silvia140359 am 07.04.2009 um 7:23 Uhr
Bei unserer heutigen Wirtschaftslage werden immer mehr Menschen unverschuldet arbeitslos. Manche trifft es sogar so hart, daß sie nicht mehr in der Lage sind für ihr Haustier zu sorgen. Die Tierheime quellen über von Neuzugängen, weil sich ihre Besitzer einfach die Kosten nicht mehr leisten können. Wäre es da nicht sinnvoll, Arbeitslose, vorwiegend HartzV Empfänger ganz oder teilweise von der Hundesteuer zu befreien? Bei anderen Sachen wie GEZ, Praxisgebühren usw. gehr das doch auch! Dies ist eine ernstgemeinte Frage, also bitte keine blöden Antworten !!

Auf jeden Fall eine Befreiung beantragen. Ist völlig o.k.. Wird man ohne Hundemarke erwischt, dann kostet es richtig.
Personen mit niedrigem Einkommen können eine Hundesteuerbefreiung oder -ermäßigung beantragen. Da lohnt sich die Anfrage bei der jeweiligen Kommune
silvia140359 am 7. April 2009 07:29 Dankr für die Antwort, habe ich nicht gewußt !

ich kenne zwar keine Satzung, die das erlaubt, aber auf der anderen Seite stelle ich mir immer die Frage, was es bringt, wenn man kaum genug Geld für sich hat, warum muss dann noch ein Haustier ran, was auch unter den Folgen leiden muss..
diese aussage gilt nicht für die, die ein Tier schon lange Zeit haben und jetzt in die ALG1 und 2- PPhase gestürzt worden sind..
Es gibt kein bundeseinheitliches Hundesteuergesetz. Im hamburger Gesetz steht es sogar ausdrücklich drin. Fragen lohnt sich in jedem Fall.
silvia140359 am 7. April 2009 07:32 wenn man sich ein Haustier erst dann anschafft, wenn man arbeitslos ist, kann ich das auch nicht verstehen. Aber wie schon sagtest, meine Frage bezieht sich hier auf diejenigen die schon ein Haustier haben !

Ich halte schon die Existenz der Hundesteuer an sich für eine Frechheit! Kaum etwas von diesem Geld kommt dem Tierschutz zu Gute, und das Ammenmärchen von den immensen Reinigungskosten für Hundekot wird durch seine ständige Wiederholung auch nicht wahrer! Das ist typische staatliche Beutelschneiderei, sonst nichts!
ich würde dies auch untestützen. aber ich hab da mal eine gegenfrage. wird dies dann nicht von faulen ausgenützt, die sowieso nie vorhatten arbeiten zu gehen - ich würde sagen, wenn jemand unverschuldet arbeitslos wird und ein haustier hat, dann sollte ihm es ermöglicht werden - ehrenamtlich für das tierheim zu arbeiten- gassidienst, zwinger säubern usw.(hat ja als arbeitsloser viel zeit) und im gegenzug bekommt er tiernahrung und die tierarztkosten erstattet- und natürlich auch die anfälligen steuern

