Frage von HoneyLina, 92

Beerdigungskosten höher als die Sterbekasse, von der Bestatterin gab es keinen Hinweis, ist das rechtens?

Hallo. Mein Vater ist am 21.12 verstorben. Er hatte eine SterbeKasse wo 3900€ raus kamen. Als wir die Beerdigung geplant haben, hat die Bestatterin nicht ein Wort darüber verloren, dass dieses Geld vllt nicht ausreicht. Sie hat alles mit uns besprochen, es war eine Urnenbeisetztung und sie meinte dann das und das gehört dazu, das macht man so und so und soweiter. Wie gesagt nicht ein Hinweis das es auf jeden Fall mehr kosten wird. Nun bekommt meine Mutter heute Post, dass sie noch ca 2000€ bezahlen muss. Wir sind gerade ziemlich geschockt. Also mit einer kleine spanne haben wir schon gerechnet aber in so einer Höhe. Hätte es da nicht wenigstens einen Hinweis geben müssen, bzw eine Frage ob so manche Sachen wirklich sein müssen? Ich hoffe hier kann mir jemand weiter helfen.

Antwort
von dandy100, 41

Bei der Besprechung mit dem Bestattungsinstitut  bespricht man doch aber den Preis von jedem einzelnen Posten, um dann die Gesamtsumme zu berechnen. In Eurem Fall, habt ihr wohl 3900 Euro zur Verfügung gestellt mit dem Auftrag für diese Summe alles zu planen - wenn sie Euch das ausdrücklich zugesagt hat, darf der Endpreis natürlich nicht um sovieles höher sein.

Die entscheidende Frage ist, ob tatsächlich ein Festpreis vereinbart wurde oder nicht, dieser dürfte dann nämlich nur um 15 -20% überschritten werden. Sind die Endkosten noch höher, muss darauf hingewiesen werden.

Bei Bestattungen geht ein Teil des Geldes immer auch an die Gemeinde für Erdaushub usw.

Schaut Euch die Rechnung genau an, denn dieses Geld muss auf jeden Fall bezahlt werden. Für den restlichen Teil müsste nur die vereinbarte Summe bezahlt werden, ich würde das auf jeden Fall nicht so ohne weiteres hinnehmen und auch mal eine Rechtberatung in Anspruch nehmen - das ist auf jeden Fall billger als 2000 Euro extra zu bezahlen.

Kommentar von HoneyLina ,

Wir haben ihr als erstes die Sterbeurkunde gezeigt und besprochen was für geld zur verfügung steht. Dieses aus der Sterbekasse und klar so 500€ hätten wir auch extra noch genommen..Aber jetzt soviel kann ich nicht verstehen. Wo dann vorallen auch noch fehler da waren Vielen Dank für die Antwort. 

Kommentar von dandy100 ,

Wenn ihr ausdrücklich einen Festpreis vereinbart habt, dann darf die Rechnung nicht um so vieles höher sein - die Bestatterin hätte Euch dann auf jeden Fall darauf hinweisen müssen, dass die Kosten höher sind, als das zur Verfügung gestellte Geld -  Geht zu einem Anwalt

Antwort
von michinef, 35

Habt ihr denn nicht gefragt, was das alles kostet? Man lässt sich doch nicht einfach durch die Rechnung überraschen, sondern erkundigt sich vorher nach den Kosten.

Antwort
von HoneyLina, 28

Schön das hier so viele Schlaue Menschen sind die 1 Tag nachdem sie ihren Vater plötzlich bei einer op verloren haben so klar denken können und über alles Bescheid wissen. 

Antwort
von Kleckerfrau, 32

Hat sie euch keinen Kostenvoranschlag erstellt ? Das war eine schlechte Beratung.

Ich würde mich mal an  einen Anwalt wenden.

Kommentar von HoneyLina ,

Nein keinen Kostenvoranschlag..Sie hat eine Liste ausgeführt wo sie dann beiläufig mal erzählt hat was das Grab kosten wird, die Sprecherin und solche Sachen....

Antwort
von entmar, 31

Auch wenn es blöd ist, ist es absolut richtig. Natürlich hat man eigentlich andere Dinge im Kopf wie die Kosten, bzw. lässt man sich gerade gerne "etwas aufschwatzen" wenn man emotional ist - so ist das auch bei der Beerdigung.

Wenn man es sachlich betrachtet, spielt es sich so ab: Bestatterin gibt Empfehlung - Ihr Entscheidet. Auch wenn es hart klingt: Die Aufgabe der Bestatterin ist es nicht, nach euren Finanzen zu fragen und das Finanzielle zu regeln. Dafür seid ihr Verantwortlich. Die Bestatterin weiß ja nicht, ob ihr noch irgendwo Geld habt, euch das Geld egal ist, ihr Unterstützung bekommt um die Beerdigung zu bezahlen oder jemand ganz anderes die Beerdigung bezahlt (vielleicht die Großeltern, falls sie noch leben), usw.

Es sei denn, ihr habt zur Bestatterin ganz klar gesagt, dass 3.900 € das Maximum ist, was es kosten darf. In diesem Fall wäre die Situation anders und die Rechnung könnte (u.U.) angefochten werden.

Antwort
von archibaldesel, 37

Natürlich ist das rechtens. Was hat die Bestatterin mit eurer Sterbeversicherung zu tun? Oder habt ihr explizit gesagt, dass die Beerdigung nicht mehr als EUR 3.900 kosten darf? Es gibt doch kein Gesetz, dass man nicht mehr als die Versicherungsleistung ausgeben darf....

Antwort
von tom44778, 57

ja, das ist natürlich rechtens...so gehen eigentlich nur kleine kinder an eine sache ran...

Antwort
von Kandahar, 45

Ihr als Kunden seid in der Pflicht zu fragen, was die von euch bestellte "Ware" letztendlich kostet. Wenn ihr erst auf die Rechnung wartet, müsst ihr nicht überrascht sein.

Antwort
von MancheAntwort, 40

man fragt auch VORHER !

Ich habe vor 10 Monaten eine Beerdigung organisieren UND bezahlen

müssen.... ich habe vorher gefragt, was das (und das) kostet....

... und habe dadurch keine böse Überraschung erlebt !

Antwort
von Hexe121967, 39

naja, ehe ich etwas bestelle oder absegne, frage ich nach den kosten. scheinbar habt ihr das aber nicht getan. beerdigungen kosten nunmal geld.

Antwort
von Griesuh, 30

Hier habt doch sicherlich nach den Preisen der einzelenen Aufträge ( das und das) gefragt die ihr vergeben habt oder nicht?

Die Bestatterin hat euch auch sicherlich den gesamt Preis gesagt.

Deshalb verstehe ich jetzt die Aufregung nicht.

Kommentar von HoneyLina ,

Ja nach so Preisen wie Grab und sowas haben wir gefragt. Es wurde auch ganz klar gesagt, dass es nicht viel mehr als die Sterbekasse werden darf. Nein Bestatten hat uns keinen Preis genannt. Heute haben wir erst den Preis erfahren.

Kommentar von Griesuh ,

Bevor ich einen Vertrag unterschreibe und einen Auftrag vergebe fage ich nach dem ges. Preis.

Leute wie konnte ihr so naviv sein.

Ihr müsst jetzt bezahlen.

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