Frage von MwieMatthias, 156

Behalten Abtreibung infos?

Hallo
Meine Freundin und ich reden momentan sehr viel über das Thema Schwangerschaft und Kinder. Wir sind 16 und 17 also eig nicht das Alter für solche Gedanken.
In der Theorie sieht es so aus das sie ein Kind behalten wöllte ich hingegen wäre dagegen.
Für sie kommt eine Abtreibung nicht in frage wegen dem was halt darüber gesagt wird.
Natürlich habe ich für meine Meinung auch Argumente:
1. müsste sie die Schule abbrechen in der 10. klasse
2. wer nimmt dann eine so 18-20 jährige mit Kind und ohne Abschluss?
3. finanziell wäre es auch sehr schwer
4. haben wir wahrscheinlich nicht die Unterstützung von ihren Eltern (warum? : privat)
5. schaffen wir diese Herausforderung überhaupt?
Das sind ja schließlich 18 Jahre mindestens die diese Entscheidung mit sich bringt

Ja das waren meine HAUPTgründe
Vielleicht kann mir wer auch was über Abtreibung erzählen, was Möglichkeiten etc. angeht aber auch Erfahrungen gute wie schlechte

Seh vielleicht etwas falsch?
Was könnt ihr dazu sagen außer "abtreiben ist mord" etc das ist meiner Meinung nach Ansichtssache.

Betreff: Gutefrage

Danke

Antwort
von Rockige, 48

Das Pro und Contra überlasse ich den direkt Betroffenen in ihrer eigenen persönlichen Situation, ich habe nicht darüber zu urteilen.

Allerdings: Würde sie jetzt, mit 16 schwanger werden, dann könnte sie noch bequem die 10te Klasse bestehen und so zumindest den Realschulabschluss bekommen (wenn ich mich recht erinnere ist man mit ca 16 Jahren in der zehnten Klasse?).

Eine Ausbildung ist sooo schwer nun auch nicht zu finden, selbst wenn man alleinerziehend wäre. Man müsste sich eben nur informieren überall und nach Betreuungsmöglichkeiten suchen. Klar, die Möglichkeiten der Ausbildungen wären dann unter Umständen eingeschränkt, aber es würde sicherlich funktionieren. Zumindest wenn man den Willen und die Kraft hat dafür.

"Wer würde schon eine 18jährige Alleinerziehende nehmen" klingt nach "Wenn das Kind ausgetragen wird bin ich weg hier". Wäre dies deine Einstellung? Wenn ja, dann verhütet lieber doppelt und dreifach.

Zusätzlich ist ein Kind in diesem Alter kein Hinderungsgrund, nicht für alle Männer. Es gibt immer mal den einen oder anderen Mann dem es nichts ausmacht wenn die Angebetete ein oder mehrere Kinder aus einer früheren Beziehung hat. Und "minderwertig" wäre sie dadurch auch nicht. Denn wenn man sich in dem jungen Alter für das Austragen und Behalten des Kindes entscheidet - obwohl die Familie nicht vorhanden ist/ sich abgewendet hat - und dann auch noch den Spagat zwischen Ausbildung und Mutterschaft/ Haushalt hinbekommt, dann zeigt man damit das man stark ist/ organisieren kann/ sich nicht unterkriegen lässt.

Finanziell ist es immer schwer. Ein Kind kostet vom ersten Lebenstag an. Die Grundausstattung, die Pflegeprodukte, dei Nahrung, die Medikamente, die Kleidung, die Windeln, das Spielzeug, Fördermaßnahmen, Spritgeld/ Busgeld um das Kind hierhin oder dorthin zu bringen, Wünsche des Kindes, ... um nur einige wenige Faktoren zu nennen. Es ist immer ein ordentlicher Batzen Geld der jeden Monat dadurch verbraucht wird. Allerdings ists dennoch machbar. Auch wenn die Familie/ der Erzeuger sich raushalten. Es gibt Möglichkeiten, man kann Hilfe suchen und dann erhalten, die ersten Anschaffungskosten können auch niedrig gehalten werden durch Secondhand-Ware (durchaus vernünftig für mindestens die ersten Babymonate).

