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Bedeutung des Psalm 23 in der heutigen Gesellschaft?

Frage von merlefeline93 merlefeline93

Hey Leute, was denkt ihr? Wie kann man den Psalm 23 (Psalm Davids) aufs heutige Leben bzw. die heutige Gesellchsaft beziehen? Was kann man daraus ableiten fürs Leben? Oder wie kann mir dieser Psalm weiterhelfen im Leben?

Danke für eure Antworten! :-)

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Antworten (10)

  • 5
    RatgeberHelden Antwort von Sonnenschnauz Sonnenschnauz

    Der Psalm 23 stammt aus einer Gesellschaft, in der die Transhumanz gepflegt wird, also die Fernweidewirtschaft. Der Schäfer zieht mit seiner Herde zu den Weiden, auf denen es "frisches Wasser" und "grüne Auen" gibt. Insofern kann man den Psalm auf eine moderne Gesellschaft nicht einfach übertragen.

    Er muss also symbolisch verstanden werden. Wer ist das "Schaf", wer ist der "Hirte"? Sodann denke ich, dass man diesen Psalm individuell verstehen muss, nicht gesellschaftsbezogen.

    Der Herr ist "mein" Hirte: Das heißt, ich habe jemanden, der mir beim Gang durch das "finstere Tal" beisteht, dem ich vertrauen kann, z. B. vor einer schweren Operation, bei der ich nicht weiß, ob ich aus ihr erwache.

    Ich würde jedem empfehlen, diesen Psalm in der Sprache Luthers auswendig zu lernen. Ich selber habe eine sehr tiefgehende Erinnerung an die Kraft dieses Psalms. Ich wurde als sehr junger Mann zu meinem ersten Sterbenden gerufen. Er war nicht mehr ansprechbar, und ich war überfordert, hatte nicht gelernt, wie man in einer solchen Situation hilft. Ich habe diesen Psalm dann als Gebet gesprochen, auswendig, und sah, dass der alte Mann mitbetete. Er hatte als Kind diesen Psalm gelernt. Danach schlief er friedlich ein.

    Ich denke, solche Erfahrungen haben auch andere Menschen mit diesem Psalm schon gemacht. Auf diese Weise wird der Psalm hoffentlich noch lange seine Kraft behalten.

  • 5
    RatgeberHelden Antwort von asteppert asteppert

    Hallo,

    Psalm 23 kann dir im Leben sehr viel helfen.

    David war ein Hirte, er hatte bei Nacht sicher Gelegenheit, tiefe Gedanken zu haben, alles zu beobachten, was um ihn war. Dadurch kam er auch Gott näher.

    Der Psalm 23 beschreibt sehr schön die Liebe des Hirtes zu seinen Schafen. Es wird auch heute noch sein, dass der Hirte und seine Schafe eine Art Beziehung aufbauen, zum Beispiel kennen die Schafe die Stimme des Hirten. Sie folgen ihm, sie werden aber nur dem Hirten folgen, einem anderen keinesfalls.

    Ein Hirte hatte auch einen Stab, der nicht nur der Lenkung der Herde diente, sondern auch als Verteidigungswaffe. Von David zum Beispiel wissen wir, dass er einen Löwen und einen Bären von der Herde abwehrte, indem er sie tötete.

    Wenn wir nun den 23. Psalm lesen, dann denken wir an den Hirten und seine Schafe.

    (Psalm 23:1-6) 23 Jehova ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.  2 Auf grasreichen Weiden läßt er mich lagern; An gut bewässerte Ruheorte geleitet er mich.  3 Meine Seele erquickt er. Er führt mich auf den Spuren der Gerechtigkeit um seines Namens willen.  4 Auch wenn ich im Tal tiefen Schattens wanderte, Fürchte ich nichts Böses, Denn du bist bei mir; Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.  5 Du richtest vor mir einen Tisch zu gegenüber denen, die mich befeinden. Du hast mein Haupt mit Öl eingefettet; Mein Becher ist wohlgefüllt.  6 Sicherlich wird mir lauter Gutes und liebende Güte folgen alle Tage meines Lebens; Und ich werde wohnen im Haus Jehovas für die Länge der Tage.

