Frage von tygafanhiphop, 6

Befristetes Arbeitsverhältnis kündigen, was tun?

Hallo liebe Community Hab am 15.6 bis 31.8 ein befristetes Arbeitsverhältnis. Allerdings wurde bei meinem ersten Gehalt Stunden weggestrichen. Sprich mir fehlen 22 Stunden. Wurde alles nachkontrolliert. Gab auch so Kleinigkeiten die stören. Wie komm ich aus dem Vertrag raus? Es heißt beide Seiten koennen nicht kündigen? Jetzt drängen die mir auch Mehrarbeit auf steht auch im Vertrag. Jeden Tag jetzt von 6 bis 17 Uhr. Was kann ich tun?

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Antwort
von DarthMario72, 4

Ein befristetes Arbeitsverhältnis kann man nur dann vorzeitig ordentlich kündigen, wenn das ausdrücklich im Arbeits- oder Tarifvertrag vorgesehen ist. (§ 15 Abs. 3 TzBfG). Sonst nicht!

Oder du müsstest mit deinem AG über einen Aufhebungsvertrag verhandeln.

Wenn dein AG sich nicht an seine vertraglichen Pflichten hält, kannst du ihn abmahnen.

Kommentar von tygafanhiphop ,

Und wenn sowas nicht im Vertrag steht?

Kommentar von DarthMario72 ,

Wenn das nicht ausdrücklich vereinbart ist, kann man nicht vorzeitig kündigen - jedenfalls nicht ordentlich. Gibt es ggf. eine Tarifvertrag?

Antwort
von vdeparty, 4

Das BGB sieht vor: Als Arbeitnehmer kannst du jederzeit kündigen. Die Kündigung wird mit einer Frist von 4 Wochen zur Mitte oder zum Ende des Monats wirksam.

Quelle: http://www.arbeitnehmer-kuendigung.de/kuendigungsfrist.php

Sieht dein Arbeitsvertrag eine längere Frist vor, ist diese gültig, solange sie nicht die Frist des Arbeitgebers überschreitet.

Es gibt diverse Gründe um diese Grundfrist zu umgehen.

Da kann dich aber wohl nur ein Fachanwalt richtig beraten.


Was mir schleierhaft ist: Wie kann dir Mehrarbeit "aufgedrängt" werden, wenn dies doch bereits vertraglich geregelt ist? Es ist sehr wichtig, sich Verträge genau durchzulesen. Du kannst ja schwer verlangen, dass du weniger arbeitest, wenn es vertraglich anders geregelt ist.

 

Kommentar von DarthMario72 ,

In diesem Fall falsch, da es sich um einen befristeten Vertrag handelt.

Kommentar von vdeparty ,

Hängt letztendlich davon ab, was im Vertrag steht. Auch befristete Arbeitsverträge können vereinbaren, dass mit der Grundfrist lt. § 622 BGB gekündigt werden kann... Ich bleibe dabei, dass nur der Blick des Anwalts auf den Vertrag sinnvoll ist.

Kommentar von DarthMario72 ,

Hängt letztendlich davon ab, was im Vertrag steht

So ist es. Du hattest allerdings geschrieben, dass das immer möglich ist. Und das ist nun mal eindeutig falsch.

Kommentar von vdeparty ,

Stimmt. Das war falsch. Ich wollte ausdrücken: Prinzipiell jederzeit kündbar, Regelungen im Arbeitsvertrag haben allerdings Vorrang. Dau gehört dann in dem Fall eben, dass der Arbeitsvertrag sich als befristet versteht.

Mein Fehler, dass das falsch formuliert war.

Antwort
von padalica, 4

Natürlich kannst du Kündigen... schreiben fertig machen, beachte die 2 Wochen frist zum Monatsende demnach...denn zum 15. Sinds keine 2 wochen mehr.

Und gut ist.

Kommentar von tygafanhiphop ,

Also kann ich ab 15. - 30. Kündigen?

Kommentar von padalica ,

Du kannst zum 29.07 kündigen und solltest spätestens am Freitag die Kündigung abgeben

Kommentar von padalica ,

außer du musst auch Samstags arbeiten, dann natürlich zum 30.

Kommentar von ManuKlr ,

Du kannst zum 29.07 kündigen und solltest spätestens am Freitag die Kündigung abgeben

Wieso zum 29.07.?

außer du musst auch Samstags arbeiten, dann natürlich zum 30.

Und wieso dann zum 30.07.? Man kündigt immer zum Monatsletzten, egal ob das ein Arbeitstag ist oder nicht.

Natürlich kannst du Kündigen...

Nein, bei einem befristeten Vertrag geht das nur dann, wenn das ausdrücklich so vereinbart ist. Ansonsten nicht!

Bitte antworte in Zukunft nicht mehr auf Fragen zum Arbeitsrecht, da du offensichtlich keine Ahnung hast.

Kommentar von DarthMario72 ,

Natürlich kannst du Kündigen

Falsch, da es sich um einen befristeten Vertrag handelt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

falsch ....

nachdem im Vertrag die Kündigung für BEIDE Seiten ausgeschlossen ist, ist der Vertrag nicht kündbar ....

Kommentar von DarthMario72 ,

nachdem im Vertrag die Kündigung für BEIDE Seiten ausgeschlossen ist, ist der Vertrag nicht kündbar

Das ist so nicht richtig. Es müsste vielmehr umgekehrt ausdrücklich vereinbart sein, dass eine vorzeitige ordentliche Kündigung zulässig ist. Andernfalls wird die schon per Gesetz ausgeschlossen.

Antwort
von FrauJessica, 5

Eh was hast du da denn für ein Müll unterschrieben?

Jeder Mensch kann kündigen.

Schreib einfach eine Kündigung mit 2 Wochen Frist und leg die dem Arbeitgeber hin.

Ein Vertrag in dem steht "man darf nicht kündigen" ist sowieso nur Papier und nichts wert.

Im Notfall Anwalt einschalten

Kommentar von DarthMario72 ,

Falsch, da es sich um einen befristeten Vertrag handelt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

frau jessica, du kannst ja deine Behauptungen ja sicherlich mit Gesetzestexten untermauern, oder?

es ist ÜBLICH, dass befristete Verträge NICHT gekündigt werden können. dazu muß die Kündigung im Vertrag ausgeschlossen sein. Was lt. Fragestellung der Fall ist .....

Kommentar von DarthMario72 ,

es ist ÜBLICH, dass befristete Verträge NICHT gekündigt werden können. 

Richtig.

dazu muß die Kündigung im Vertrag ausgeschlossen sein.

Falsch. Die ist schon per Gesetz (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG) ausgeschlossen. Vielmehr müsste umgekehrt vereinbart werden, dass die ordentliche Kündigung zulässig ist.

Kommentar von Wolfgang57234 ,

Ein Vertrag in dem steht "man darf nicht kündigen" ist sowieso nur Papier und nichts wert.

Wie kommst du darauf? Bei befristeten Verträgen ist das häufig schon durch Gesetz ausgeschlossen - hier bspw. durch das TzBfG.

Im Notfall Anwalt einschalten

Das Geld kann man sich sparen - jedenfalls in Sachen Kündigung.

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