Ob man die Herausforderung Kind schafft, das wissen nicht mal 40jährige Erwachsene die seit 20 Jahren im Berufsleben stehen, ein Eigenheim besitzen und vielleicht sogar einen sozialen Beruf ausüben. Verstehst, das ist etwas das man nicht so wirklich vorplanen kann. Man "stolpert" in den Ist-Zustand hinein und fängt an sich durchzukämpfen, gewinnt an Erfahrung. Mancher scheitert und mancher schafft es.

Kommentar von MwieMatthias ,

Vielen Dank

Antwort
von carn112004, 27

Erstmal, es ist sehr, sehr gut, dass ihr euch über das Thema unterhalten könnt.

Rein statistisch erlebt ca. jede 6. Frau in ihrem Leben eine ungeplante Schwangerschaft (andere Zahlen sind noch höher, aber das sind die besten Zahlen aus D und in anderen Ländern sind die Sitten im "Verkehr" vielleicht anders). Wenn du also deiner Angebeteten treu bis ans Ende deiner Tage sein willst (hoffentlich), dann ist die Chance 1 zu 6 (also so, wie wenn man eine 6 auf einem Würfel würfelt), dass sie eines Tages mit einem positiven Schwangerschaftstest vor dir stehen wird, obwohl ihr das beide nicht beabsichtigt habt. (Und ja, dass ist die Wahrscheinlichkeit die sich beim heutigen Angebot von Verhütungsmitteln ergibt; etwa die Hälfte der ungeplanten Schwangerschaften ergeben sich, obwohl die Frau davon ausgeht, richtig verhütet zu haben.)

Da dieses Ereignis mit einer doch recht hohen Wahrscheinlichkeit eintreten kann, ist es gut, wenn ihr euch bereits vorher Gedanken machen könnt, denn die konkrete Situation ist dann häufig emotional und stressig.

"Seh vielleicht etwas falsch?
Was könnt ihr dazu sagen außer "abtreiben ist mord" etc das ist meiner Meinung nach Ansichtssache. "

Knapp formuliert siehst du falsch, dass es Ansichtssache ist. Zwar ist Abtreibung kein Mord und wird im Allgemeinen nicht bestraft, aber das liegt nicht daran, dass ungeborene kein Recht auf Leben hätten, sondern daran, dass das ganze als Mord ahnden (oder auch als etwas geringeres bestrafen) weder als wirksam noch als in irgendeiner Weise mit der Gleichberechtigung von Frauen vereinbar angesehen ist.

Also vereinfacht gesagt, Abtreibungen werden nicht geduldet, weil nichts dabei wäre, sondern weil man Frauen einfach kein Austragen einer Schwangerschaften aufzwingen will.

Das heißt aber auch, wenn deine Freundin dieses Austragen freiwillig schultern will, ist der einzige Grund warum man Abtreibung tolerieren sollte, hinfällig.

Deshalb wäre es falsch von dir, eine Abtreibung im Ernstfall zu fordern/zu verlangen. Denn die ganzen Probleme, die du nennst, sind kein Grund eine Abtreibung zu tolerieren/zu fordern. Sondern "Grund" ist nur, wenn es von der Frau her nicht anders geht.

Noch ein Belege, damit du weißt, dass ich keinen Blödsinn rede:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Das ist das jüngere von zwei Urteilen des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Abtreibung. Die ersten 3 Leitsätze (Leitsätze sind sozusagen die aus Sicht der Richter allerwichtigsten Aussagen) sind:

"1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.
2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner
Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr
einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die
grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das
grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die
grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar
verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes."

Wie das Gericht festgestellt hat (und genau zu sowas ist das BVerfG befugt) haben ungeborene Menschenwürde und das Recht auf Leben. Und Schwangere, ob gewollt oder nicht, haben sogar eine Pflicht zum Austragen. (So gesehen ist deine Freundin also eine oberbrave Bürgerin, die ihre Pflicht zum Austragen erfüllen wollen würde)

Im Leitsätzen 7 und folgende (vor allem 11) kommt dann noch der Teil, dass man aber diese Pflicht zum Austragen nicht mit Haftstrafen durchsetzen will, weil es "unklug" erscheint:

