20

Beerdigung - ab welchem Alter Kinder mitnehmen?

Frage von Eveline Eveline

Meine Tochter hat in ihrer Familie einen Trauerfall (Uroma, 94 ). Sie hat es ihren Kindern (6 , 3) erklärt und mich gebeten, während der Trauerfeier mit den beiden etwas zu untenehmen, sie möchte sie nicht mitnehmen. In meinen Augen ist das ok, aber die andere Oma (deren Mutter das war) meint, die Kinder seien alt genug für so eine Sache, das Leben würde nicht nur aus Spaß bestehen. Ich möchte keinen Streit, aber macht das wirklich Sinn, so kleine Kinder da mitzunehmen? Danke für Eure Erfahrungen mit diesem Thema

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (24)

  • 11
    Antwort von MacJohn MacJohn

    Es macht durchaus Sinn, auch so kleine Kinder schon mit zu einer Beerdigung mitzunehmen.

    Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen haben auch so kleine Menschen Gelegenheit zu begreifen, dass jemand aus dieser Welt gegangen ist. Dann können sie auch im Rahmen eines solchen Rituals erleben, dass der Tod zu Leben gehört und nicht nur im Fernseh-Krimmi stattfindet. Zudem erleben sie, dass sie wichtig sind und dadurch, dass sie dabei sein können, respektiert und gewürdigt werden. Das steht gegen den verständlichen Wunsch, die Kinder zu "beschützen". Aber damit tut man ihnen gerade keinen Gefallen.

    Kommentar von martina89 martina89martina89

    Im falle der/des sechs jährigen Kindes trifft das bestimmt zu, aber mit drei jahren versteht man das sicher noch nicht.

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Sehe ich nicht so, Beerdigungen laufen alles andere als kindgerecht ab, erst die ewige Trauerrede, wo kein Kind den Sinn der Worte versteht, dann die vielen Menschen in der Kapelle, die starr, traurig und erschüttert sind, dann der Zug zum Grab.. Man kann auch mit den Kinder nach der Beerdigung den Friedhof besuchen und ihnen alles erklären, das reicht in dem Alter vollkommen aus.

    Kommentar von barbarinchen barbarinchenbarbarinchen

    Aber können Kinder denn nur zu Kinderparadiesen mitgenommen werden? Es muß doch nicht immer alles kindgemäß sein!! Meine Kinder waren z.B. sonntäglich auch immer mit im Gottesdienst und haben es sehr gut überstanden!! Und eine Beerdigung ist auch wichtig für Kinder. Es ist ein Ausdruck des Abschiednehmens. Ausserdem sollte man Kinder nicht unterschätzen. Für mein Sohn war es mit ebenfalls 3 Jahren sehr wichtig dabei zu sein.

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Es kommt am Ende immer auf das Kind darauf an, wie die Eltern dazu stehen und wer gestorben ist. Es sollte individuell betrachtet werden. Mein Kleiner ist jetzt 5, er hat sich durch den Todesfall in diesem Jahr selbst so viel damit beschäftigt, daß ich ihn fragen würde, ob er mitkommen will.

    Kommentar von xena55555 xena55555

    Mit dem/der 6-jährigen kann man darüber sprechen und ihm/ihr die Entscheidung überlassen, denn häufig ist es auch der Wunsch der Kinder, an diesen "Ritualen" teil zu nehmen. Das 3-jährige Kind versteht noch nicht was da geschieht. Da würde ich auf meinen Instinkt vertrauen, in wie weit das Kind mit diesen sehr überwältigenden Gefühlen der Erwachsenen umgehen kann.

  • 10
    Antwort von Heinke Heinke

    Deine tochter kennt ihre Kinder am besten, ihre Entscheidung sollte man akzeptieren.

    Kommentar von biene87 biene87biene87

    DH

  • 10
    Antwort von Mietnormade Mietnormade

    Mit 6 mag das gerade klappen aber ich würde meinen Kindern das auch ersparen.

    Kommentar von mikael mikaelmikael

    DH.

