In der metrischen Hierarchie besteht jede Ebene aus Schlägen. Wir nehmen allerdings nicht alle diese Ebenen gleich stark wahr. Vielmehr erscheinen uns die Schläge einer bestimmten Ebene hervorgehoben als regelmäßiger Puls, der sich durch das ganze Stück zieht. Diesen Puls nennt man Grundschlag oder Grundpuls. Das ist die metrische Ebene, die der Dirigent seinem Orchester vordirigiert, oder diejenige, welche wir mitklopfen. Die Ebene, die Träger des Grundschlags ist, kann variieren. Normalerweise befindet sich der Grundschlag auf einer der mittleren Ebenen der metrischen Hierarchie. Der Abstand der Schläge auf dieser Ebene darf weder zu schnell, noch zu langsam sein. Meistens beträgt das Tempo auf dieser Ebene mehr als 50, aber weniger als 150 Schläge pro Minute (Beats per minute). Das Tempo des Grundschlags ist aufgrund seiner hervorgehobenen Stellung ein wichtiger Indikator für das wahrgenommene Tempo eines Musikstücks. Der Grundschlag ist für das Metrum die wichtigste Ebene. Von ihm ausgehend berücksichtigt man für die Darstellung der metrischen Struktur jeweils zwei bis drei höhere bzw. tiefere Ebenen. Die Wahrnehmung der metrischen Struktur ist auf dieser Ebene am intensivsten. Je weiter man sich von der Ebene des Grundschlags entfernt, desto schwächer wird die Wahrnehmung der Betonungsunterschiede, sowohl auf den tieferen als auch auf den höheren Ebenen.
Anhand der Gruppierung der Grundschläge wird ein Metrum als binär (zweiteilig) oder ternär (dreiteilig) bezeichnet. Diese Bezeichnung gibt an, wie viele Schläge der Ebene des Grundschlags auf einen Schlag der nächsthöheren Ebene kommen. In der europäischen Kunstmusik sind diese Metren am häufigsten, aber komplexere Metren (z. B. fünfteilig) kommen ebenfalls vor.
Metren, die sich nicht als Vielfaches eines zwei- oder dreiteiligen Metrums erklären lassen, werden additiv aus einer Kombination von zwei- und dreiteiligen Schlägen beschrieben. So wird z. B. der 5/4-Takt als eine Kombination von 2/4 + 3/4 (oder 3/4 + 2/4) erklärt. Da diese Metren auf mindestens einer Ebene der metrischen Hierarchie eine non-isochrone Verteilung der Schläge erfordern, werfen sie die Frage auf, wie angemessen die verbreitete Forderung nach ausschließlich isochroner Verteilung der Schläge einer metrischen Ebene ist (vgl. Schwächen der Theorie) :)
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