Wer befreit mich denn von den Kosten für meine Kinder? Das Kindergeld deckt die nicht mal zur Hälfte!
silvia140359 am 7. April 2009 14:18 Ich glaube, wenn du als Vater von 5 Kindern arbeitslos oder sogar Hartz V Empfänger wirst, bekommst du sehr wohl Unterstützung von "Vater Staat"
RBMannheim am 7. April 2009 15:46 Die aber die Kosten nicht im entferntesten decken würden! Außerdem kann man Kinder nicht so einfach mal anschaffen und wieder weggeben! Das ist bei einem Tier ganz anders!
silvia140359 am 8. April 2009 15:41 wahrscheinlich hast du noch nie ein Haustier besessen, man kann es auch nicht einfach anschaffen und dann je nach Lust, Laune und Geldbeutel wieder abschaffen.
Hartz IV bedeutet Hilfe zum Leben. Es soll keine Einrichtung sein die bequem ist. Ein Hund ist hier nicht vorgesehen. Natürlich kann ich meinen Hund deshalb nicht abschaffen. Aber sehr viele schaffen sich trotz Hartz IV einen Hund an. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Letztendlich muss man die Miete, den Lebensunterhalt, Zuschüsse, keine GEZ, Ermässigungen, weniger Zuzahlungen KV.... alles zusammenzählen. Und wenn ich die Rechnung im Laufe des Jahres aufstelle komme ich auf Einkünfte die über dem vieler Berufe liegen. Leute die sich tgl. abrackern müssen um über die Runden zu kommen.
Aus diesem Grunde wäre ich absolut dagegen hier weitere Einsparungen zu machen.
Ich selbst war mal in der Situation das ich auf Hilfe angewiesen wäre. Ich bin dann 700 km weit umgezogen, habe 3 Aushilfsjobs gleichzeitig gemacht (die eigentlich nur Jugendliche machen) usw. usw., habe 2 Monate auf einer Matraze geschlafen und das billigste Essen organisiert, trotz höherer Ausbildung. Leider habe ich nicht einen Hartz IV Empfänger (auch keinen Jüngeren, ungebundenen) kennengelernt der meine Flexibilität nachvollziehen konnte.
Auch eine Reise nach Afrika oder andere Länder kann ein wenig die Augen öffnen. Eine warme Wohnung, genug zu essen, Kleidung und eine medizinische Versorgung - davon träumt mehr als die Weltbevölkerung. Die würden es nie verstehen das jemand nach einem Erlass der Hundesteuer fragt.
Ich will hier nicht pauschalisieren oder Dinge einfach reden. Aber ich habe die Erfahrungen persönlich gemacht und engagiere mich sozial und habe einige persönliche Erfahrungen gemacht und kann bei diesen Ideen nur den Kopf schütteln.
silvia140359 am 7. April 2009 14:29 Hut ab vor deiner Flexibilität ( nicht ironisch gemeint, ich meine es ernst !!!), aber es gibt auch Menschen, die egal aus welchen Gründen auch immer nicht so flexibel sein können.
Ja, das ist richtig und ich will hier auch nicht pauschalisieren. Nur muss man sich die Frage stellen ob denn so Sachen wie Hundesteuer wirklich befreit sein müssen. Irgendwo trägt diese Dinge die Gemeinschaft und die kann leider nicht alles tragen.
Wir haben nur noch 37% Menschen in Deutschland die arbeiten. Die tragen damit also 63% der Bevölkerung durch hohe Sozialabgaben. Man muss einfach ganz klar sagen das dies auf Dauer so nicht geht. Die Politiker, insbesondere die die Umverteilungen verlangen, wissen das das nicht funktioniert. Selbst wenn alle Millionäre komplett ihr Einkommen verschenken würden das die 63% vielleicht durch einmalig mal 50 Euro merken. Ich finde das hier einfach Leistungen angesprochen werden die nicht sein müssen.

Ich bin dagegen. Erstens quellen die Tierheime nicht über, weil zu viele Menschen arbeitslos werden, sondern weil zu viele Menschen zu verantwortungslos sind und sich vor der Haustieranschaffung keine Gedanken machen (und das sind jetzt gerade nicht die HartzIV-Empfänger) und zweitens ist die Hundesteuer nicht der größte Posten in der Haustierhaltung. Wenn ich mir vorstelle, daß wir nur noch Geld für das nötigste hätten, dann würde uns der Erlaß von 60 Euro Hundesteuer im Jahr nichts bringen. Wir kaufen schon das gute und günstige Aldi-Futter - aber alle 8 Tage 3 Euro belastet die Haushaltskasse wesentlich mehr als die Hundesteuer. Von solchen Sachen wir Wurmkur, Impfungen und sonstigen Tierarztbesuchen mal ganz zu schweigen...
Im Endeffekt nützt es nichts - wenn das Geld so knapp ist, daß man nur noch das allernötigste kaufen kann, dann gehört das Tier leider nicht mehr dazu, auch wenn das hart ist.

Ich sehe das auch so wie Andreas. Wenn man lange Jahre ein Haustier hatte, dann soll man das Tier behalten und eine Befreiung der Hundesteuer beantragen, aber wenn man schon Arbeitslos ist und Hartz4 Empfänger und was weiß ich noch, dann soll man sich nicht auch noch ein Tier anschaffen. Weil man sieht ja genug, die unter der Brücke leben und dann auch noch so einen dürren Hund rumschleppen, der schon fast am verhungern ist. Wenn ich sowas sehe, dann geht mir der Hut hoch, denn manche Menschen haben eh fast nichts zu essen und holen sich auch noch einen Hund. Gilt jetzt aber nicht für Dich, Silvia140359, denn du wirst ja kaum unter einer Brücke leben!
silvia140359 am 7. April 2009 14:19 Nee, habe zwar auch 2 Hunde aber bei der Bundespolizei eine ziemlich sichere Stellung.