  • 5
    Antwort von blumenfrau blumenfrau

    Moin! Wir haben eine derartige Frage zum Glück noch vor uns, aber ich werde meine beiden Mädels( momentan 5 und 2 ) DEFINITIV NICHT mitnehmen; weil ich einfach glaube, daß eine Beerdigung als "Veranstaltung" nicht kindgerecht ist, dh während der Zeremonie zu viele Fragen auftauchen, auf die man in der Situation nicht eingehen kann- ich würde mit meinen Kindern lieber anschließend ans Grab gehen und das Abschiednehmen "privat" gestalten!

  • 5
    Antwort von moon73 moon73

    Als mein Opa gestorben ist, war ich auch ungefähr 6 und man hat mich nicht mitgenommen. Im Nachhinein bin ich auch irgendwie froh darüber.

    Das 3jährige Kind ist definitv zu jung! Es versteht viel zu wenig , was dort passiert. Eine Beerdigung ist eine ganz emotionale, traurige Veranstaltung, es ist für Kinder schon eine gewisse Belastung. Als in unserem Freundeskreis der Vater einer kleinen Tochter gestorben ist, haben übrigens alle ihre Kinder zu Hause gelassen (außer die Töchter des Vaters der gestorben ist). Macht es so, wie ihr es für richtig haltet und laßt euch von der anderen Oma nicht reinreden.

    Kommentar von mikael mikaelmikael

    DH. Oben werden 9 DH´s gegeben, ich bin der Meinung, setzt man kleine Kinder dem aus, sind Alpträume vorprogrammiert.

  • 4
    Antwort von mikael mikael

    Deine Frage habe ich aus Zufall gefunden, wenn oben auch 9 DH´s gegeben wurden, in dem alter sollte man Kinder damit nicht belasten. Da sind Alpträume vorprogrammiert. Kinder in dem Alter können gar nicht verstehen was auf sie zu kommt und seien wir doch mal ehrlich, mit dem Tod müss sich jeder Mensch früh genug auseinander setzen. Man soll die Kinder erst mal Leben lassen und nicht etwas aussetzen was sie noch nicht verstehen können.

  • 4
    Antwort von moppi1409 moppi1409

    ich weiss von meiner mutter das man kinder unter ein jahr nicht mit auf den friedhof nehmen sollte! wo meine ome gestorben ist waren meine cousinen auch in den gleichen alter wie bei euch sie haben es nicht wirklich verstanden ich persönlich würde sie nicht mitnehmen!

  • 3
    Antwort von Elfa108 Elfa108

    naja ich finde bei einer trauerfeier ist es störend wenn kinder da rumrennen, wenn die kinder alt genug sind um die zeit auf ihrem stuhl sitzen zu bleiben wird es gehen ^^

    Kommentar von barbarinchen barbarinchenbarbarinchen

    Ein Kind von 3 Jahren sollte in der Lage sein, sitzen zu bleiben und nicht rumzurennen!!

    Kommentar von Claudine74 Claudine74Claudine74

    Ich glaube nicht, dass ein 3-jähriges Kind in so einer Situation still sitzen bleiben kann-ausserdem finde ich nicht, dass man sowas dem Kind zumuten sollte-es ist verwirrt von der Situation und muss dann auch noch still bleiben-denke nicht, dass das sein muss.

    Kommentar von barbarinchen barbarinchenbarbarinchen

    Meine konnten das und haben es unbeschadet überstanden! Verwirrt sind die Kinder nur, wenn man das Thema vorher nicht mit ihnen überarbeitet hat!

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Ein KInd von 3 Jahren ist nicht unbedingt in der Lage eine halbe Stunde lang still zu sein, viell. kann es still sitzen, aber es wird nicht still sein, es wird plappern oder fragen wollen, was da vorne passiert, oder es fragt dann ganz laut in die Stille so Sachen, die KInder in dem Alter gerne raushauen ;-)

  • 2
    Antwort von Claudine74 Claudine74

    Erstmal herzliches Beileid an die Familie Deiner Tochter!

    Bin der Meinung der meisten anderen. Erstmal finde ich, man sollte die Entscheidung der Mutter respektieren, sie und ihr Mann sind schließlich diejenige, die Verantwortlich für die Kinder sind.

    Ich denke auch, dass man mit 3 Jahren zu jung ist, um zu verstehen, was abläuft und, wie schon geschrieben da wahrscheinlich Fragen auftauchen, die dann während der Beerdingung gestellt werden, was dann die anderen Besucher wahrscheinlich stört. Wenn, dann könnte man darüber nachdenken, das 6-jährige Kind mit zu nehmen. Ich war bei den Beerdigungen meiner Omas (ich war 6 und 14 Jahre alt) nicht mit dabei und bin auch froh drum.

