Behandlungsfehler oder im Sinne der Gesetze?

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4 Antworten

Ich bin keine Ärztin, aber wenn ein Patient zu mir kommen würde, und mir den Hergang erzählt würde ich auch erstmal auf ein "Verhoben" tippen, und nicht gleich sämtliche Gerätschaften in Betrieb nehmen.

Die Zeiten wo jeder Arzt für alles zuständig war ist leider schon lange vorbei. Also wird man von Pontius zu Pilatus geschickt weil jeder Arzt "sein" Fachgebiet hat. Das ist nicht die Schuld der Ärzte sondern des ach so tollen Gesundheitssystems von Sesselpupsenden nichtmedizinern in der Verwaltung die der Realität fern sind.

Die Qualität der Ärzte hat ganz schön nachgelassen. Ich arbeite Tag täglich mit Patienten zusammen, und was ich da manchesmal für Horrogeschichten zu hören bekomme ist echt traurig, aber leider alltäglich.

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Das sind leider Erfahrungen, die sich in unserem "reichen" Land häufen. Für alles ist Geld da, aber scheinbar nicht für eine adäquate Versorgung und Behandlung in einem Notfall. Personalmangel und teils Desinteresse sind Auslöser für solche Vorkommnisse.

Natürlich kannst Du versuchen, Dein Recht ein zu klagen, aber der Erfolg ist fraglich, da bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Ein möglicher Prozess kostet nicht nur Geld sondern vor allen Dingen Nerven und damit Lebensqualität. Auch ich weiß von solchen Fehldiagnosen, unter denen Patienten zu leiden haben/hatten.

Gute Besserung für Deine Frau.

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Kommentar von Havenari
01.12.2016, 00:45

Für alles ist Geld da, aber scheinbar nicht

Fasel doch bitte nicht so einen gotterbärmlichen Stuss. Unser Gesundheitssystem ist teuer, aber auch eines der lestungsfähigsten der Welt. Es ist sehr viel Geld für viele gesundheitlichen Leistungen da, die sich die Bewohner fast aller anderen Staaten nur erträumen können.

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Kannst du alles haben mit Blümchen dazu, wenn du Krankenkassenbeiträge von 25 oder 30 Prozent zahlst.

Deal?

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Kommentar von yurimassa
01.12.2016, 17:15

Hallo Havenary,

du lebst in einer virtuellen Welt.

Lass dir mal erzählen, vor 40 Jahren, Augsburg hatte ca 240T Einwohner, war die AOK in einem ausgedienten städtischen Gebäude, die TKK war eingemietet im 6. Stock eines Bürogebäudes. Die Barmer ebenso. Die
Gebäude machten damals schon einen etwas heruntergewirtschafteten Eindruck.

Heute residieren diese Kassen in Bürogebäuden, die den Verwaltungen der großen Banken in nichts nachstehen.

Denk mal drüber nach, diese Komplexe haben wir Mitglieder bezahlt.

Damals um 1970:

Der Kassenpatient ging zu seiner Kasse, die Zuständigkeit gemäß Anfangsbuchstaben geregelt, war ein einziger Mitarbeiter in der Lage Sorgen und Nöte des Patienten zu bedienen. Dieser eine Mitarbeiter kümmerte sich um alle Belange vom Medikament über Sehhilfen, Einlagen bis hin zur Anschlußheilbehandlung, dem Krankengeld  und evtl.um erforderliche Wiedereingliederungshilfen.

Die Medikamente auf Rezepte waren anfangs noch kostenlos, später dann Zuzahlung 50 Pfennig pro Rezept.Heute lasse ich schon mal 60 Euro in der Apotheke liegen.

In einer Notaufnahme wurde der Patient durch einen Arzt versorgt, der den Patienten erst nach hause entließ, wenn er sich absolut sicher war oder der Patient auf eigenen Wunsch die Klinik verlassen wollte.

Heute gibt es für alle Bereiche sozusagen Abteilungen.
Ich schätze mal den Personalbedarf auf das 10fache.Man darf die Personen im Hintergrund nicht außen vor lassen.
Abt. Kundenbetreuung, Abt. Revisionen, Abt. Bezüge, Abt. für Kuraufenthalte, ( Krankengeld ) Abt. Pflegeversicherung und so weiter.

Man sieht diese Strukturen wenn man im EG der Kasse steht und
den Wegweiser studiert.

Ich stelle in den Raum, diese Leute werden mit unseren Beiträgen bezahlt.

Da kann man schon mal verstehen, dass heute in der Grundversorgung eingespart werden muß.

Noch ein Hinweis, auf die 25 bis 30 Prozent ...

Es mussten bisher alle Untersuchungen gemacht werden, wahrscheinlich sogar teurer als wenn diese sofort in der Notaufnahme gemacht worden wären.

Dazu kommen noch interne Kosten 2fach für die Anmeldungen und
logischerweise die Untersuchungen bei den Besuchen der Notaufnahme, die MRT - Kosten mit Abrechnung des Facharztes.Kosten für Einweisung in Fachklinik, Hausarztkosten nicht zu vergessen. Alle Beteiligten haben im Rahmen der Gebührenordnung ihre Diagnoseberichte erstellt und kriegen Geld von der Kasse.

Auf Grund dieser Geldverschwendung würde sich ein Beitrag in der Größenordnung wie von Havenary genannt 25 - 30 Prozent auf jeden Fall leichter begründen lassen als mit teuer zu kaufender Gründlichkeit in einer Notaufnahme.

Ich möchte dazu noch sagen, hier geht es nicht um Sparmaßnahmen um Versichertenbeiträge stabil zu halten.

Hier geht es, wie in einem Witschaftsunternehmen üblich um Budgetierung, was aber nur heisst, Verlagerung von real entstandenen Kosten in verschiedene Abteilungen, damit
die Steigerungen auch dort belegt werden können, wie sie für eine Argumentation gegenüber Dritten notwendig ist.

Dafür ist auch schon wieder eine neue Abteilung in der Krankenkassenverwaltung geboren worden.

Neudeutsch Controlling genannt. Und wenn ich dann auch noch die Blümchen von Havenary einrechnen muß, vielleicht brauchen die KKs auch noch eine Abteilung für Auslieferung und Pflege derselben.

schönen abend noch.

 

 

 

 

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Da hilft nur einen spezialisterten Anwalt aufzusuchen. Man hat Deine Frau aus irgendwelchen Gründen nicht ernst genommen. Ihr könnt wirklich froh sein, dass sie noch laufen kann. Bei mir wurde ein Behaldungsfehler erst 5 Jahre später entdeckt -.- da hat man keine Aussichten mehr, da so viel Zeit dazwischen liegt und man nicht mehr nachweisen kann, dass der Schaden damals bereits bestand und nicht durch einen neuen Unfall passiert ist.

Viel Glück


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