Frage von Michelf927, 22

"Beeinflussen die Gene die Berufswahl und Arbeitsweisen"?

Ich bin im ersten Semester meines Theologiestudiums und gerade dabei, greichisch und hebräisch zu lernen. Die Sprachen sind für mich eigentlich eher Mittel zum Zweck, die theologischen Inhalte interessieren mich wesentlich mehr. Auch der Pfarrberuf reizt mich und meine Eltern sind froh über die guten Zukunftsaussichten.

Dennoch merke ich, dass das Studium vielleicht nicht das Richtige für mich. Immer nur am Schreibtisch sitzen, lesen und lernen... Irgendwo interessiert es mich schon. Trotzdem fühlt sich das nicht richtig an.

Meine Eltern, vor allem auch mein Vater - durch und durch Handwerker -, wollten immer, dass ich etwas "Anständiges" lerne und mir nicht den Buckel krumschuften muss. Ich habe mich immer schon gerne handwerklich betätigt, leider nicht all zu viel. Auch eine Schreinerausbildung schwebt mir immer wieder im Kopf herum. Im Studium fühle ich mich zwar auch wohl, aber ein wenig Praxis fehlt mir schon.

Liegt es in den Genen? Der Drang zur handwerklichen Betätigung? Die Tatsache, das mir das intensive Denken vielleicht einfach nicht liegt? Vor allem, da meine Eltern beide Nicht-Akademiker sind. Und würdet ihr mir aufgrund dieser paar, wenigen Zeilen raten, mal ein Praktikum im Handwerk zu absolvieren, oder ähnliches?

Antwort
von Busverpasser, 8

Natürlich spielen deine Gene da ein gutes Stück mit. Es gibt Menschen die können stundenlang an einem Platz sitzen und sich 8h konzentrieren. Andere haben zu viel Energie und möchten etwas ausgepowert werden. Andere wiederum sind einfach Strohdumm (auch oft genetisch bedingt).

Das Zauberwort heißt Selbstfindung. Du musst dir selbst im Klaren werden, ob es das richtige für dich ist. Aber überlege doch mal...als Theologe hast du sicher viele Möglichkeiten, auch andere als Pfarrer zu werden, obwohl dich das ja auch reizt.

Du musst Dir klar werden, ob du wirklich Lust auf dein Studium hast oder ob es sich zu falsch anfühlt.

Wenn ja dann rate ich dir, möglichst schnell (vor Ende 2. Semester) abzubrechen. Das sieht dann im Lebenslauf noch gut aus und ein evtl. weiteres Studium zählt dann nicht als Zweitstudium...

Antwort
von Almuric, 5

Ich glaub nicht, daß da die Gene eine entscheidende Rolle spielen, sondern vielmehr die Prägung in den kindlichen/jugendlichen Phasen.

Wenn du deine Eltern in ihren Lebensumständen als Handwerker als glücklich wahrgenommen hast und die familiären Umstände positiv waren, beeinflußt dich das natürlich sehr als Erwachsener. Du wünscht dir ebenso glückliche Zeiten in deinem "erwachsenem" Leben und denkst du kannst es erreichen, indem du deinen Eltern nacheiferst.

Komischerweise klappt das auch oft...

:-)

Antwort
von Peaceman223, 7

hat wenig mit genen zu tun. Eigentlich nur erziehung, umwelt umgebung etc. Also äußere Einflüsse

Antwort
von voayager, 3

Nein, so viel Macht haben die Gene nun wider auch nicht, Erziehung und Umwelt bestimmen da schon mehr.

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