Frage von 82461973, 51

Bedrohung, belästigung als Helfer in einem industriellen Unternehmen. Was tun?

Hallo,

ich arbeite seit etwas mehr als einem Monat als Helfer in einer Firma. Mein Umfeld dort ist das klassische Arbeiterumfeld. Es wird von Drogenkonsum und Folgen davon erzählt, ach wie toll das ist und wie brutal man sich dadurch prügeln kann. Handgelenk durchgebrochen und die Knochen schauen raus? Kein Problem! Immer weiter draufschlagen!

Solche Storys und noch viele andere kommen mir zu Ohren. Das ist aber nur das Kirschlein auf dem Sahnehäubchen! Denn mein konkretes Problem besteht mit einem Mitarbeiter, der meint mich ständig provozieren, bedrohen und schickanieren zu müssen (ich vermute das liegt daran, dass ich Ex-Student bin und aus Verhältnissen komme, in denen dieser brutale Umgang nicht die Regel ist, sodass ich als weiches und gefundenes Opfer wie auf dem Tablett serviert werde).

Dieser Kollege ist auf Bewährung aus dem Gefängnis draußen (weswegen er einsaß weiß ich nicht). Er versucht mich mit anzüglichen Aussagen bezüglich meiner Freundin z. B. aus der Fassung zu bringen ("Gib mir nur 5 Minuten mit deiner Freundin"). Das klingt noch harmlos, wenn dann nicht aussagen wie "Wenn ich lust habe dich zu verarschen, dann mache ich das. Wenn du dich wehrst gibts Fäuste!". Kurz darauf hat er vor meinem Gesicht mit einem Cutter herumgefuchtelt und gedroht mich damit abzustehen. Später kam er wieder und sagte "das war doch alles nur ein Scherz", wobei ein paar Stunden später alles wieder von vorne losging.

Ich bin kein Mensch der sich prügelt, in keinster weise! Ich habe keine Erfahrung damit, selbst die Muskeln genügen nicht (erst recht nicht gegen ihn, welcher ein einziger Fleischberg ist). Er hat Familie (Sohn und Frau/Freundin) und hängt an seinem Job scheinbar sehr. Er nimmt diverse Drogen wie ich erfahren habe und hat auch ein dementsprechendes Gemüt.

Sollte ich also jetzt zum Chef gehen und das hier beschriebene Ihm schildern, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Kündigung und selbst wenn nicht, wird er es mir vermutlich sehr, sehr übel nehmen! Es fallen ständig aussagen wie "Ja okay, komm wir klären das nach der Arbeit". Irgendwann laufe ich dann nach der Arbeit heim und er fängt mich ab oder verfolgt mich bis nach Hause, sodass er weiß wo ich wohne und holt dann Freunde von ihm dazu. Das Problem bei solchen Menschen ist, dass ihr Handeln alles andere als Rational ist und wenn auch er eigentlich daran schuld ist, dass er seinen Job verliert und im schlimmsten Fall wieder ins Gefängnis (wegen mir geht) werde ich danach (wie ich es jetzt bereits schon tue) um mein Leben fürchten müssen.

Ich habe heute mit dem zuständigen Personaler meiner Leihfirma darüber gesprochen und er will sich bezüglich dieses Problems mit dem Chef des Unternehmens beraten. Ich habe den Namen dieses Kollegen aber nicht erwähnt.

Sorry für den langen Text, aber um diese Situation vollständig zu verstehen ist das meiner Meinung nach nötig gewesen ...

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von Stadthalle, 15

Du musst dich erst mal selbst schützen !

Das du dem Kollegen "helfen" willst , damit er seinen Job behält , ist ein guter Zug von dir .

Nur darfst du dadurch keinen Schaden nehmen.

Der Weg über deinen Chef der Zeitarbeitsfirma finde ich gut .

Denn beide Chefs haben auch eine gesetzliche Fürsorgepflicht ihren Angestellten gegenüber.

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verpflichtet Arbeitgeber zu angemessener Rücksichtnahme und zum Schutz ihrer Arbeitnehmer.

 Besonders wichtig ist die Fürsorgepflicht bei Mobbing.

Nur Mut und alles Gute.

Gruß S... .

Antwort
von Harald2000, 7

Wie wär´s mit Aufforderung zur Unterlassung ? Alternativ geht er oder du ganz raus oder nur Umsetzung innerhalb des Betriebes.

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