Frage von Moriaa,

Behandlungsfehler Gutachten - kann ich Widerspruch einlegen?

Ich habe vor einigen Monaten die Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht wegen starkem Verdacht auf einen Behandlungsfehler angeschrieben. Selbst mein Hausarzt teilt meine Meinung bezüglich eines ärztlichen Behandlungsfehlers mit mir. Die Gutachterkommission befindet das Handeln der Ärztin jedoch für ausreichend und sieht keinen Behandlungsfehler.

Meine Frage an alle, die sich schon mal an die Gutachterkomission gewendet haben oder sich juristisch auskennen: habe ich eine Möglichkeit, gegen das Gutachten Widerspruch einzulegen, damit vielleicht ein anderer Mediziner erneut ein Gutachten erstellt?

Mir bleibt leider nur der Weg über die Gutachterkommission der Ärztekammer, für den gerichtlichen Weg habe ich kein Geld und ich glaube nicht, dass mir Gerichtskostenbeihilfe für einen evtl. jahrelangen Prozess gegen die Ärztin einen Teil der Kosten übernimmt.

Danke für eure Antworten im Vorraus!

Antwort von Ally32,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Kenne eine ähnliche Situation und meine Krankenkasse hat mich dabei sehr unterstützt. Wende Dich mal an Deine, vielleicht können die DIr weiterhelfen. Wünsch Dir viel Glück

Kommentar von Moriaa,

ich werd's bei der Krankenkasse versuchen. Danke!

Antwort von andreas48,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

das wird ein langer und teurer Weg ohne Rechtsschutzversicherung....

und die Erfolgsaussichten sind sehr minimal..

Kommentar von Nellina,

DH, bin ganz Deiner Meinung! Aber einer Versuchung waere es wert. Einfach mal alle Tueren anklopfen

Kommentar von Moriaa,

Das es per Gericht teuer wird, ist mir klar, deswegen fällt diese Option weg. Es ging mir jetzt eigentlich nur um die Gutachterkomission selbst. Trotzdem danke!

Antwort von Isartaucher,

Grundsätzlich ist es so, dass du nachweisen musst, dass ein Behandlungsfehler vorlag. Die Gutachterkommission wird den betreffenden Arzt vorgeladen und zu deinem Fall befragt haben. Wenn sich aus den vorliegenden Krankenakten kein Hinweis auf pflichtwidriges Verhalten entnehmen lässt, wird das Verfahren meist eingestellt. Nun musst du, wenn du anderer Meinung bist, beweisen, dass trotzdem ein Behandlungsfehler vorlag. Ohne einen weiteren Gutachter ist das kaum möglich, aber auch dann steht i.d.R. Gutachten gegen Gutachten, und in einem Prozess muss mit weiteren Gutachten geklärt werden, ob ein Fehler vorlag. Insgesamt ein langer, teurer und vor allem unsicherer Weg.

Eine Beweislastumkehr kommt dagegen nur dann zum Tragen, wenn keine ausreichende Dokumentation durchgeführt wurde. In diesem Falle muss der behandelnde Arzt beweisen, dass er keinen Fehler gemacht hat.

Auf jeden Fall solltest du erst einmal Widerspruch gegen die Entscheidung der Gutachterkommission einlegen.

Kommentar von Moriaa,

Meiner Meinung nach wurde ja nichtmal sorgfältig dokumentiert, aber das wollen die ja nicht hören. Mein Hausarzt schüttelt nur mit dem Kopf, wenn er die Dokumentation in meiner Krankenakte sieht... aber wie gesagt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus...

Kommentar von Isartaucher,

P.S.: Lege am besten umgehend einen formlosen, unbegründeten Widerspruch ein, eine Begründung kannst du meistens nachreichen.

Kommentar von Moriaa,

ich werd's versuchen

Antwort von freeway111,

frag mal newcomer der ist auch jeden tag mehrmals auf dieser seite. er hat das selbst schonmal gemacht und gewonnen. er hilft dir gern weiter

Kommentar von freeway111,

jetzt ist er gerade hier

Kommentar von Moriaa,

Ich kenne mich hier leider noch nicht so aus. Wie kann ich ihn denn kontaktieren?

Kommentar von newcomer,

bei mir hat sich damals ein Arzt für mich eingesetzt und gegen einen Chefarzt eines Krankenhauses prozessiert. Du brauchst ein Gegengutachten oder deinen Hausarzt, der für dich spricht

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