Begegnungsunfall Pkw und Motoorad in einer Kurve, Schuldfrage?

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8 Antworten

Wenn der Unfallpunkt auf der entgegengesetzten Fahrbahn ist, ist wohl dein Mann schuld. Wenn man dazu noch bedenkt, das der PKW bereits rechts von der Fahrbahn auf den Schotter ausgewichen ist, war dein Mann wohl derjenige, der den PKW geschnitten hat. Die Poizei hat den Unfall doch aufgenommen, normalerweise wird dann anhand von Bildern und Zeichnungen dokumentiert wo sich welches Fahrzeug befunden hat.

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Kommentar von kikichen16
21.06.2016, 12:04

hallo,

es war gar keine richtige Schräglage vorhanden. Es geht hier um Choper und nicht um Rennmaschinen. Auch war mein Mann nicht schnell. Die Kurve läd geradezu zum Schneiden ein. Ich habe mich mal dort eine halbe Stunde postiert und jeder 5. hat die Kurve nicht geschnitten. Er hat die Felge der Fahrzeugs mit dem Trittbrett getroffen. Die einzige Erklärung ist, dass der Pkw die Kurve geschnitten hat, mein Mann durch das Bremsen geradeaus fuhr und der Gegner bereits wieder auf seiner Seite war. Aber das zu beweisen......

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Hallo. Erstmal gute Besserung. Wie wäre es mit einem Fahrlehrer oder vieleicht mit einem ADAC Sachverständigen die Sache zu untersuchen? Frag mal nach bei denen.

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Kommentar von kikichen16
22.06.2016, 09:51

Ja, dankeschön. Ist in Arbeit aber die machen uns wenig Hoffnung, da nur die vorgefundenen Spuren zählen und Niemand nachstellen kann was an Reaktionen passiert sein muss.

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entscheidend ist doch nur auf welcher strassenseite die kollision statt fand. nach deinen angaben war das, von deinem mann aus, auf der gegenfahrbahn.

wenn es so ist, dann trägt dein mann die schuld. du müsstest dann nachweisen, dass diese beurteilung des unfallablaufs falsch ist, was ich für unmöglich halte.

desweiteren interessieren irgendwelche angaben der unfallbeteiligten wenig wenn eindeutig zu identifizierende unfallspuren vorliegen.

es könnte schon sein, dass der pkw-fahrer die kurve geschnitten hat. aber dabei kam es scheinbar nicht zum unfall. ich halte für möglich, dass dein mann überreagiert hat als er den schneidenden pkw sah, wobei er sich verbremste, auf die gegenfahrbahn geriet und dort mit dem pkw kollidierte. der pkw kann durchaus auf dem schotter gefahren sein, weil der fahrer deinem mann möglichst weit nach rechts ausweichen wollte. sollte meine interpretation deiner angaben den unfall korrekt beschreiben, halte ich es für wahrscheinlich, dass dein mann gar nicht hätte bremsen müssen, sondern unfallfrei durch gekommen wäre, in dem er seine linie möglichst rechts gewählt hätte.

wenn deinem mann nicht allzu viel passiert ist, dann spielt die schuldfrage letztlich eine geringe rolle. etwaige finanzielle verluste werdet ihr schon irgendwie wegstecken.

annokrat

 

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Kommentar von kikichen16
22.06.2016, 10:00

Nicht viel passiert? Er liegt seit sieben Wochen im Krankenhaus, ist bereits acht mal operiert worden, kann seinen Fuss wahrscheinlich nie wieder richtig benutzen, sofern er überhaupt dran bleibt. das steht immer noch nicht fest. Als selbständiger Fliesenleger ist das dass Schlimmste, was hätte passieren können. Irgendwie wegstecken..... ja klar.

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Moin,

Dreh- und Angelpunkt der Frage ist, ob Dein Mann - gute Besserung übrigens - zum Kollisionszeitpunkt in seiner Fahrspur war oder nicht. Wenn es auf der Fahrbahn keine Spuren gibt - etwa Unstetigkeiten in Bremsspuren, Sturzspuren o.ä. - kann technisch nicht beantwortet werden, wo die Kollision überhaupt stattgefunden hat.

Somit wäre die Hauptfrage, ob die Polizei solche Spuren gesucht, festgestellt und dokumentiert hat oder nicht. Allein am Schadenbild der beteiligten Fahrzeuge ist das nicht zu klären.

