die einen sehen den menschen als zufälligen störfaktor in der natur dieser erde, die anderen sehen ihn als zielpunkt oder spitze der entwicklung, als das am meisten entwickelte und weiter in entwicklung befindliche phänomen dieser erde. je nach blickpunkt ist der mensch dann entweder eine fast außerhalb der natur stehende erscheinung mit dem makel der zufälligkeit oder er ist motor und orientierungspunkt aller naturprozesse. "naturkatastrophen" mit hunderttausenden toten menschen sind dann entweder eine unwichtige begleiterscheinung der bedingungen in der natur dieses planeten erde, oder aber sie sind ein gezielter hinweis von naturkräften auf die verantwortung des menschen für den menschen, für den "nächsten", den mitmenschen. es fällt ja auf, dass die großen naturkatastrophen wie erdbeben und tsunamis praktisch nur dort sich ereignen, wo die menschen am wenigsten anteil haben an den allgemeinen menschlichen errungenschaften der zivilisation, des wohlstands, des fortschritts, der demokratie. will die natur unser augenmerk darauf richten, dass wir große teile der menschheit ausgeschlossen haben vom menschlichen fortschritt, von der entwicklung des menschen an sich? die katastrophen der erde weisen uns immer wieder auf die vergessenen, steckengebliebenen, gestrandeten menschen auf diesem erdball. wir müssen erkennen, dass die naturkatastrophen uns wachrütteln sollen, sie weisen uns auf unsere verantwortung für die abseits stehenden mitmenschen. haiti hat sich 1804 durch einen sklavenaufstand befreit und wurde unabhängiger staat, aber es hat seitdem praktisch keine hilfe der übrigen menschheit zur weiterentwicklung erhalten. das ganze elend von 200 jahren armut und verlassenheit wird von den kräften der natur noch überspitzt, damit wir alle unsere blicke darauf richten. werden wir die botschaft verstehen?
Liebe/r MissNobody,
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