Frage von anitaadrijan, 107

Bedeutet ein Inkassoschreiben gleich eine schlechte Bonität ?

Also ich habe vergessen eine Rechnung zu bezahlen und habe nun ein Inkassoschreiben. Ist das jetzt schon ein Eintrag? Also das ich schon Kreditunwürdig bin ?

Antwort
von kevin1905, 68

Bedeutet ein Inkassoschreiben gleich eine schlechte Bonität ?

Nein!

In die Schufa eingetragen werden dürfen nur

  • fällige Forderungen, die
  • unbestritten sind, bei denen
  • Verzug vorliegt, sofern
  • das eintragende Unternehmen Mitglied der Schufa ist und
  • du bei Vertragsschluss einer entsprechenden Klausel zugestimmt hast.

Ansonsten wäre ein Negativeintrag, ohne deine Zustimmung oder gerichtliche Feststellung der Schuld krass rechtswidrig (§ 824 BGB).

Schufa steht hier repräsentativ für alle Auskunfteien.

Hier steht eine ganze Menge Mist geschrieben von Leuten, die noch nie einen Blick ins BDSG geworfen haben.

Antwort
von Mignon3, 76

Nein, strittige Fälle darf die Schufa nicht eintragen. Solche Drohungen auf Inkassobürobriefen sollen dir nur Angst einjagen, damit du die Rechnung schnell bezahlst.

Die Inkassobürogebühren brauchst du übrigens nicht zu bezahlen.

Kommentar von kevin1905 ,

Könnte u.U. auch schon eine strafbare Nötigung sein. Dem Inkassobüro wäre von Amts wegen die Lizenz zu entziehen.

Antwort
von Pondus, 69

Nach meiner Erfahrung melden die meisten Inkasso-Unternehmen den Vorgang der Schufa wenn Du NICHT bezahlst. Daher - falls möglich - schnell ausgleichen.

Kommentar von franneck1989 ,

Zunächst sollte man prüfen, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist. Und dann sollte man selbstverständlich an den Gläubiger und nicht an das Inkassobüro überweisen - in 99% der Fälle kann man die Gebühren weg lassen

Antwort
von Jewiberg, 73

In der Regel melden die Inkassofirmen dich bei der Schufa. Allerdings siehst du das nicht sofort sondern erst nach dem Update der Daten, ab Juli. Wenn du dann gezahlt hast, kannst du die Löschung des Eintrags verlangen.

Kommentar von Mignon3 ,

Das ist mir neu. Meines Wissens dürfen Forderungen erst der Schufa gemeldet werden, wenn sie rechtskräftig per Gerichtsentscheid festgestellt wurden.

Den Inkassobüros geht es nur um Drohungen und um Angsteinjagerei, damit die Schuldner schnell bezahlen und auch die unrechtmäßig geforderten Gebühren des Inkassobüros gleich mitbezahlen.

Kommentar von mepeisen ,


Das ist mir neu. Meines Wissens dürfen Forderungen erst der Schufa gemeldet werden, wenn sie rechtskräftig per Gerichtsentscheid festgestellt wurden.

Das gilt nur, wenn man die Forderungen bestreitet. Wenn man beispielsweise einfach nur nicht reagiert, dürfen sie auch davor schon gemeldet werden.

Der zweite Absatz ist natürlich trotzdem richtig :-)

Antwort
von EXInkassoMA, 40

Nein ! Wäre dem so dann hätte ein Großteil der Bevölkerung eine rabenschwarze Schufa

Überprüfe mal die Gebühren die das Inkassobüro verlangt

Hier wird oft getrickst :

http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht...

Antwort
von Noctisrules, 65

Inkassoschreiben werden üblicherweise eigentlich erst nach ein bis zwei Mahnungen aufgesetzt. Selbst bei denen kann man schon Pech haben, dass sie an die SCHUFA weitergegeben werden. Also würde ich vorsichtig auf "Ja" tippen. Im Zweifelsfall kannst du deine Bewertung aber immer bei der SCHUFA erfragen.

-Noctis

Antwort
von steinpilzchen, 63

Von was den? Ist aber gut möglich.

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