Frage von LexSe, 196

Bei Depressionen zum Psychiater oder Psychologen?

Ich weise seit langer, langer Zeit (mehrere Jahre) viele Symptome von Depressionen vor, habe SvV und immer öfter auch suizide Gedanken. Nun weiß ich aber nicht, an wen ich mich wenden soll. Ich bin in dieser Hinsicht vollkommen unerfahren, weiß nicht, wie Behandlungen ablaufen etc. Ich weiß nicht, wo ich besser aufgehoben wäre: Psychologe oder Psychiater? Wer macht was und wer kann mir besser helfen? Wie laufen die Behandlungen ab? Was wäre Vorteilhafter für mich als Jugendliche? Ich möchte mir wirklich so schnell wie es geht professionelle Hilfe suchen, bevor ich noch tiefer in die Depression sinke und es mir anders überlege! Da ich seitens meiner Familie keine Unterstützung erhalte und nur "überreagiere und respektlos bin", oder noch "pubertäre Stimmungsschwankungen" habe, möchte ich mich schnell an jemand anderen wenden, der mir wirklich helfen kann.

Danke schonmal im Voraus für alle Informationen und Vorschläge.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 111

Was für dich das Beste ist, musst schlussendlich du entscheiden.

Ein Psychiater ist ein Arzt. Auch wenn es sicher Ausnahmen gibt, behandelt dich ein Psychiater vorwiegend mit Medikamenten. Dies ist in Akutsituationen und/oder ab einer gewissen Stärke der Beschwerden notwendig. Medikamente wirken im Vergleich zu einer Psychotherapie relativ schnell, sind allerdings mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Zudem wirken Medikamente nicht bei allen Personen gleich gut.

Ein Psychologe mit entsprechender Weiterbildung nennt man Psychotherapeut. Er ist auf eine Therapie spezialisiert, die vorwiegend auf Gesprächen beruht. Medikamente verschreiben darf er nicht.

Es gibt verschiedenste Formen der Psychotherapie. Die bekanntesten Richtungen sind analytisch und verhaltenstherapeutisch basiert. Wichtig bei allen Therapien ist, dass das Verhältnis (die Chemie) zwischen Therapeut und Patient stimmt. Desshalb ist es wichtig, meist mehrere Therapeuten zu besuchen (Probestunde) um zu schauen, wo man sich wohl fühlt.

Analytisch heisst, dass man mittels Gespräche die Ursachen der Erkrankung erörtert und so einen langsamen Prozess der Veränderung anstösst. Anaytische Therapien dauern normalerweise Monate bis Jahre, bis eine Veränderung spührbar wird.

Verhaltenstherapien schauen vor allem dein Umgang mit der Erkrankung an. In welchen Situationen reagierst du wie und was kann daran geändert werden. Eine Verhaltenstherapie ist im Unterschied zu einer analytischen Therapie weniger geeignet um z.B. Traumas aufzuarbeiten.

Es gibt auch Praxen, in denen Psychiater und Psychologen zusammen arbeiten. Eine solche würde ich dir empfehlen aufzusuchen.

Antwort
von bikerin99, 148

Schau, dass du so schnell wie möglich einen Termin beim Psychiater und beim Psychologen oder Psychotherapeuten bekommst.
Das bedeutet, dass du dir Hilfe bei beiden holst. Der Psychiater ist ein Facharzt und wird dir auf der medizinischen Ebene (vermutlich Medikamente). Der Psychologe oder Psychotherapeut wird mit dir gemeinsam an deinen Problemen und Zielen arbeiten. Das Wichtigste ist, dass du mit dem Psychologen oder Therapeuten gut kannst, also eine gute Beziehung und Vertrauen hast.
Damit die Krankenkassa deine Behandlung bezahlt, brauchst du eine Überweisung von einem Arzt (kann auch der Hausarzt sein). Aber kläre das bei der telefonischen Terminvereinbarung oder beim Erstgespräch.
Wünsche dir alles Gute.

Antwort
von nil111, 78

Zu beiden der psychiater verschreibt dir Antidepresiva und der psychologe versucht mit dir die ursachen deine Depressionen zu finden also mach Termine u lass den kopf nicht hängen, du schaffst s daraus.. ich drück dir dafür die daumen

Antwort
von Indivia, 69

Beider können dir helgfen, meist ist es so,das der Psychiater der Arzt ist er dir also bei bedarf medis verschreiben kann, körperliche Untersuchungen etc anweisen kann und der Psychologe ist der Therapeut, er hilft dir dabei deine Probleme in den Griff zu bekommen. Jenach therapeiform, konfronitiert er dich mit Ängsten, bietet Gespräche an und  ihr überlegt gemainsam Lösungsstrategien usw

Antwort
von voayager, 55

Ich persönlich empfehle in einem solchen Fall erst einmal einen Psychologen.

Antwort
von MissBubbelgum, 90

beides gut!

Ein Psychologe ist kein Arzt, sondern ein Therapeut - ein Psychiater arbeitet mit Medikamenten.

Ich würde die empfehlen, dass du zuerst versuchst einen Platz bei einem Psychologen zu bekommen, der schickt dich in aller Regel dann auch zum Psychiater - der beste Weg aus einer Depression ist die Zusammenarbeit von Psychotherapeuten (psychologen) und Psychiatern.

Mein Respekt an dich, dass du dir Hilfe suchst! Bin in einer ähnlichen Lage aber wurde eher dazu gedrängt, zum psychologen zu gehen, ich selbst hatte nicht die kraft dazu mich selbst dazubzu überzeugen, dass es mir helfen wird.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft bei der Therapie - du schaffst das!

LG♡

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