Frage von Cimi01, 49

Beginn eines Buches?

Ich möchte ein Buch schreiben und gerade für den Anfang ist es schwer ich hab ein Thema und weiß wie es beginnen soll aber die Worte fehlen. Ich kann ja nicht wie im märchen schreiben : Es war einmal... Wer den Anfang eines prologs weiß kanns gleich Bitte dazuschreiben.

Antwort
von ArnoldBentheim, 26

Einen Prolog? Hier ein hochberühmtes Beispiel:

Prolog im Himmel

/Der Herr. Die himmlischen Heerscharen. Nachher Mephistopheles. Die drei Erzengel treten vor.)

RAPHAEL. Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Weltgesang, Und ihre vorgeschriebne Reise vollendet sie mit Donnergang. Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, wenn keiner sie ergründen mag; die unbegreiflich hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag.

GABRIEL. Und schnell und unbegreiflich schnelle Dreht sich umher der Erde Pracht; es wechselt Paradieseshelle mit tiefer, schauervoller Nacht; es schäumt das Meer in breiten Flüssen am tiefen Grund der Felsen auf, und Fels und Meer wird fortgerissen in ewig schnellem Sphärenlauf.

MICHAEL. Und Stürme brausen um die Wette, vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer, und bilden wütend eine Kette der tiefsten Wirkung rings umher. Da flammt ein blitzendes Verheeren dem Pfade vor des Donnerschlags; doch deine Boten, Herr, verehren das sanfte Wandeln deines Tags.

Zu DREI. Der Anblick gibt den Engeln Stärke, da keiner dich ergründen mag, und alle deine hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag.

MEPHISTOPHELES. Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst und fragst, wie alles sich bei uns befinde, und du mich sonst gewöhnlich gerne sahst, so siehst du mich auch unter dem Gesinde. Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt; mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen, hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt. Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu sagen, ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen. Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag, und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig besser würd' er leben, hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben; er nennt's Vernunft und braucht's allein, nur tierischer als jedes Tier zu sein. Er scheint mir, mit Verlaub von Euer Gnaden, wie eine der langbeinigen Zikaden, die immer fliegt und fliegend springt und gleich im Gras ihr altes Liedchen singt; und läg' er nur noch immer in dem Grase! In jeden Quark begräbt er seine Nase.

DER HERR. Hast du mir weiter nichts zu sagen? Kommst du nur immer anzuklagen? Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?

MEPHISTOPHELES. Nein, Herr! Ich find' es dort, wie immer, herzlich schlecht. Die Menschen dauern mich in ihren Jammertagen, ich mag sogar die armen selbst nicht plagen.

DER HERR. Kennst du den Faust?

MEPHISTOPHELES. Den Doktor?

DER HERR. Meinen Knecht

MEPHISTOPHELES. Fürwahr! Er dient Euch auf besondre Weise. Nicht irdisch ist des Toren Trank noch Speise. Ihn treibt die Gärung in die Ferne, er ist sich seiner Tollheit halb bewußt; vom Himmel fordert er die schönsten Sterne und von der Erde jede höchste Lust, und alle Näh' und alle Ferne befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.

DER HERR. Wenn er mir jetzt auch nur verworren dient, so werd' ich ihn bald in die Klarheit führen. Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt, daß Blüt' und Frucht die künft'gen Jahre zieren.

MEPHISTOPHELES. Was wettet Ihr? Den sollt Ihr noch verlieren, wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt, ihn meine Straße sacht zu führen!

DER HERR. Solang' er auf der Erde lebt, solange sei dir's nicht verboten. Es irrt der Mensch, solang' er strebt.

MEPHISTOPHELES. Da dank' ich Euch; denn mit den Toten hab' ich mich niemals gern befangen. Am meisten lieb' ich mir die vollen, frischen Wangen. Für einen Leichnam bin ich nicht zu Haus, mir geht es wie der Katze mit der Maus.

DER HERR. Nun gut, es sei dir überlassen! Zieh diesen Geist von seinem Urquell ab, und führ' ihn, kannst du ihn erfassen, auf deinem Wege mit herab, und steh beschämt, wenn du bekennen mußt: Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt.

MEPHISTOPHELES. Schon gut! Nur dauert es nicht lange. Mir ist für meine Wette gar nicht bange. Wenn ich zu meinem Zweck gelange, erlaubt Ihr mir Triumph aus voller Brust. Staub soll er fressen, und mit Lust, wie meine Muhme, die berühmte Schlange.

DER HERR. Du darfst auch da nur frei erscheinen; ich habe deinesgleichen nie gehaßt. Von allen Geistern, die verneinen, ist mir der Schalk am wenigsten zur Last. Des Menschen Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh; drum geb' ich gern ihm den Gesellen zu, der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen. - Doch ihr, die echten Göttersöhne, Erfreut euch der lebendig reichen Schöne! Das Werdende, das ewig wirkt und lebt, umfass' euch mit der Liebe holden Schranken, und was in schwankender Erscheinung schwebt, befestiget mit dauernden Gedanken.