"7. Grundrechte der Frau tragen nicht so weit, daß
die Rechtspflicht zum Austragen des Kindes - auch nur für eine bestimmte
Zeit - generell aufgehoben wäre. Die Grundrechtspositionen der Frau
führen allerdings dazu, daß es in Ausnahmelagen zulässig, in manchen
dieser Fälle womöglich geboten ist, eine solche Rechtspflicht nicht
aufzuerlegen. Es ist Sache des Gesetzgebers, solche Ausnahmetatbestände
im einzelnen nach dem Kriterium der Unzumutbarkeit zu bestimmen. Dafür
müssen Belastungen gegeben sein, die ein solches Maß an Aufopferung
eigener Lebenswerte verlangen, daß dies von der Frau nicht erwartet
werden kann (Bestätigung von BVerfGE 39, 1 [48 ff.]).
"

"11. Dem Gesetzgeber ist es verfassungsrechtlich
grundsätzlich nicht verwehrt, zu einem Konzept für den Schutz des
ungeborenen Lebens überzugehen, das in der Frühphase der Schwangerschaft
in Schwangerschaftskonflikten den Schwerpunkt auf die Beratung der
schwangeren Frau legt, um sie für das Austragen des Kindes zu gewinnen,
und dabei auf eine indikationsbestimmte Strafdrohung und die
Feststellung von Indikationstatbeständen durch einen Dritten verzichtet.
"

Wenn deine Freundin also glaubt, eine ungeplante Schwangerschaft und Mutterschaft mit 16, 17 oder 18 schultern zu können, dann ist es vollkommen richtig von ihr, sich gegen eine Abtreibung zu entscheiden; es kommt nur darauf an, ob sie damit zu Recht kommt.

(Ich werde noch in zwei Kommentaren die Leitsätze des BVerfG Urteils vollständig zitieren, da hier bei gutefrage einige Nullen rumgeistern, die meinen ich hätte durch Angabe von nur einigen Leitsätzen unzureichend zitiert.)

Kommentar von carn112004 ,

1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.


2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner
Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr
einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die
grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das
grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die
grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar
verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes.


4. Der Schwangerschaftsabbruch muß für die ganze Dauer der
Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen und demgemäß
rechtlich verboten sein (Bestätigung von BVerfGE 39, 1 [44]). Das
Lebensrecht des Ungeborenen darf nicht, wenn auch nur für eine begrenzte
Zeit, der freien, rechtlich nicht gebundenen Entscheidung eines
Dritten, und sei es selbst der Mutter, überantwortet werden.


5. Die Reichweite der Schutzpflicht für das ungeborene menschliche Leben
ist im Blick auf die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des zu
schützenden Rechtsguts einerseits und damit kollidierender Rechtsgüter
andererseits zu bestimmen. Als vom Lebensrecht des Ungeborenen berührte
Rechtsgüter kommen dabei - ausgehend vom Anspruch der schwangeren Frau
auf Schutz und Achtung ihrer Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) - vor
allem ihr Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2
GG) sowie ihr Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG) in Betracht.
Dagegen kann die Frau für die mit dem Schwangerschaftsabbruch
einhergehende Tötung des Ungeborenen nicht eine grundrechtlich in Art. 4
Abs. 1 GG geschützte Rechtsposition in Anspruch nehmen.


6. Der Staat muß zur Erfüllung seiner Schutzpflicht ausreichende
Maßnahmen normativer und tatsächlicher Art ergreifen, die dazu führen,
daß ein - unter Berücksichtigung entgegenstehender Rechtsgüter -
angemessener und als solcher wirksamer Schutz erreicht wird
(Untermaßverbot). Dazu bedarf es eines Schutzkonzepts, das Elemente des präventiven wie des repressiven Schutzes miteinander verbindet.


7. Grundrechte der Frau tragen nicht so weit, daß die Rechtspflicht zum
Austragen des Kindes - auch nur für eine bestimmte Zeit - generell
aufgehoben wäre. Die Grundrechtspositionen der Frau führen allerdings
dazu, daß es in Ausnahmelagen zulässig, in manchen dieser Fälle
womöglich geboten ist, eine solche Rechtspflicht nicht aufzuerlegen. Es
ist Sache des Gesetzgebers, solche Ausnahmetatbestände im einzelnen
nach dem Kriterium der Unzumutbarkeit zu bestimmen. Dafür müssen
Belastungen gegeben sein, die ein solches Maß an Aufopferung eigener
Lebenswerte verlangen, daß dies von der Frau nicht erwartet werden kann
(Bestätigung von BVerfGE 39, 1 [48 ff.]).


