Frage von Yazheng, 29

Beeinfußt eine Bildung einer koordinativen Bindung die Oxidationszahl des Metallkations?

Beeinfußt eine Bildung einer koordinativen Bindung die Oxidationszahl des Metallkations?

Antwort
von ThomasJNewton, 20

Meines Wissens wird die Koordination nicht wie eine Atombindung betrachtet.
Also ist es so, wie Thogepi bereits schrieb, dass es keine "elektronenteilende Bindung" ist.
Ist nur eine etwas krassere Form der Hydratation.

Und nach kurzer Übersicht über die Elektronegativitäten macht das auch keinen Unterschied, denn auch die edelsten Metalle kommen nicht gegen die üblichen Liganden an, Nichtmetalle.

Eine ganz andere Frage ist, wie Liganden die Stabilität der Oxidationsstufen des Zentralions beeinflussen. Und das kann auch krass sein.
Ein Ion in Wasser entwickelt sich mit geeigneten Liganden zu einem starken Reduktions- oder Oxidationsmittel.
Und das geht mir im Moment auch etwas zu weit. Das spielt in der Metallgewinnung eine Rolle, und sicher auch in vielen anderen Bereichen.

Und so als P.S., nicht jeder findet die Fragen-Details, wo der Text hinkommt, nach der Überschrift, in die viele ihre Frage drängen, weil der Button "Details" ungeschickt plaziert ist. Da könntest du mehr uber deinen und der Frage Hintergrund schreiben. Man (er)kennt oft das Level des Fragestellers nicht. Ganz so niedrig kann es der Frage nach nicht sein, aber das ist nur ein recht grober Anhaltspunkt. Vielleicht bin ich ja sogar überfragt.

Kommentar von Yazheng ,

Falls koordinatiove Bindung keine Atombindung wäre, hieße es, dass die Valenzelektronenzahl des Zentralteilchens unverändert bleibt?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Die Zahl schon, aber nicht die "Anodnung".
Oder die Frage, was ein Valenzelektron ist.

Das ist Fortgeschrittenenstoff, und danach kann man nur mit Fortgeschrittenemwissen fragen.

Für mich bist du immer noch einer "im falschen Film" oder nach 2 Semestern aufgetaut. Und "selber ausdenken" ist der erste Schritt zum Irrsinn.
Was willst du also wissen?  Ich verstehe es nicht.

Expertenantwort
von botanicus, Community-Experte für Chemie, 8

Sehr gute Frage. Bei koordinativen Bindungen nicht, obwohl ja eigentlich ein Elektronenpaar des Liganden in ein leeres Orbital bindet. Hier merkt man m.E., dass dei Oxidationszahl auch nur ein theoretisches Konstrukt ist, das der jeweiligen Definition unterliegt. 

Antwort
von Thogepi, 29

Die Oxidationszahl eines Kations ist ja gewöhnlich die seiner Ladung. Da die koordinative Bindung keine elektronenteilende Bindung ist, und somit die Elektronegativitäten irrelevant werden, würde ich vermuten, dass sie keinen Einfluss haben. Ist aber keine gesicherte Aussage.

Kommentar von Yazheng ,

und bleibt die Valenzeletronen des Metallions unverändert?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Wenn du das Thema "Koordinative Bindung" hast, soltest du wissen, dass der Begriff "Valenzeletron"  da an seine Grenzen stößt.

Also hol den Stoff nach oder such dir einen anderen Beruf. Und Hirte ist m.W. kein Mangelberuf.

Die Beeinflussung der d-Elektronen durch Liganden ist Stoff mindestens für ein Semester, auf der Uni.

Kommentar von Thogepi ,

genaueres Nachlesen lässt mich vermuten, dass die koordinative Bindung sich genauso auswirkt wie die normale, da es nur eine Form der Elektronenpaarbindung ist...

Kommentar von Yazheng ,

und wie ändern sich die Oxidations- und Valenzeletronenzahl?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Auch das ist zu kurz gedacht.

Selbst wenn du ein konkretes Problem hast, ist es fraglich, ob die Experten dir was vorsagen wollen. Aber wenn du es nicht nennst, können sie es nicht mal.

Hier im Norden, wo ich ein Zugezogener bin, heißt es Butter bei die Fische. Nenn dein konkretes Problem, die Frage.
Ohne die können alle nur im Nebel stochern, im Trüben fischen oder sonstwas.

Antwort
von Miraculix84, 11

Nehmen wir mal ein Beispiel:

CuCl2 (solid): Hier hat das Cu die Oxidationszahl +II.

Jetzt geben wir das Ganze ins Wasser:

CuCl2 + 5 H2O => [Cu(H2O5)]Cl

Auch hier das Cu immernoch die Oxidationszahl +II.

=> Hat das deine Frage beantwortet?

LG
MCX

Kommentar von Yazheng ,

Ich habe das Beispiel ausgedacht. Falls man koordinative Bindung als eine spezielle Art von kovalenter Bindung betrachtet,dann sollte man das Elektronenpaar einem der elektronegativeren Atome zuweisen, um in diesem Fall die Oxidationsstufe von Metallatom zu bestimmen, was bestimmt die Oxidationsstufe des Metallatoms zu Folge ändert. Das steht im Widerspruch zu diesem Beispiel. aber wie erhöht sich die Valenzeletronenzahl des Metallstoms bei der Elektronenteilung um zwei Einheiten, ohne die Oxidationszahl beizubehalten?

Kommentar von Miraculix84 ,

dann sollte man das Elektronenpaar einem der elektronegativeren Atome zuweisen, um in diesem Fall die Oxidationsstufe von Metallatom zu bestimmen, was bestimmt die Oxidationsstufe des Metallatoms zu Folge ändert.

Aber dann würde sich auch eine Oxidationszahl im Liganden ändern, sodass du es hier (theoretisch) mit einer Redoxreaktion innerhalb eines Moleküls zu tun hättest.

Praktisch ist aber das Metallatom immer das elektropositivere, der Ligand bringt immer ein freies Elektronenpaar mit.


aber wie erhöht sich die Valenzeletronenzahl des Metallstoms bei der Elektronenteilung um zwei Einheiten, ohne die Oxidationszahl beizubehalten?

Das mit den Valenzelektronen ist ein Begriff aus dem Schalenmodell. Damit kommst du hier nicht mehr weiter. Hier braucht es das Orbital-Modell. Die Elektronenpaare der Liganden landen eben nicht auf der "Valenzschale", sondern auf d-Orbitalen. Das sind quasi "Unterschalen", die nicht mitzählen bei der Bestimmung der Valenzelektronen.

LG
MCX

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