    Letztens musste ich meinen Kleinen, der 20 Monate alt ist, auf die Beerdigung eines Freundes mitnehmen-als die Orgel angefangnen hat zu spielen, hat mein Kleiner angefangen zu tanzen-dann hat er auf die Blumen gezeigt und laut "Bume" gesagt-kurz, es war untragbar, so dass ich raus musste und dann wieder dazu gekommen bin, als sie den Sarg ins Grab gelassen haben. Hätte sonst die anderen sicher zu sehr in ihrer Trauer gestört-das finde ich unpassend.

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Genau solchen "peinlichen" Momente mit kleinen Kindern meine ich. Darum lieber Kleinkinder zu Hause lassen.

    Kommentar von barbarinchen barbarinchenbarbarinchen

    Die Kleine ist erst 20 Monate!! Das Kind in der Frage aber 3 JAhre!

    Kommentar von Claudine74 Claudine74Claudine74

    Trotzdem denke ich, dass es, besonders in einer so ungewohnten Situation, in der womöglich alle weinen, auch für ein 3 jähriges verwirrend sein wird und es ihm nicht leicht fällt, sich "konform" zu verhalten-deshalb würde ich ihm so eine Situation nicht zumuten.

    Wenn Dein Kind dazu in der Lage war und es ihm wichtig war, kann ich das ohne Weiteres akzeptieren-wenn hier die Mutter aber der Meinung ist, sie will das ihren Kindern nicht abverlangen, dann kann ich das auch verstehen, weil ich es auch nicht tun würde.

  • 2
    Antwort von HerrBst HerrBst

    mit den Kindern vorher sprechen und sie fragen, niemals verwehren.

    Ich durfte beim Begräbnis meines Vaters (ich war allerdings schon 8) nicht dabei sein und habe jetzt noch damit zu kämpfen, da das Abschied nehmen insbes. von nahen Verwandten/Bekannten/Freunden auch für Kinder wichtig ist.

  • 2
    Antwort von biene87 biene87

    Ich würde die Kinder nicht mitnehmen, dafür sind sie noch zu klein!

  • 2
    Antwort von barbarinchen barbarinchen

    Es gibt ein wunderschönes Kinderbuch für Kinder: Mein Opa hat Krebs!! Das würde ich vielleicht besorgen und mit ihnen durcharbeiten!! Ansonsten finde ich, daß die Kinder an der Beerdigung durchaus dabei sein sollten, denn das gehört auch zum Leben dazu!! Auf eigener Erfahrung nehmen Kinder das besser auf, als man denkt!! Wichtig ist nur - drüber reden!!

    Kommentar von Eveline EvelineEveline

    Danke, sicher ein gutes Buch, aber diese alte Dame war kerngesund, wenn man das mit 94 noch so sagen kann, und ist dann ganz plötzlich auf ihrem Stuhl entschlafen.

    Kommentar von barbarinchen barbarinchenbarbarinchen

    Es geht in diesem Buch nicht um Krebs, sondern um Tod, Leben, Abschiednehmen und Familienzusammenhalt!!

    Kommentar von Orchidee1 Orchidee1Orchidee1

    Leb wohl lieber Dachs!

    Das Buch ist zu empfehlen

  • 1
    Antwort von Dina00 Dina00

    Also ich würde ein kind erst dann mitnehemen wenn ich weiß das es vesteht worum es geht! wenn ein kind sich dort langweilt werden sie oft nervös und albern das könnte die anderen gäste stören von daher gucken das, das kind die situation versteht und dann überlegen !!

  • 1
    Antwort von Eselin Eselin

    Es kommt auch darauf an, wie gut die Kinder die Verstorbene kannten. Auch Kinder sollen ihren Trauerprozess durchleben dürfen. Natürlich müssen sie drauf vorbereitet sein. Dazu gibt es ganz tolle Kinderbücher. Und wenn man ihnen erklärt, was da passiert und warum, gehen Kinder da oft viel problemloser mit um, als wir Erwachsenen es tun.