Sucht also - idealerweise mir einem Sachverständigen für Straßenverkehrsunfälle - die Unfallstelle genau nach solchen Spuren ab und dokumentiert diese. Und dies möglichst bald, bevor diese weg sind. Vielleicht habt ihr Glück.

Gruß

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Kommentar von kikichen16
21.06.2016, 14:08

Dankeschön aber das schrieb ich bereits. Laut Spuren ist mein Mann schuld. Er hat aber das Fahrzeug auf seiner Seite gesehen und dann gebremst. Durch das bremsen richtet sich das Motorrad auf und fährt geradeaus. Ab da weiß er Nichts mehr.

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Wenn das Auto schon so weit Rechts war, wird dein Mann vermutlich auf die Gegenfahrbahn gekommen sein. Die Polizei sieht bei solchen Unfällen auch meisten recht eindeutig, wo die Fahrzeuge kollidiert sind.

Ich befürchte daher, das deinem Mann der Unfall eindeutig zur Last gelegt werden kann.

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Kommentar von kikichen16
21.06.2016, 12:06

Das befürchten wir leider auch. Obwohl ich mir sicher bin, dass es nicht so war. Die Kurve war nicht besonders steil von der Seite meines Mannes. Vom der anderen Seite schon. Das heisst, er hat den Pkw zuerst gesehen und reagiert.

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Kommentar von kim294
21.06.2016, 16:25

Warst du dabei oder woher weisst du das?

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Durch die Schräglage bei (schneller gefahrenen) Kurven kann es sein, dass sich zwar die Reifen des Motorrades auf dem eigenen, der Oberkörper des Fahrers etc. sich jedoch auf der Gegenfahrbahn befinden.

Wenn die Ermittlungen am Unfallort abgeschlossen sind und den Unfallhergang eindeutig rekonstruieren lassen (wie Du schreibst), ist es natürlich schwierig, eine "andere Wahrheit" geltend zu machen,

Das einzige, was helfen könnte, wären Zeugenaussagen anderer Verkehrsteilnehmer, die dazu befragt werden können.

Eine Aussage Deines Mannes gegen die des Unfallgegners wird vermutlich bestenfalls 1:1 gewertet.
Wenn dann noch die von Dir erwähnten Erinnerungslücken dazu kommen, hat die Aussage möglicherweise noch weniger Gewicht.

Wie gesagt, ohne Zeugen stelle ich mir eine Umkehr der Schuldfrage in Eurem Fall äußerst schwierig vor.

Grüße, ----->

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Kommentar von kikichen16
21.06.2016, 12:02

hallo,

es war gar keine richtige Schräglage vorhanden. Es geht hier um Choper und nicht um Rennmaschinen. Auch war mein Mann nicht schnell. Die Kurve läd geradezu zum Schneiden ein. Ich habe mich mal dort eine halbe Stunde postiert und jeder 5. hat die Kurve nicht geschnitten. Er hat die Felge der Fahrzeugs mit dem Trittbrett getroffen. Die einzige Erklärung ist, dass der Pkw die Kurve geschnitten hat, mein Mann durch das Bremsen geradeaus fuhr und der Gegner bereits wieder auf seiner Seite war. Aber das zu beweisen......

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Naja wenn dein Mann ( ich wünsche gute Besserung) beim Aufprall auf der Gegenfahrbahn war (habe ich das richtig verstanden?) dann ists wohl ziemlich eindeutig. Noch dazu wenn der PKW sogar das Bankett befahren musste um auszuweichen.


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Wenn beide Fahrer sich an das Rechtsfahrgebot halten, kommt es auch auf einer relativ engen Straße nicht zu Begegnungsunfällen.

Dass der Zusammenstoß auf der für deinen Mann falschen Straßenseite geschah, lässt ja wohl darauf zurück schließen, wer hier die Schuld trägt.

Wenn das überdies noch in einer Kurve geschieht, ist man wahrscheinlich zu schnell in diese Kurve hinein gefahren.

Was eventuell der andere gemacht haben KÖNNTE, ist vollkommen egal. Auf Vermutungen hin ändert niemand die Rechtssprechung.

Dass er bereits auf dem Schotter fuhr, zeigt ja, dass er der Kollision noch ausweichen wollte, weil ihm das Motorrad auf SEINER Seite entgegen kam.

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Kommentar von kikichen16
21.06.2016, 14:02

Sorry, aber es war keine Vermutung. Er hat das Fahrzeug auf seiner Seite gesehen und dann gebremst. Dann ging das Licht aus.

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