(Der Himmel schließt, die Erzengel verteilen sich.)

MEPHISTOPHELES (allein.) Von Zeit zu Zeit seh' ich den Alten gern, und hüte mich, mit ihm zu brechen. Es ist gar hübsch von einem großen Herrn, so menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.

Ein genial-perfekter Prolog!

MfG

Arnold

Antwort
von Sophilinchen, 21

Du kannst z.B. Mittendrinnen anfangen,mit einem einfachen Satz wie :" Der Himmel war blau als sie die Augen aufschlug..." Du weisst schon was ich meine:)) Oder du prophezeist was im Buch passiert. Es gibt Bücher bei denen der erste Satz das ganze Buch beschreibt...ist aber schwer. Oder du stellst dich sozusagen als Erzähler vor:" Was ich erlebt habe,ereignete sich vor soundso vielen Tag am Ort blakecks...

Antwort
von lolli50, 20

Ich habe auch mal angefangen ein Buch zu schreiben. Dabei habe ich als Prolog einfach eine spannende Handlung ausgewählt, in die man einfach so hereinplatzt. Bei mir ist es ein Traum, den die Hauptperson einige Jahre vor dem eigentlichen Handlungszeitpunkt träumte und auf den die weitere Geschichte aufbaut

Vielleicht kennst du den zweiten Teil der Bis(s) Reihe. Dort ist der Anfang eine Textstelle, die später im Buch noch vorkommt, aber den Leser unheimlich neugierig macht.

Antwort
von lamarle, 24

Es gibt den filmischen Beginn - wie im Film beschreibst Du erst mal die Umgebung, oder den Weg in ein Haus etc, oder Du beginnst gleich mitten in einer Handlung: Er öffnete die Tür und blieb plötzlich stehen, denn was er dahinter sah, war einfach grauenhaft. Du kannst auch mit einem Dialog einsteigen: "Ich will Dich nie wieder sehen", sagte sie. "Warum?" fragte er. Und noch einmal: "Warum?"

Antwort
von DerStift100, 27

Vielleicht könntest du mit einem Flashback beginnen oder , indem du die Gedanken des Protagonistens beschreibst.

Antwort
von Otilie1, 49

vielleicht kannst du die stimmung am anfang beschreiben, z.b. der nebel kam aus dem tal hinauf........  ich hoffe du weisst was ich meine

Kommentar von Cimi01 ,

Gute Idee meine Welt ist darin düster aber meine Hauptperson hat ein FantasieLand erreicht von dem keiner weiß und auch nie wissen wird (sie ist sehr streng,hinterhältig und auch ziemlich gemein) Dankeschön 😊👍

Antwort
von Steffile, 43

Liest du nie Buecher?! 

Kommentar von Cimi01 ,

Klar sogar oft aber ehr weniger die art die ich schreibe. Außerdem wird das mein 1.Buch und ich möchte ja auch nicht dir ganze Zeit gucken was andere Autoren geschrieben haben.

Kommentar von lupoklick ,

"andere Aitoren"........ ***kicher***  ROFL ;-)))

Kommentar von lupoklick ,

Autoren ....

Kommentar von Steffile ,

Und du faendest Vorschlaege aus dem Volk besser?... :)

Lass doch erstmal den Anfang, wenn der dich aufhaelt, den kannst du spaeter auch noch einfuegen, wenn dir die Struktur des Buchs klarer ist.

Antwort
von lesemausie, 11

Der Anfang eines Buches ist eh immer das schwerste, da er den Leser ja fesseln und dazu bewegen soll weiter zu lesen... Ich würde mit etwas Anfangen, dass ein paar Fragen aufwirft, zum Beispiel einem Streit. Man fragt sich dann warum diejenigen Streiten und wer es überhaupt ist und liest automatisch weiter :)

Hoffe ich konnte dir helfen :)

Kommentar von Cimi01 ,

Ja das ist nicht schlecht aber bei mir würde es so anfangen das die Stadt ziemlich düster ist und eine traurige und deprimierende welt. Ich kann ja dann die verlassenheit beschreiben oder ist das zu "normal "

Kommentar von lesemausie ,

Nein das ist auch gut :) Das wirft ja auch fragen auf...

Antwort
von lupoklick, 24

Hast du denn schon einmal ein Buch GELESEN?  

Kommentar von Cimi01 ,

Ließ das letzte Kommentar und meine Antwort dazu

Kommentar von lupoklick ,

"Ließ ??? das letzte Kommentar"  AUTSCH ....

---- was soll denn das? - ist es "doits" ???

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