    Das 6jährige Kind ist auf jeden Fall schon groß genug. Das 3jährige, da muss es noch nicht unbedingt sein, dass es mitgeht. Wenn es schon Kindergartenkind ist, eventuell mal die Erzieherin fragen, wie sie die Situation einschätzt.

    Und so oder so mit den Kindern auf jeden Fall drüber reden, was passiert ist und auch, wenn die Kinder nicht mitgehen, von der Beerdigung erzählen. Und wie gesagt: ich kann da nur empfehlen, Bücher zuhilfe zu nehmen. Gibt es ganz tolle Sachen.

  • 1
    Antwort von Susie08 Susie08

    Hallo.ich finde, das auch 3J.Kinder mit kommen können zur Beerdigung.Schließlich gehört der Tod mit dazu.Und um besser zu verstehen, warum Oma jetzt nicht mehr da ist und z.B. den Weg in den Himmel geht und von Oben aufpasst- kann man(Mutter/Tante/freundin) es doch viel besser zum Verstehen bringen..

  • 0
    Antwort von mariajoichl mariajoichl

    Wenn kinder in den ersten ca. 6 lebensjahren positve gefühle mit tod und dem leben danach assoziieren, werden sie den tod als verwandlung selbstverständlich akzeptieren - in vertrauen auf gott. unsere tochter ist 3 jahre alt und sie geht sehr gerne jeden sonntag in die kirche, ging bei einem kinderkreuzweg mit und wir haben zuhause bücher zum thema tod und weiterleben. Wenn sich Eltern diesen wichtigen Lebensthemen bewußt stellen, kann man Kinder auch begleiten - auch zum Begräbnis!!!

  • 0
    Antwort von chris678 chris678

    Ein 3-jähriges Kind wird davon noch nicht viel mitbekommen. Erspare dem kleinen daher diesen Besuch, v.a. kommt es nicht besonders gut wenn die ganze Zeit ein Kind schreit, da es ja in dem Alter die Gegebenheiten auf einer Beerdigung noch nicht kennt.

    Den 6-jährigen kann man schon mitnehmen, er dürfte reif genug sein um zu verstehen was dort geschieht.

  • 0
    Antwort von stricki stricki

    Mit 6 ja, mit 3 Jahren zu jung! Wie auch in diesem Forum geschrieben!

  • 0
    Antwort von Eppendorf Eppendorf

    "Meine" erste Beerdigung habe ich mit 8 erlebt. Hat mich nicht weiter beeinträchtigt. Kinder vertragen oft mehr als man denkt.

  • 0
    Antwort von mausi33 mausi33

    ich finde das es sicher kein fehler ist ein kiind egal mit welchem alter mit zu einer beerdigung zu nehmen da sie so viel schneller mit dem thema tod sterben konfrontiert werden und sich besser damit auseinander setzen können, es ist bestimmt kein fehler. man kann es dem kind ja so schonend wie nur möglich beibringen! LG

  • 0
    Antwort von mutella mutella

    ich würde die kinder mitnehmen.meine kinder waren 4 und 6 jahre alt an der beerdigung ihres vaters.ich hatte auch meine zweifel,ob es richtig ist,denn mit gerade mal 4 jahren hat mein sohn noch nicht wirklich verstanden,das sein papa nie mehr wiederkommt. Trotzdem war es dir richtige entscheidung...

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Es ist aber ein Unterschied, ob Vater oder Mutter gestorben sind, oder eben ein anderer Verwandter. Bei den eigenen Eltern halte ich es als sinnvoll, damit sie es begreifen können. Das ist noch mal was anderes, aber Kinder unter 3 Jahren würde ich auch dann eher zu Hause lassen. Mein herzliches Beileid für dich :(

  • 0
    Antwort von dingsvomdach dingsvomdach

    bei der Beerdigung meiner Oma war ich 10 Jahre alt.Ich habe es zwar nicht verstanden aber ich muß jetzt immer noch sagen:ich bin froh,daß ich dabei war.

  • 0
    Antwort von MrsHyde MrsHyde

    Die Dreijährige wäre sicherlich überfordert, aber ihre ältere Schwester könnte durchaus teilnehmen. Mit sechs kann man einem Kind schon ein bisschen Einblick ins Leben zumuten.

  • 0
    Antwort von birke birke

    Frag doch die Kinder, was sie möchten!

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.