8. Das Untermaßverbot läßt es nicht zu, auf den Einsatz auch des
Strafrechts und die davon ausgehende Schutzwirkung für das menschliche
Leben frei zu verzichten.


9. Die staatliche Schutzpflicht umfaßt auch den Schutz vor Gefahren, die
für das ungeborene menschliche Leben von Einflüssen aus dem familiären
oder weiteren sozialen Umfeld der Schwangeren oder von gegenwärtigen und
absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie ausgehen
und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken.


10. Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat ferner, den rechtlichen
Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu
erhalten und zu beleben.

Kommentar von carn112004 ,

11. Dem Gesetzgeber ist es verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht
verwehrt, zu einem Konzept für den Schutz des ungeborenen Lebens
überzugehen, das in der Frühphase der Schwangerschaft in
Schwangerschaftskonflikten den Schwerpunkt auf die Beratung der
schwangeren Frau legt, um sie für das Austragen des Kindes zu gewinnen,
und dabei auf eine indikationsbestimmte Strafdrohung und die
Feststellung von Indikationstatbeständen durch einen Dritten verzichtet.


12. Ein solches Beratungskonzept erfordert Rahmenbedingungen, die
positive Voraussetzungen für ein Handeln der Frau zugunsten des
ungeborenen Lebens schaffen. Der Staat trägt für die Durchführung des
Beratungsverfahrens die volle Verantwortung.


13. Die staatliche Schutzpflicht erfordert es, daß die im Interesse der
Frau notwendige Beteiligung des Arztes zugleich Schutz für das
ungeborene Leben bewirkt.


14. Eine rechtliche Qualifikation des Daseins eines Kindes als
Schadensquelle kommt von Verfassungs wegen (Art. 1 Abs. 1 GG) nicht in
Betracht. Deshalb verbietet es sich, die Unterhaltspflicht für ein Kind
als Schaden zu begreifen.


15. Schwangerschaftsabbrüche, die ohne Feststellung einer Indikation
nach der Beratungsregelung vorgenommen werden, dürfen nicht für ge-rechtfertigt
(nicht rechtswidrig) erklärt werden. Es entspricht unverzichtbaren
rechtsstaatlichen Grundsätzen, daß einem Ausnahmetatbestand
rechtfertigende Wirkung nur dann zukommen kann, wenn das Vorliegen
seiner Voraussetzungen unter staatlicher Verantwortung festgestellt
werden muß.


16. Das Grundgesetz läßt es nicht zu, für die Vornahme eines
Schwangerschaftsabbruchs, dessen Rechtmäßigkeit nicht festgestellt wird,
einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu
gewähren. Die Gewährung von Sozialhilfe für nicht mit Strafe bedrohte
Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung in Fällen
wirtschaftlicher Bedürftigkeit ist demgegenüber ebensowenig
verfassungsrechtlich zu beanstanden wie die Fortzahlung des
Arbeitsentgelts.


17. Der Grundsatz der Organisationsgewalt der Länder gilt
uneingeschränkt, wenn eine bundesgesetzliche Regelung lediglich eine von
den Ländern zu erfüllende Staatsaufgabe vorsieht, nicht jedoch
Einzelregelungen trifft, die behördlich-administrativ vollzogen werden
könnten.

Antwort
von armeskaenguru, 43

Hallo

Wie ich das verstehe, besteht momentan keine Schwangerschaft und sie verhütet mit der Pille. Da kannst Du natürlich nicht sicher sein, ob sie diese nimmt oder weglässt.

Deine Gründe sind sicher nachvollziehbar. Andererseits ist es die Frau, die entscheidet.

Somit solltet ihr den Punkt, wann Ihr Kinder möchtet, weiter besprechen und Du solltest unter Umständen doppelt verhüten, wenn Du noch zuwarten möchtest.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von DundF, 14

Die Herausfordernung mit Kind ist zu schaffen, denn alle Eltern müssen erst in ihre neue Aufgabe hineinwachsen. Junge Eltern haben ihre Vorteile. Wegen einem Kind muß keine Schule abgebrochen werden, da kann ein Weg gefunden werden, dies miteinander zu vereinbaren. Es mag finanziell nicht immer leicht sein, aber es ist machbar. Wenn die Eltern nicht zur Verfügung stehen gibt es auch Ersatz-Großeltern oder Tagesmütter, Krippen oder Kitas.

