Eine Freundin von mir hat eine körperliche Behinderung. Deshalb sitzt sie im Rollstuhl. Sie ist nun mit ihrem Studium fertig und sucht einen Job. Die Bewerbung ist wirklich gut geworden, nur wie sie ihre Behinderung einbringen soll weiß sie nicht so recht und mir fiel auch nichts gutes ein. Wichtig ist, sie sitzt im Rollstuhl und braucht deshalb natürlich gewissen barierenfreiheit, sie kann aber sonst alles ausführen wie normale Arbeitnehmer, wenn sie dafür Hilfsmittel braucht hat sie diese und kann damit umgehen. Für Ideen bin ich sehr dankbar.
Behinderung im Bewerbungsanschreiben
Antworten (10)
-
1Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom FragestellerAntwort von
tinschentinschen
Sie soll einfach ganz offen darüber schreiben.Was sollte sie sonst auch tun? Barrierefreiheit ist ja nunmal grundvoraussetzung,das sie dort überhaupt arbeiten könnte.Also einfach frei weg wie es nunamlist.
-
3Antwort von
RabenfederRabenfeder
Guti, das Problem hatte ich bei einer Freundin auch mal :) Also, als erstes, ich persönlich mag das Wort behindert nicht, ich ersetz es ganz gern mit dem Wörtchen " eingeschränkt" aber das ist halt Geschmackssache. Im Bewerbungsschreiben würde ich es anbringen, nicht als etwas negatives, sondern positiv verfasst. Ungefähr nach dem Motto: Trotz meiner Einschränkung gelingt es mir, den täglichen Arbeitsablauf problemlos zu meistern. Verfasst es bloss nicht ala: leider habe ich eine Behinderung und sitze im Rollstuhl.
Die Arbeitgeber wissen, dass Rollstuhlfahrer angepasste Arbeitsplätze brauchen, diese werden aber oftmals sogar von Vater Staat bezahlt. Also, ran ans Werk, eine Einschränkung ist nichts negatives :) Wenn von ihr eine positive Einstellung rüberkommt, dann kommt das auch beim Arbeitgeber sehr gut an :)
Kommentar von
Zickizacki Negativ sieht ihre Behinderung niemand. Aber vielen Dank für deine Formulierung !!
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Die Erfahrung das eine Behinderung eben doch oft Negativ angesehen wird, wird sie sehr schnell bei Bewerbungsgesprächen machen. Dann kommen nämlich schnell auch schon mal solche Argumente, wie Behinderte sind Unkündbar, sind oft Krank, sind zu Teuer usw. usw.
-
2Antwort von
BaianaBaiana
Positiv wenden! Etwa "Aufgrund eines Unfalls / Geburtsfehlers sitze ich seit meinem xx. Lebensjahr im Rollstuhl. Dies behindert mich jedoch in keiner Weise. Ganz im Gegenteil habe ich durch meine körperliche Einschränkung auf besondere Weise gelernt mich ungewohnten und auf den ersten Blick schwierig erscheinenden Situationen zu stellen und selbständig zu lösen. Damit stellt meine Einschränkung für mich keine Behinderung im eigentlichen Wortsinn dar und wird auch meine Arbeit in Ihrem Betrieb in keiner Weise beeinflussen."
Kommentar von
Zickizacki Danke, da kann man was draus machen !
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Da wird schon zuviel auf der Behinderung rum geritten, besser ist ein Satz zur Behinderung mehr nicht. Es ist auch keine Gute Idee die genau Art der Behinderung zu nennen, da könnte einer nämlich auf die Idee kommen sich doch mal im Internet "schlau" zu machen, leider kann derjenige meistens das Gelesene nicht korrekt einsortieren.
Kommentar von
BaianaBaiana Hm, das ist auch wieder wahr. Ich selbst arbeite (noch) im öffentlichen Dienst, da ist eine Behinderung tatsächlich von Vorteil (zumindest rechtlich gesehen).
Kommentar von
Gartenfee1971Gartenfee1971 Hab bissel mitgelesen. DH - Diese Formulierung finde ich bisher am gelungensten. Auf Kommasetzung müsste jedoch noch geachtet werden.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Hallo Gartenfee ;-) Du magst die Formulierung gut finden, leider habe ich die Erfahrung gemacht, das es besser ist seine Behinderung bei einem Bewerbungschreiben nur ganz kurz an zu sprechen. Wenn es zu einem Bewerbungsgespräch kommt, kann man die Fragen zur Behinderung dann immer noch Beantworten und kann dabei dann Fehlinterpretationen besser vorbeugen. Die Wichtigste Information in einer Bewerbungsschreiben ist immer wieso ich besonders geeignet für die Ausgeschriebene Stelle bin und nicht die Behinderung.
-
-
2Antwort von
zuki2000zuki2000
Ich hatte darüber mal einen interessanten Artikel gelesen. Die Behinderung sollte nur beiläufig erwähnt werden und auch nur im positiven Kontext.
Ansonsten sollte Sie wie jeder andere Bewerber auch Ihre Stärken und besondere Eignung herausstellen.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter DH!
-
1Antwort von
reiterhexereiterhexe
Sie soll es auf jeden Fall mit in die Bewerbung schreiben. 1. es ist wirklich wichtig dass sie die Arbeit auch schafft also keine Treppen steigen muß etc. 2. Ist es gesetzlich so geregelt dass Menschen mit einer Behinderung die die gleiche Arbeit leisten können, bevorzugt behandelt werden müsssen
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Zu erstens: Ja im Fall um den es hier geht wird man leider nicht herum kommen schon im Bewerbungsschreiben seine Behinderung an zu geben, oft kann es aber besser sein darauf zu verzichten, im Bewerbungsgespräch ist es leichter seine gegenüber davon zu überzeugen das man trotz seiner Behinderung seine Arbeit ohne Einschränkung machen kann.
