Bei der Neuapostolischen Kirche hat sich sehr viel verändert-dürften Veränderungen auch bei den Zeugen Jehovas erlaubt sein?

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8 Antworten

Es kommt natürlich auf die Veränderungen an. Selbstverständlich wurden auch bei Jehovas Zeugen im Laufe der Jahrzehnte Änderungen vorgenommen. Siehe Thema Klassensprecher, siehe Gewerkschaften... Es kommt also ganz darauf an, ob Änderungen aufgrund von gesellschaftlichen Interpretationen, Einstellungen und manchmal auch veränderter Zusammensetzung und Einstellung der "Leitenden Körperschaft" möglich werden. Auch bei der Zivildienstfrage haben sich Änderungen ergeben. Man sieht also, vieles ist durchaus im Fluss. Aber natürlich gibt es auch feststehende Dogmen, die nicht geändert werden. Zum Beispiel, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist und nicht Gott selbst. Somit die Dreieinigkeitslehre als ausserbiblisch gesehen wird.

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Kommentar von glidrisi
26.03.2016, 10:03

Ich denke wenn du nur im Ansatz denen zeigst, wo die Dreieinigkeitslehre in der Bibel steht, ändern die sich.

Oder du zeigst die Stelle dass Jesus der Allmächtige Gott ist..Ansonsten sind deine Beweise so leer wie die Kirchen der Katholiken oder evangelischen das Jahr durch

Übrigens ist es doch deren innere Angelegenheit was die für Glaubensansichten haben, da brauchen wir uns doch nicht einzumischen.

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bei den zeugen darf sich nur etwas verändern, wenn es der "treue und verständige sklave" erlaubt

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In der Neuapostolischen Kirche gab es bisher folgende Veränderungen:

-Kindern ist es nicht mehr verboten, am Fasching im Kindergarten/Schule mitzumachen(Früher wurde das Verkleiden und Schminken verboten, da man sagte:" Jesus erkennt Dich dann nicht bei seiner Wiederkunft"-damals wurde auch geglaubt, das Jesus NUR neuapostolische Christen bei seiner Wiederkunft mitnimmt.

-Bei Jugendtagen darf heute sogar weltliche Musik (Fluch der Karibik) gespielt werden-auch gab es schon bei neuapostolischen Jugendtagen Polonaise und bayrische Musik

-Homosexuelle Paare erhalten ein Partnerschaftsgebet und es gibt die Gruppe der Regenbogen-NAK (siehe gleichnamige Homepage)

-Der Stammapostel Schneider ,das  Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche sagt, das er nicht wisse ob Homosexualität Sünde ist oder nicht.

Es gilt in der Kirche die Eigenverantwortung und die Souveränität Gottes.( Gott wird in der Neuapostolischen Kirche als Himmlischer Vater und auch Vater der Liebe angeredet

Amtsträger dürfen im Hochsommer auch mit weißem Hemd und ohne schwarze Anzugsjacke predigen-früher galt die Aussage: "Lieber im Gottesdienst schwitzen, als in der Hölle braten"

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Kommentar von TanjaStauch
22.03.2016, 01:29

Galileis legendäre Worte auf dem Totenbett:

"Und sie bewegt sich doch..."

Ich denke, er meinte die Kirche (in seinem Fall die römisch-katholische).

Die katholische Kirche verbrennt heute keine Ketzer oder Hexen mehr. Die evangelischen Kirchen auch nicht (Luther hat solche Urteile selbst unterschrieben).

Es gibt Kirchen, die Priesterinnen ordinieren oder sogar bekenned schwule Pfarrer haben. Okay... meist nicht, weil sie das wirklich wollen. Aber den anderen fehlt der Nachwuchs.

Es gibt Kirchen, die offen akzeptieren, dass auch Menschen außerhalb dieser Kirche den Weg zum Heil (Himmel usw.) finden können. Also Mitglieder anderer Kirchen oder Religionsgemeinschaften oder Agnostiker.

Ob ein Mensch seinen Mitmenschen gegenüber fair und anständig ist, scheint nicht wirklich damit zu tun zu haben, welcher Gruppierung (falls überhaupt) er angehört. Wenn diese Zugehörigkeit überhaupt eine Rolle spielt: Im tatsächlichen Verhalten scheinen so genannte Atheisten oder Agnostiker sogar am Besten abzuschneiden. Neben Quäkern, Bahais und einigen (aber eben nur einigen!) buddhistischen Gruppen.

OB du an einen Gott glaubst oder an mehrere oder an keinen.... das macht dich also wohl nicht zu einem besseren Menschen.

Aber es kann eine große Rolle spielen, WIE dieser Gott drauf ist.

In der Bibel findest du z.B. einen Gott, der Schwule gnadenlos hast und unbedingt vernichten will ("Wer sich zu einem Manne legt..."). Oder einen Gott, der ALLE Menschen liebt und niemandem etwas nachträgt. Der es sogar gerne sieht, wenn ALLE Menschen glücklich sind.

Als Christ kannst du an den einen oder den anderen glauben. Oder an einen der vielen anderen, die sich dort in mehr als tausend Seiten finden lassen. Die nicht von einem Autor stammen, sondern von Hunderten. (Lies einfach mal die ersten beiden Kapitel der Bibel ganz in Ruhe... der Gott, der die Welt und den Menschen nur durch Worte erschafft, ist definitiv nicht derselbe, der selbst Hand anlegt und den Menschen aus Lehm formt).

Die Zeugen Jehovas nehmen die Bibel sehr ernst.

Aber wenn man die Bibel kennt, bekommen sie Probleme (man hat mir extra mal einen Oberhäuptling aus der Schweiz rangeschafft, weil man meine fiesen Fragen nicht beantworten konnte. Er konnte es aber auch nicht.).