Antwort
von JanRuRhe, 63

Bitte bedenkt auch eins - es wird Leben getötet. Aber die Natur ist auch grausam....
Eins sollte man bedenken: die Situation einer ungewollten Schwangerschaft ist immer schon äußerst schwierig um nicht besch;ssen zu sagen. Bitte denkt über folgende Möglichkeit nach: Man kann das Kind auch austragen und zur Adoption freigeben. Ein Neugeborenes findet ganz schnell neue Eltern, die sonst kinderlos blieben. Und die biologische Mutter kann später Kontakt aufnehmen etc und rennt nicht das ganze Leben lang mit schlechtem Gewissen herum.
Ich wünsche Euch dass ihr wenn ihr wollt Kinder in einer schönen Umgebung bekommt und großziehen könnt.

Kommentar von MwieMatthias ,

Danke für die Antwort :)

Kommentar von JanRuRhe ,

Gerne :-)

Kommentar von annemarie37 ,

Ein Kind zur Adoption wegzugeben ist mit deutlich mehr psychischen Folgen belastet als ein früher Schwangerschaftsabbruch.

Antwort
von larry2010, 62

die  frage ist, ob eine schwangerschaft vorliegt, in dme fall würde ich eine beratung bei pro familia empfehlen.

dann weiss man auch, was man für unterstützung bekommen kann

Antwort
von annemarie37, 22

Also erstens finde ich es gut, dass ihr zusammen darüber redet und vor allem, dass sie offenbar, wie du schreibst, die Pille nimmt. Noch sicherer wäre Pille + Kondom. Nun schreibst du aber:

Für sie kommt eine Abtreibung nicht in frage wegen dem was halt darüber gesagt wird.

Was wird denn "darüber gesagt"? Es gibt dazu viele blöde Sprüche. Dadurch sollte sie sich nicht beeinflussen lassen, sondern sich seriös informieren. Weder solche Foren wie hier noch gewisse Websites der Abtreibungsgegner sind dazu die beste Quelle. Vielleicht könntet ihr mal zusammen in eine neutrale Beratungsstelle gehen und euch dort informieren lassen (z.B. Pro Familia). Oder auf einer Website, die so sachlich wie möglich informiert. Z.B. www.svss-uspda.ch Das ist von der Grundhaltung her klar eine proChoice Website, aber sie gibt über die Sachfragen objektive Information.

Eine ungewollte Schwangerschaft kann in jedem Frauenleben vorkommen. Keine braucht sich zu schämen, wenn sie in einem solchen Moment nicht bereit ist, Mutter zu werden und sich zum Abbruch entscheidet. Das ist ihr gutes Recht. Klar kann man es schaffen, mit 16 ein Kind zu bekommen, aber es ist doch ziemlich belastend. Das weiss sie ja selbst, so wie du auch.

Kommentar von MwieMatthias ,

Danke für deine Antwort. 👍

Kommentar von ditchwich ,

Genau. Nicht "was gesagt wird" ist relevant, sondern das, was sie selbst möchte, in einem solchen Fall - der hoffentlich dank der angewendeten Verhütung nicht eintritt. Aber eben, Verhütung kann auch mal versagen, sogar wenn sie korrekt angewendet wird.

Antwort
von Allexandra0809, 45

Wenn Ihr jetzt ein Baby erwarten würdet, so stünde Euch auf jeden Fall Hilfe zu, die Ihr auch in Anspruch nehmen könnt. Beispielsweise bei ProFamilia kann Euch hierzu alles gesagt werden, was Ihr wissen müsst.

Schade finde ich, dass Ihr keine Unterstützung von den Eltern erhalten werdet. Das wäre nämlich eine große Erleichterung für Euch. Deine Freundin müsste nicht unbedingt die Schule abbrechen, vielleicht unterbrechen und in einem Jahr weitermachen.

Auch ich bin nicht für eine Abtreibung. Wenn eine meiner Töchter schon sehr früh ein Kind bekommen hätte, so wäre ich zwar nicht begeistert gewesen, aber es wäre auch groß geworden.

Trotzdem ist Verhütung immer noch die beste Methode.

Kommentar von MwieMatthias ,

Danke Verhütung durch Pille besteht

Kommentar von Allexandra0809 ,

Das ist doch schon mal gut. Ich wünsche Euch, dass Ihr nie vor der Entscheidung stehen müsst.

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