doch auch das hatte mit Sexualität zu tun. Im Universum ist alles auf Lustgewinn ausgerichtet und so wird alles in Lust umgewandelt. Wer als Baby Zuwendung unter Qualen erhalten hat, wird auf diesem Wege die Lust suchen. Wer einen Kampfsport oder überhaupt einen Kontaktsport macht, muss Freude am Schmerz haben, bzw. daran, wie der Schmerz nachlässt.
Wenn Du die Geschichten der sogenannten Heiligen liest, dann kommst Du ins Staunen, wie viele davon einen Lustgewinn hatten. Ich habe einmal die Geschichte eines Heiligen gelesen - der Name fällt mir ad hoc nicht ein - der sich mit der rechten Hand gegeißelt hat und mit der linken Hand einen abgew.ichst mit der Begründung der Leiden Christi und der Verurteilung der Sexualität.
Masochismus muss sich auch nicht im körperlichen Ausdrücken. Es gibt auch seelischen Masochismus. Übrigens hat jeder von uns in irgendeiner Form auch eine masochistische Ader. Irgend etwas womit er sich quält oder quälen lässt. Denke nur mal an die vielen verschiedenen Ansichten, womit sich die Menschen das Leben schwer machen.
Aber allen gemein ist der Lustgewinn. Selbst der Asket entsagt auf Lustgewinn. So ist vermutlich - aber darüber kann Dir ein Masochist sicherlich besser Auskunft geben - nicht der Schmerz oder die Erniedrigung der eigentliche Lustgewinn, sondern die Vorstellung desselben bzw. das Nachlassen des Schmerzes.
Das ist ein starkes Argument! Wenn konventionelle Selbstbefriedigung auch zur Sex. gehört, dann dürfte Selbstquälen dazu das Pendant sein. Nicht schlecht gedacht!