Wie viele Plätze gibt es denn im Himmel? (Die Zeugen Jehovas kennen die genaue Zahl.)

Sind diese Plätze nicht schon lange besetzt? (Es gab bisher schon weit mehr Zeugen Jehovas...)

Ist es denn christlich, ein guter Mensch zu sein, um in diesem Himmel zu kommen? Wem nehme ich diesen Platz weg?

Wenn ich meinen Nächsten wirklich liebe, sollte ich mich eigentlich möglichst unchristlich verhalten, damit er / sie im Himmel glücklich werden kann. Ich bin ja keine Egoistin.

Und hm... mal ein ganz anderer Gedanke. Stell dir so einen Gott doch mal richtig vor. Einen, der manche Menschen hasst... weil... hm... eigentlich ganz egal... Wenn Gott hasst, ist Gott nicht vollkommene Liebe.

Aber so einen hassenden Gott mag ich auch nicht. Und habe nicht wirklich Lust, mit ihm später allzu viel zu tun zu haben.

Falls Gott vollkommene Liebe ist, hat er aber kein Problem mit Schwulen und Lesben.

Oder mit weltlicher Musik.

Ein Gott, der den Menschen kein glückliches Leben gönnt, kann auch keinen wirklich tollen Himmel haben.

Liebe Grüße,

Tanja

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Das ist natürlich nicht zu vergleichen. Ob die Zeugen Jehovas etwas verändern? Fast nicht vorstellbar, aber warten wir es ab.

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Naja da ich ein Zeuge Jehovas binn, beantworte ich es mal so wie ich es sehe. Auch bei uns hatte sich einiges geändert seit der Gründung unserer Religion. Also so gesehen sind Änderungen schon erlaubt, allerdings müssen diese, wenn es die Kernthemen trifft, Biblich begründet sein. Es darf also nicht einfach etwas abgeändert werden um den Glauben für mehr Leute schmackhaft zu machen.

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Kommentar von Allexandra0809
21.03.2016, 23:30

Das ist auch gut und richtig. Es können Äußerlichkeiten jederzeit geändert werden. Jedoch darf nie der Glaube als solcher geändert werden.

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Kommentar von HerrVonRibbeck
24.03.2016, 15:57

Es muss geändert werden, weil sich alte Lehren schlichtweg als falsch erwiesen haben.

Die Generation 1914, die nicht vergehen sollte, ist verstorben, Harmagedon allerdings kam nicht.

Also wird die neue Lehre der überlappenden Generation aus dem Hut gezaubert.

Raymond Franz sagte einst dazu:

man müsse doch wohl im Sinn behalten, dass das, was heute als "gegenwärtige Wahrheit" gelehrt werde, im Laufe der Zeit "vergangene Wahrheit" werden könne, und dass die "gegenwärtige Wahrheit", die dann deren Platz einnehme, ihrerseits wiederum durch "zukünftige Wahrheit" ersetzt werden könne. Wenn man den Begriff der Wahrheit derart strapaziere, so schloss ich, werde er schlicht sinnlos.

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Seit C.T. Russell Ende des 19. Jahrhunderts begonnen hat, sich mit anderen "Bibelforschern" dem Studium der Bibel zu widmen bis heute, hat es tatsächlich eine ganze Reihe von Veränderungen bei den Zeugen Jehovas gegeben. Solche Veränderungen wurden aber nicht vorgenommen, um für Außenstehende anziehender oder interessanter zu werden. Im Gegensatz zu gewissen Großkirchen wurden dann Anpassungen vorgenommen, wenn man erkannte, dass biblischen Aussagen zu einem Thema anders zu verstehen sind. Es geht also um das, was in der Bibel gelehrt wird und nicht um Zeitgeist. Jehovas Zeugen passen ihre Lehren der Bibel an und nicht die Bibel den Lehren. Auf der anderen Seite gibt es viele Bereiche, zu denen einfach nichts eindeutiges in der Bibel steht. Dann haben Zeugen Jehovas erkannt, dass man dazu auch nichts festlegen sollte und dass das Dinge sind, die der Einzelne, gemäß seinem Gewissen, entscheiden muss. Dafür gibt es bei eindeutigen Punkten, die klare biblische Grundsätze und Gebote betreffen, kein verwässern dessen, was in der Bibel steht. Das passt zwar heute so gar nicht mehr in den säkularen Zeitgeist, aber der Zeitgeist ändert sich ständig.

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Das ist doch absolut unsinnig, was da einige Zeugen von sich geben! Seit ihrer Gründung 1879 wurden ständig Änderungen in der Lehre bei der WTG vorgenommen! Und die waren keineswegs aus der Bibel zu entnehmen, sondern sie widersprechen der Heiligen Schrift sehr oft! Waren in der Regel notwendig, weil die vorherigen Vorhersagen oder Lehren sich als völlig verhauen erwiesen haben, wie zB. die Zweiteilung der Hoffnung in himmlische und irdische, die erst 1935 erfolgte, weil es bis dato mehr als 144 000 Anhänger der WTG gab und das musste man ja umdeuten! Es wurden auch oft organisatorische Dinge verändert, so wie seit Januar 2016 im Ablauf der Versammlungszusammenkünfte eine Menge verändert wurde. Eine Religionsgemeinschaft, die ständig ihre Lehren anpasst, weil sie vorher und auch jetzt falsch sind! OmaElfi

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ZJ werden sich, um am Markt bestehen zu bleiben, zwangsweise verändern müssen.

Den Mitgliedern noch mehrere Jahrhunderte zu erzählen, Harmagedon sei nah, komme schon ganz bald, stehe unmittelbar bevor, wird nicht funktionieren.

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