Mich interessant, was tatsächlich in euch vorgegangen wäre, wenn ihr in der nachfolgend beschriebenen Situation an meiner Stelle gewesen wärt.
Eine Freundin von mir ist schwerbehindert. Wir fuhren in den Urlaub und haben eine behindertengerechte Unterkunft geteilt.
"Behindertengerecht" ist übrigens die höchste Kategorie zur Beschreibung der Zugänglichkeit von Bauten. Wie ich jetzt weiss, ist die Schwelle zwischen Haus und Terrasse auch in behindertengerechten Wohnung üblich ist. Ein Rolli-Fahrer kommt dann nur auf seine eigene Terrasse, wenn er den Türrahmen aufwändig und teuer umbaut. Meine Freundin wusste das natürlich und klärte mich darüber auf, dass das sonst kaum jemand wisse.
Nach Ankunft in unserer recht ansehnlichen Unterkunft rief sie beim Veranstalter an und beklagte jene Schwelle... Sofort rückten Handwerker an, ruinierten das Blumenbeet und bauten eine Rampe. Nun konnte sie um das Haus herum die Terrasse erreichen.
Wieder rief sie an, die Badschränke seien nicht zugänglich, weil nicht in Griffhöhe... Wieder rückten die Handwerker an, bauten das Bad um.
Dass der Tisch mit Stühlen umkränzt war, ärgerte sie masslos. Ich entfernte sie, so dass ihn nutzen konnte.
Schlussendlich handelte sie mit dem Veranstalter einen Preisnachlass von 40% aus und das Recht, jederzeit abreisen zu können (bei anteiliger Rückerstattung des Preises).
Hättest Du Verständnis für sie?
DH!!! Du denkst wenigstens erst über die Dinge nach und sagst dann etwas kompetentes. Statt Allgemeinheiten kund zu tun.