Frage von lilyosh, 117

Beamtin auf Lebenszeit ohne Krankenversicherung kennt sich jemand aus?

Hi. Ich brauche dringend tipps wie man als Beamtin auf Lebenszeit wieder an eine Krankenversicherung kommt. Kurze Zusammenfassung nach 1. Kind wenig geld zum begleichen der Beiträge dann Kündigung. Dann wegen finanziellen Problemen keine neue abgeschlossen. Nun nach Geburt von Zwillingen bluthochdruck. Aber keine Versicherung nimmt sie. Jetzt brauche ich Hilfe. Hat vielleicht jemand das gleiche durch? Das es fahrlässig war wissen wir. Aber das es in Deutschland dafür keine Regeln gibt um ihr zu helfen find ich schlimm. Zumal sie nun noch hartz 4 erhält . Wer kennt sich aus? Bitte keine Vorwürfe die machen wir uns selbst schon genug. Bin dankbar für jeden hilfreichen Tipp.

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von thowie, 10

da muss eine PKV Experte ran, so wird das nichts! Ich würde z.B. Thorulf Müller empfehlen.

Antwort
von FordPrefect, 45

Diese Fallkombination ist eigentlich nur denkbar, wenn die Betroffene als Beamtin in der PKV versichert war, und dort wegen Zahlungsrückständen gekündigt wurde. In diesem Fall würde bei Bezug von ALG2 kein Recht auf Beitritt zur GKV etabliert.
Die einzige Möglichkeit wäre der Antrag auf Versicherung im Basistarif des Versicherers; das darf der VR nicht ablehnen. Das Problem der aufgelaufenen Rückstände ist parallel jedoch umgehend zu lösen, idealerweise im Dialog mit dem Gläubiger. Sofern die Rückstände nicht tituliert wurden, sind nur die Rückstände seit 2013 relevant; die Vorjahre sind bereits verjährt.

Antwort
von Drizzt1977, 52

Nun, ich muss sagen, dass man sich auch in Deutschland selber kümmern sollte und nicht immer die "Ich-nehme-alles-und-mach-nix-dafür"-Mentalität bemüht. Nichtsdestotrotz, hat die Person nicht eine Anwartschaft abgeschlossen, mit der man später im Fall der Fälle zum damaligen Gesundheitszustand wieder in eine gesetzliche Krankenkasse zurück kann? Vor allem als BaL muss einiges passiert sein, dass man jetzt ALG II bezieht.

Kommentar von lilyosh ,

Ja das wissen wir. Ich kenn sie noch nicht lang genug um zu sagen wie das 2006 alles ablief. Sie musste sich damals entscheiden als sie die Urkunde bekam zwischen gesetzlicher und privater kv sie hat sich damals für die private entschieden. Jetzt bekommt sie hartz 4 weil sie zwillinge bekommen hat und alleinerziehend ist. Lohn wurde nur 6 monate weiter gezahlt. Dann sprang Lbank ein aber seit ca. Oktober nun hartz4

Antwort
von kevin1905, 69

Die letzte Kasse privat oder gesetzlich muss dich versichern. Beiträge sind ggf. aber nach zu entrichten.

Kommentar von lilyosh ,

Ja das ist das problem. Es ist finanziell grad unmöglich. Mit 3 kindern das alles zu stemmen.

Antwort
von basiswissen, 47

Zunächst bin ich verwundert das eine Beamtin auf Lebenszeit ALG2 beziehen soll obwohl der Beamtenstatus noch besteht. Ich wusste nicht das so etwas möglich ist. Ich bitte um nähere Erklärung was da passiert ist, wie der tatsächliche Status ist usw. So kann man das nicht beantworten.

Kommentar von lilyosh ,

Die hat Zwillinge bekommen. Lohn wurde nur 6 monate weitergezahlt. Dann kam geld von der Lbank. Seit oktober aber jetzt hartz4. Denn sie kann noch nicht weiter arbeiten kein krippe platz bekommen für die kleinen. Jetzt muss sie daheim bleiben bis die kleinen 3 sind. Habe auch schon mit ihrer pkv gesprochen die würden sie nehmen aber nur wenn sie die jahresbeiträge ab 2007 nach zahlt. Ca. 4000 euro. Ich war echt baff.

Kommentar von schleudermaxe ,

... verwundert? Das gab es seit dem Kohl, so auch meine Erlebnisse.

Kommentar von basiswissen ,

Sachen gibt es... Kopfschüttel

Antwort
von SmartTim98, 72

Das Problem ist also, dass die Person nun keine Beamtin mehr ist und dementsprechend auch nicht mehr in der PKV ist, sondern wieder in die GKV muss. Warum wird nicht einfach beim Arbeitsamt nachgefragt?

Kommentar von lilyosh ,

Doch sie ist eine beamtin auf lebenszeit. Deswegen greift ja keine gkv. Und die pkv sagt zahl mal 9 jahresbeiträge in etwa 4000 euro. Dann versichern wir dich vielleicht. 

