurden die von den Arbeitgebern übermittelten Werte angesetzt.

Antwort
von kevin1905, 253

Wenn bei meiner Steuerklärung meine Zahlenangaben zum Jahresbruttolohn, Lohnsteuer, Kirchensteuer geringfügig von den wahren Werten abweichen, können dann dadurch für mich Nachteile entstehen?

Nicht wirklich. Dein(e) Arbeitgeber ist/sind nämlich verpflichtet all diese Daten automatisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Ergo wird das FA die korrekten Daten anwenden.

Werden aus irgendeinem Grund die Daten nicht übermittelt wird das FA von dir den Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung anfordern. Reichst du den nicht ein, hast du eben Pech gehabt und wirst geschätzt.

Antwort
von NickgF, 223

@JackTheTrickser

Nomen est omen

Du willst u.a. wirklich nur 64% deiner tats. einbehaltenen Lohnsteuer angeben?

Ist dir klar, dass du dich damit selber um rund 1.700 € schädigen würdest (deine Worte "geringfügige Abweichung"). Damit hättest du dich selber ausgetrickst. Sei froh, dass das Finanzamt "diesen Unsinn" nicht mitmacht...

Für mich total unklar - was bezweckst du denn mit dieser "verrückten" (sorry) Vorgehensweise eigentlich ?

Kommentar von JackTheTrickser ,

Naja ich will halt mein Geld zurück, was mir zusteht, kenne aber die tatsächlichen Zahlen nicht.

Antwort
von wurzlsepp668, 244

vom Finanzamt werden die Werte angesetzt, die elektronisch vom Arbeitgeber / von den Arbeitgebern übermittelt wurden

Antwort
von brennspiritus, 186

Ich hatte dieses Jahr auch ein paar Fragezeichen. Ich habe einen Begleitbrief geschrieben und das erklärt. Damit lief alles glatt.

Falsche Angaben können zu Problemen führen, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Lieber mit allem offen umgehen.

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