    Wir brauchen nur daran zu denken, dass Gott unser Hirte ist, dann werden wir, wenn wir die Beziehung mit Gott haben, seine Stimme "hören", indem wir aus der Bibel von ihm lernen. Durch Gebet können wir ihm näher kommen. Besonders bei Begräbnissen wird dieser Psalm oft vorgelesen.

    Hoffentlich konnte ich dir helfen,

    Gruß Alfred

  • 3
    Antwort von riara riara

    Es zeugt von einem tiefen Gottvertrauen wenn man sich diesen Psalm verbunden fühlt, ich erinnere mich an drei Situationen in meinem Leben wo mich diese Worte aus der Dunkelheit ins Licht zurückführten, die Worte gaben mir Kraft und Zuversicht, in zwei der drei Situationen war mein Leben bedroht und ich dachte, ich würde das letzte Mal die Sonne und den blauen Himmel sehen, in beiden Fällen kam ich mit einem blauen Auge aus der Situation raus...

    Die dritte Situation war eine schlimme Zeit nach der Trennung von meinem Sohn, irgendwann ging es einfach nicht mehr weiter, da kamen mir die Worte ganz selbstverständlich über die Lippen, es ist eine merkwürdige Kraft die sich in diesen Worten ausdrückt, man fühlt sich auf einmal nicht mehr so verloren, beruhigt sich und fängt wieder an, klar zu denken. Ich denke er gehört zu den wichtigsten Psalmen und ist mir irgendwo ein stetiger Begleiter in meinem Leben, auch wenn ich Ihn manchmal nur gedanklich an meinen Augen vorüberziehen lasse, in den schlimmsten Momenten meines Lebens habe ich die Worte laut gesprochen...

  • 2
    Antwort von babulja babulja

    Da Du Deine Frage nicht explizit an die gläubigen Mitbürger oder Theologen gerichtet hast, gestatte mir als Nicht - Gläubigem auch ein paar Gedanken.

    Der Text, egal in welcher Version, ist schon irgenwie beeindruckend, sehr blumenreich und mit Symbolik durchzogen, wie so viele Passagen in der Bibel. Verschiedene Gespräche, die ich dazu mit gläubigen Verwandten und Bekannten hatte (und auch die Beiträge hier vor mir) haben eins gemeinsam:

    der Psalm 23 findet zumeist sehr individuelle Anwendung in desaströsen und kritischen Situationen (Tod, Krankheit, Trennung, Lebenskrisen, Unglücke u. ä.).

    Und sie haben hundertprozentig alle noch eins gemeinsam: man muss erst an Gott glauben und seine Hirtenrolle anerkennen.

    Es bedarf also für diesen Psalm eines Unglücks und des Glaubens an Gott, um ihn wirken zu lassen!

    Besteht daraus die Hauptmasse Dein irdisches Leben?

    Wenn das für viele Menschen eine Leitlinie, Hoffnung, Beruhigung oder einen Ausweg für ausweglose oder kritische Situationen bringt, dann sollte das so respektiert werden.

    Nun entscheide aber selbst, ob man für solche Situationen auf einen "Hirten" bauen sollte, auf ein göttliches "Leittier", das uns (eventuell oder auch nicht) aus dunklen Tälern heraus führt, gefüllte Teller und Becher gibt?

    Oder ob man da nicht besser auf seine eigenen Fähigkeiten und Kräfte, sein eigenes Wissen, seine Erfahrungen, sein Selbstbewusstsein, seine Instinkte, auf eine intakte Familie und ein gesichertes soziales Umfeld, für die man im Wesentlichen selbst verantwortlich ist, bauen sollte?

  • 1
    Antwort von schmalf36 schmalf36

    Liebe merlefeline93,

    ich möchte die Beiträge der anderen Gutefrage.net Leute bekräftigen. Ja, Jesus ist wirklich unser gute Hirte, dem wir uns gerne anvertrauen. Du solltest den Psalm im Zusammenhang mit dem Johannesevangelium, Kap. 10 lesen. In Vers 11 steht z. B.: " Ich (also Jesus) bin der Gute Hirte. Der Gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe". In Kap.3, Vers 16 wird Gott ganz deutlich: " So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat." Ich habe den Psalm 23 auswendig gelernt und bete ihn jeden Abend. Ein besseres Schlafmittel gibt es nicht!