Zu zweitens, das stimmt leider nicht, es ist dem Arbeitgeber frei gestellt welchen Mitarbeiter er einstellt. Die Formulierung Behinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt findest du eigentlich nur im öffentlichen Dienst und auch da kannst du oft feststellen das sich nicht daran gehalten wird. Es ist schnell eine Grund vorgeschoben warum der Bewerber mit der Behinderung doch nich so gut für diese oder jene Stelle geeignet ist.
Kommentar von
reiterhexereiterhexe mhm ich kenns nur mit diesem Zusatz dass Behinderte mit der gleichen Eignung bevorzugt werden. Auf jeden Fall bekommen Firmen oft "Prämien" soweit ich weis. Egal, im Endeffekt ist es leider so, dass es immer alle möglichen rechtlichen Schlupfwinkel gibt damit die sich eine Lösung auslegen können.
-
1Antwort von
DrachentoeterDrachentoeter
Die Behinderung sollte kurz im Anschreiben angesprochen werden, also in etwas so: Durch meine Behinderung bin ich auf eine Rollstuhl angewiesen, kann aber ansonsten meine Arbeit machen. Das blöde ist, das sie aber alleine schon wegen der Behinderung oft gleich aus dem Stapel der Bewerber aussortiert wird.
Kommentar von
TopJobTopJob Das würde ich so nicht unterstützen. Die meisten größeren Unternehmen bevorzugen behinderte Personen bei gleicher Qualifikation sogar. Das liegt daran, dass sie gesetzlich gezwungen sind eine bestimmte Quote an Behinterten zu beschäftigen. Andernfalls haben sie eine Strafabgabe zu zahlen.
Und da ist es für einen Arbeitgeber sehr attraktiv eine behinderte Person einzustellen, die sonst jedoch absolut arbeitsfähig ist.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Du kennst du Höhe der Strafabgabe? Ich kann dir versichern, es gibt viel Arbeitgeber die lieber diese Abgabe zahlen als eine Menschen mit Behinderung ein zu stellen. Hast du selber eine Behinderung? Ich habe schon etliche Bewerbungsgespräche hinter mir auch bei größeren Firmen, da war meine Behinderung durchaus mit ein Grund das man auf die Einstellung verzichtet hat. In einem gebe ich dir Recht, bei größeren Firmen gerät man eher mal an eine Personalchef für den nur zählt das man seine Arbeit machen kann. Warum glaubst du ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung wesentlich höher als bei Menschen ohne eine Behinderung?
-
0Antwort von
Gloria1964Gloria1964
Ich denke Erlichkeit ist da sehr wichtig! Und sie erlebt keine böse Entschäuschung wenn sie ihre Behinderung angibt! Ist evtl.von Vorteil! Behinderten-Quote z.B!
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Wo lebst du den? Bis auf den öffentlichen Dienst und einige Sozial eingestellte Betriebe ist eine Behinderung immer ein Nachteil bei der Bewerbung. Wenn du Glück hast ist es dem Betrieb egal das du eine Behinderung hast.
Kommentar von
reiterhexereiterhexe Mal runter vom Gas Drachentöter!!! Hier gehts doch erst mal nur um die Bewerbung, nicht um die Gesellschaft und deren Sichtweise oder Ignoranz.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Wirk meine Antwort so schlimm :-)
-
-
0Antwort von
TeifyTeify
Kommt ja darauf an,welchen Job sie ausüben möchte.Ansonsten könnte sie hinter ihrer Ausbildung schreiben....Es sei noch erwähnt,dass ich an den Rollstuhl gefesselt bin,was mich aber in der Ausübung meiner Tätigkeit nicht behindert.... sollte sie eine Zusage bekommen,kann sie sich immer noch um die Örtlichkeiten kümmern.Wenn's platzmäßig nicht hinhaut (Gänge,Toiletten),dann muß sie leider einen neuen Versuch starten.
Kommentar von
Zickizacki hihihi, gefesselt ist sie nicht. Hört sich für mich zu negativ an.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Ich bin auf eine Rollstuhl angewiesen, ist die bessere Formulierung.
Kommentar von
TeifyTeify Naja,ist ja kein Problem das anders auszudrücken.War ja nur ein Beispiel.
Zumindest weiß ich nun,bei wem ich nicht wieder antworten brauche.
Kommentar von
TeifyTeify Ich meine so schlecht war der Vorschlag gar nicht.
Kommentar von
DrachentoeterDrachentoeter Nimm es nicht persönlich, dein Vorschlag war doch garnicht so schlecht. Nur machmal gibt es Formulierungen die man besser nicht wählt. Ich wollte nur aufzeigen das es eine etwas bessere Formulierung für den gleichen Tatbestand gibt.
-
0Antwort von
Masoud53Masoud53
das muss sie schon erwähnen,ist doch wichtig!Nicht jeder AG ist auf Rollstuhlfahrer eingestellt.
Kommentar von
Zickizacki steht ja außer Frage, aber eine Formulierung fehlt einfach.
Klar, aber eine gute Formulierung fehlt einfach, die kurz und knapp das wichtigste zusammenfasst.
Ich darf an dieser Stelle noch darauf hinweisen,daß ich auf Grund einer Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen bin.So oder so Ähnlich würde ich das formulieren.