Kommentar von kevin1905 ,

Sind die Beiträge tituliert worden?

Ansonsten besteht nur Anspruch auf die Beiträge von 2013 und später!

Ablehnung oder Kündigung sind rechtswidrig.

Kommentar von SmartTim98 ,

Warum erhält sie denn als Beamtin ALGII? 

Kommentar von lilyosh ,

Weil sie letztes jahr Zwillinge bekommen hat und ihr lohn wird nur 6 monate weiter gezahlt

Antwort
von schleudermaxe, 28

Aber das ist doch nicht so schlimm. Schon zu meiner Zeit haben viele Berufsbeamte erg. Sozialhilfe bekommen. Zuständig dafür war ein Herr Kohl.

Und die Restkostenversicherung (Diff. zur Beihilfe)  bekommt doch jeder in seiner PKV.

Viel Glück.

Kommentar von DolphinPB ,

Was ein unglaublicher Unsinn - wenn Sie keine Ahnung haben, einfach mal das Kommentieren unterlassen.

"Und die Restkostenversicherung (Diff. zur Beihilfe)  bekommt doch jeder in seiner PKV."

Dieser Satz beweist Ihre völlige Unkenntnis bez. der angefragten Situation und disqualifiziert Sie hier vollends.

Kommentar von schleudermaxe ,

Aber Deine Antwort ist komplett richtig? Wo ist sie?

Jeder Beamte auf Lebenszeit kann/darf in eine PKV, was bitte ist daran Unsinn. Das kennt sogar N.U., denn der ist doch diesbezüglich Spezialist.

Und Sozialhilfe, auch wenn der Kohl heute zum Glück raus ist, wir haben jedenfalls jeden Monat von unserem Bürgermeister zum Gehalt deftige Zuschläge bekommen. Was bitte ist denn daran Unsinn?

Antwort
von Karl37, 41

Die Beamtin ist doch alimentiert, was braucht sie da noch eine KV?

Kommentar von lilyosh ,

Darf ich fragen was ist alimentiert? Das hab ich jetzt zum ersten Mal gehört. Sorry. Würden Sie mir das erklären? Danke

Kommentar von Karl37 ,

Das Alimentationsprinzip zählt zu den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums (vgl. Art. 33 Abs. 5 GG). Es bezeichnet die Verpflichtung des Dienstherren, Beamten während des aktiven Dienstes, bei Krankheit und Dienstunfähigkeit und nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst aus Altersgründen einen angemessenen Lebensunterhalt zu zahlen. Die Alimentation begründet sich aus dem Treueverhältnis des Beamten gegenüber dem Staat und soll ihm die angemessene Amtsführung ohne wirtschaftliche Schwierigkeiten ermöglichen, die sein Amt erfordert. Der Lebensunterhalt des Beamten und seiner Familie soll dabei auf das Amt bezogen und angemessen sein. Auch gründet sich die Tätigkeit des Beamten nicht auf einen Arbeitsvertrag, sondern auf einen Verwaltungsakt, der Ernennung (§ 10 BBG) durch Aushändigung einer Ernennungsurkunde (§ 12 Abs. 2 BBG) und Leistung eines Diensteides (§ 64 BBG).

Kommentar von DolphinPB ,

Schön, aber eine Beamtin braucht, wie jede Person in D auch, eine KV.

Kommentar von Karl37 ,

Die aber der Staat mit seiner Alimentation bezahlt wird. Je nach Beamtenstatus gibt es eine Selbstbeteiligung, die dann durch eine Zusatzversicherung abgedeckt wird, Polizisten z.B. haben aber eine 100%ige Kostenübernahme.

Kommentar von FordPrefect ,

Die aber der Staat mit seiner Alimentation bezahlt wird

Das ist in der Sache richtig, geht aber an der Problemstellung vorbei.

Richtig ist, dass der Staat aufgrund des Alimentationsprinzips als Dienstherr entsprechend Leistungen an die Beamten auszahlt. Falsch ist aber, dass die Klärung der KV Sache des Dienstherren wäre. Sattdessen leistet der Dienstherr einen Zuschuss zum Salär, aber eben nicht an die PKV / GKV direkt, sondern an den Beamten. Es ist stets Sache des Beamten selbst, für seinen KV-Schutz Sorge zu tragen. Und wenn hier kein KV-Schutz mehr besteht (und das schon seit Jahren), dann ist neben den aktuellen Problemen auch hacnzufragen, ob gegenüber der abrechnenden Stelle dies auch zeitnah bekanntgegeben wurde. Denn sonst hat der Dienstherr ggfs. sogar einen Rückzahlungsanspruch aufgrund zu Unrecht bezogener Leistungen (bis hin zur Frage, ob hier nicht sogar der Anfangsverdacht der Untreue zu prüfen wäre).

Polizisten z.B. haben aber eine 100%ige Kostenübernahme.

Stimmt, aber versichern müssen sie sich natürlich trotzdem selbst.

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