Frage von MilaUnbreakable, 194

Bei Depressionen Pille absetzen?

Ich nehme die Pille seit ca. zwei Jahren (bin zwischendurch von der Dienovel auf die Amicette umgrstiegen, da ich die vorige Pille nicht so gut vertragen habe. Mit der neuen ging es mir dann auch besser.). Erst kürzlich wurden bei mir Depressionen festgestellt und ich nehme jetzt ein Antidepressivum (Citalopram 20mg). Also mir wurde versichert, dass sich die Medikamente vertragen und es auch keine Wechselwirkung gibt... Wäre es vielleicht dennoch klug die Pille abzusetzen, da es ja immerhin den Hormonhaushalt ganz schön auf den Kopf stellt? Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrung und einen Rat? Danke schon mal!

Antwort
von Russpelzx3, 139

Also ich würde eher erneut die Pille wechseln und schauen, ob davon die Depressionen weg gehen. Die können nämlich eine Nebenwirkung der Pille sein. Das Problem hatte ich auch mal und von dann von der Maxim auf die Levomin gewechselt.

Kommentar von MilaUnbreakable ,

Ja, hab ich auch schon überlegt. Das Ding ist, dass ich nicht zum ersten Mal in so einem Tief bin (hatte so eine lange Phase auch schon vor Einnahme der Pille). Außerdem ist meine FA ziemlich skeptisch, was "ständigen" Pillenwechsel angeht. Aber ich spreche es beim nächsten Termin mal an.

Kommentar von Russpelzx3 ,

Aber es kann ja sein, dass die Pille es jetzt wieder erneut ausgelöst hat, wer weiß. die

Antwort
von Morikei, 139

Da du die Pille nicht aufgrund von Wechselwirkungen absetzen musst, würde ich mir überlegen, ob du an dir selbst Veränderungen bemerkt hast, seitdem du die Pille nimmst. Psychische Veränderungen meine ich.

Die Pille kann natürlich, ganz unabhängig von anderen Medikamenten, depressive Verstimmungen hervorrufen und somit deine Depression noch schlimmer erscheinen lassen.

Ich leide an keiner Depression (jedenfalls wurde bei mir keine festgestellt, war nie beim Arzt) und trotzdem habe ich heftige Stimmungsschwankungen, seit ich die Pille nehme. Ich weine viel, mache mir über alles Gedanken und fange grundlos an zu weinen. 
Im Internet gibt es sehr sehr viele Erfahrungsberichte darüber.

Ich für meinen Teil will die Pille alleine schon aus dem Grund absetzen. Das ist einfach unerträglich. Ich möchte nicht mit Hormonen vollgepumpt werden, die da nicht hin gehören und ich möchte feststellen, ob meine Verstimmungen tatsächlich von der Pille kommen.
Mir wurde aber erst mal eine andere Pille verschrieben, als ich meinem FA meine Probleme schilderte. Ich soll die jetzt erst mal ein paar Monate nehmen. Danach könnte ich auch auf die Kupferspirale oder so umsteigen, aber das wird von der Krankenkasse bei volljährigen nicht übernommen.

Wenn ich an deiner stelle wäre, mit einer echten, festgestellten Depression, würde ich wohl die Pille absetzen um herauszufinden, in wieweit sie mein Wohlbefinden beeinflusst. Allerdings muss man dann natürlich irgendwie anders verhüten... dein FA kann dich aber sicher beraten.

Viel Glück, dass du deine Depressionen in den Griff bekommst, sowas ist echt nichts schönes. <3

Expertenantwort
von Jeally, Community-Experte für Pille, 110

Ich habe seit mehreren Jahren Depressionen (musste auch zeitweise Antidepressiva nehmen) und habe die Pille trotzdem weiter genommen und damit auch keine Probleme gehabt. Du musst selbst in dich hineinfühlen und überlegen, ob du seit du die Pille nimmt vielleicht öfter schlecht drauf bist oder sie dich generell belastet. In dem Fall solltest du dann über einen Pillenwechsel nachdenken oder dich über andere Verhütungsmittel informieren

Antwort
von Missingo1996, 107

Am besten wäre es das Problem ohne Pillen zu lösen, habe ich dann auch geschafft

Kommentar von MilaUnbreakable ,

Du meinst ohne Antidepressiva? Hatte ich lange auch versucht, aber gerade wenn es einem ohne rationale Gründe so geht, ist das ziemlich schwierig und ich kann es mir von der Ausbildung her nicht leisten und versuche nun so aus dem "Loch" zu kommen

Kommentar von Missingo1996 ,

Ich hatte auch keine rationalen Gründe.

Ich nahm zwei Monate lang Antidepressiva und wollte dann einfach das Dreckszeug nicht mehr nehmen. Und umso länger du es nimmst umso Schwieriger wird es später davon wegzukommen. Mein Vater nimmt glaub ich seit ca. 8 Jahren sehr starke, er kommt aber unmöglich wieder von denen Weg

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