  • 1
    Antwort von papaandy papaandy

    Ob nun Psalm 23 oder ein anderer Psalm - helfen wird dir nur dein eigner Mut zum Leben mit all seinen Höhen und Tiefen!

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Ich glaube, du warst noch nie wirklich im "finsteren Tal"!

    Kommentar von papaandy papaandypapaandy

    Doch, ich denke schon... war 4 Jahre im DDR - Knast wegen staatsfeindlicher Hetze, habe meine Frau verloren, als sie gerade 41 war und hätte mich danach vor Verzweiflung fast totgesoffen. Also sag du mir nicht, wie es im finstersten Tal ist!

  • 1
    Antwort von creativy creativy

    Wer sich an die Bibel hält, also an den Inhalt im übertragenen Sinne - der ist meiner Meinung nach ein guter Mensch.

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Man ist also ein guter Mensch, wenn man sich an Märchen hält deren Quelle nicht eindeutig indentifizierbar ist?

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Wer stets die Sprüche der Bibel, so dreht, das sie Sinn machen, und zum Guten gewendet werden, der kann sich die Bibel, so drehen, das sie ihn zum "Guten Menschen" macht. Das Problem aber ist, ob Menschen bereit sind, nur das "Gute", anzustreben.? Ich habe da Zweifel.

    Der Psalm 23, ist aber anders zu bewerten. Der fällt aus der üblichen Betrachtung raus. Er hat tatsächlich Ambivalenz. (kann von mehreren Seiten betrachtet werden).

    Grüße, Rudi Gems

  • 0
    Antwort von viktorel viktorel

    Ps.23 zeigt, dass auch in der heutigen Zeit etwas mehr "Gottvertrauen" helfen könnte (Phil.2,24).

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    Antwort von Rudigems Rudigems

    Bei diesem Psalm 23 scheiden sich die Geister. Auch Mathä. K6 V25. vertritt diese Meinung. Es zeigt mir immer deutlich, wer mit dem Schöpfer in Kontakt ist, und wer nicht. Für Menschen, die nicht mit dem Schöpfer in Kontakt sind, sind diese Bibelstellen, eine furchtbare Provokation. Sie sehen das ganze Leid, um sich herum, oder auch in ihrem Leben, und fragen sich, wo da der besondere Schutz bleibt.

    Leider können die Menschen schlecht lesen. In der Bibel, heißt es eindeutig, das es ein Hauptgebot der Nächstenliebe gibt. Ein Hauptgebot ist ein Hauptgebot, und jeder, der es nicht, oder nur unter "ferner liefen", abtut, hat den Begriff, Hauptgebot nicht verstanden. Ein Hauptgebot, erkennt man daran, das es über alle anderen Gebote, bevorzugt steht. Selbst die Bibel, muss sich diesem Hauptgebot unterwerfen. Alle Regeln der Bibeln, müssen darauf überprüft werden, ob sie diesem Hauptgebot genügen oder entsprechen.

    Da Menschen, durch die Einhaltung dieses Hauptgebotes, sehr nahe zu Gott kommen können, erhalten sie durch diesen, auch besonderen Schutz. Sie merken täglich, wie der Psalm 23, aber auch Mat. 6. 25., seine Bedeutung bekommt. Sie merken, wie sie täglich vom Schöpfer beschützt werden. Wer sich also, in dieser Richtung, vernachlässigt fühlt, sollte sich vielleicht mal die Frage stellen, "Wie halte ich es mit der Nächstenliebe?"

    Ja, es lässt mich oft aufhorchen, wenn ich sehe, wie der Schöpfer, mit Menschen umgeht, die meinen, die Nächstenliebe, gälte nur zu ihrem Nutzen. Ich frage dann oft, "War das nötig?". Aber, das ist eine rein rhetorische Frage. Allerdings, die Naivität, zu meinen, "Ich kann mich persönlich benehmen, wie ich will, wenn ich jeden Sonntag zum Gottesdienst gehe, dann wird mich Gott schon beschützen.", wirkt auf einen, der die Sache verstanden hat, extrem unverständlich.

    Grüße, Rudi Gems

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    Antwort von Starless Starless

    Hausaufgabe ? ^^

    Kommentar von merlefeline93 merlefeline93

    Jein... Also wir haben Psalm 23 mal angeschaut... Der Rest ist nur aus Interesse! ;)

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