Frage von BerlinerLuft16, 33

Behinderung immer angeben oder weglassen?

Hallo und guten Abend, ich habe eine Schwester, die eine schwere Erkrankung hatte und jetzt 90% behindert ist...wenn man das so schreiben darf. Sie darf keine körperlichen schweren Arbeiten mehr machen, also auch keine schweren Kisten oder Ordner schleppen. Muss sie das bei einer Bewerbung unbedingt angeben ? Sie hat Bedenken, dass sie keiner mehr einstellt, obwohl sie noch jung ist. Ihr Erkrankung war Krebs, ansonsten ist sie mental vollkommen fit. Ist man verpflichtet oder darf man dieses auch weglassen ? Vielen Dank und ein netten Abend.

Antwort
von thorundloki, 16

Firmen stellen häufig bevorzugt Menschen mit Behinderung ein, da sie eine gewissen Quote erreichen müssen und ansonsten Strafe zahlen. Ich denke, dass deine Schwester da gute Chancen hat, wenn sie nur keine "schweren körperlichen Arbeiten" verrichten darf und ansonsten mental voll fit ist. 

Ich arbeite selbst mit Menschen mit Behinderung und denke, dass es der völlig falsche Ansatz ist, sich durch eine Nichterwähnung zu "verstecken". Sie sollte angeben, was sie alles kann und in einem Nebensatz erwähnen, dass sie aufgrund ihrer Behinderung keine schweren, körperlichen Arbeiten erledigen kann. 

Ich gehe davon aus, dass sie sich nicht auf dem Bau bewirbt, daher sehe ich so ganz gute Chancen :)

Viel Glück von mir jedenfalls :)

Kommentar von BerlinerLuft16 ,

Das war sehr hilfreich, herzlichen Dank und ein schönen Abend...

Antwort
von wilees, 11

Ich habe das bei 70%iger Schwerbehinderung erst ins Bewerbungsgespäch einfließen lassen und das hat gut funktioniert. Allerdings hatte diese Einschränkung auch keinen Einfluß auf meine kaufmännische Tätigkeit.

Antwort
von NameInUse, 12

Sie muss es spätestens beim Gespräch sagen, da ein Behindertenstatus arbeitsrechtliche Konsequenzen hat. Bei Bewerbungen für die öffentliche Hand immer angeben, das erhöht dort die Einstellungschancen

Antwort
von achimbro, 13

Hallo,

wenn sie Anerkannt zu 90 % Behindert ist was das Körperliche Arbeiten betrifft, muss sie das Angeben ansonsten ist der Arbeitsvertrag ungültig.

Keine Angst, jeder Betrieb stellt bis zu einem bestimmten Prozentsatz Behinderte ein. Ihre Chancen sind also nicht unbedingt schlechter.

Außerdem bringt es ja auch nichts wenn sie mit der Behinderung schwer arbeiten müsste.

Grüße 

Antwort
von Konrad Huber, 2

Hallo BerlinerLuft16,

Sie schreiben:

Behinderung immer angeben oder weglassen?

Hallo und guten Abend, ich habe eine Schwester, die eine schwere Erkrankung hatte und jetzt 90% behindert ist...wenn man das so schreiben darf. Sie darf keine körperlichen schweren Arbeiten mehr machen, also auch keine schweren Kisten oder Ordner schleppen.

Antwort:

Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung ausgewiesen! 

(GDB90)

Bei der von Ihnen beschriebenen Konstellation wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als die Karten (den Schwrebehindertenausweis) auf den Tisch zu legen!

Wie soll denn der Arbeitgeber Ihre Schwester in der Praxis einsetzen, wenn im Voraus nichts klar geregelt wird!

Des weiteren ist die Vorlage des Schwerbehindertenausweis unverzichtbar, wenn Ihre Schwester die Nachteilsausgleiche wie Kündigungsschutz und Sonderurlaub in Anspruch nehmen möchte!

http://www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von brummitga, 11

besser angeben, da sonst der Ärger, den sie bestimmt nicht braucht, vorprogrammiert ist.

Antwort
von Wippich, 13

Ich glaube nicht,das die überhaupt noch Arbeiten kann,bei 90%.

Kommentar von BerlinerLuft16 ,

Sie kann arbeiten, aber immer nur einige Stunden. Auf jeden Fall will sie nicht zu Hause bleiben und Trübsal blasen.

Kommentar von Wippich ,

Okay,aber angeben muß Sie alles.

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