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beagle- terrier mischling jagen abgewöhnen oder trainieren?

Frage von bigben1998 bigben1998

Hallo ich habe einen beagle terrier mischling als hund und der hund jagt auch gut und gerne.

Sie hat schon 2unserer 5 hüner tetötet und weiß jetzt wo sie hin beißen muss.

Jetzt meine eigentliche frage! Jagen trainieren oder versuchen ab zu trainieren?

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Antworten (4)

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    RatgeberHelden Antwort von ilsemarie ilsemarie

    Liebe(r) bigben 1998! Das wird sehr, sehr Schwierig.! Warum?? Beagleterrier ist schon eine jagdlich scharfe Mischung. Ich denke mal hier wird immer ein Risiko bestehen. So leid es mir tut aber ich würde den Hund erstmal an der Schleppleine führe. Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema gibt es im "Animal learnverlag" es heißt Das unerwünschte Jagdverhalten und geschrieben hat es Clarissa von Reinhard. Ich würde mir das besorgen. Hier sind gute Tipps drinnen wie du es vielleicht noch in den Griff bekommst. Alles Gute Ilsemarie

    Kommentar von bigben1998 bigben1998

    was ist eine schleppleine ? ist also das jagen trainieren besser (leichter) als es abzugewöhnen?

    Kommentar von ilsemarie ilsemarieilsemarie

    Ich komme mit deiner Frage nicht ganz klar. Schleppleine habe ich empfohlen um dem Hund die großtmögliche Freiheit in der Natur zu geben ohne dass er dir zum Jagen abhaut!

  • 2
    Antwort von Sonnenblume104 Sonnenblume104

    Ab zu trainieren ist unmöglich! Das ist ein Instinkt. Man kann ihn aber kontrolliert ausbrechen lassen zum Beispiel beim Reizangeltraining und damit das Bedürfnis weitesgehend "sättigen". 100% kontrollieren lann man es dennoch nicht. Also würde ich vorschlagen, dass du den Hund nicht mehr in der Gegenwart der Hühner frei lässt oder die Hühner sicherer unterbringst.

    Kommentar von bigben1998 bigben1998

    wie bringt man dem hund das bei sein jagd trieb konntrolliert ausbrechen zu lassen?

    Kommentar von Sonnenblume104 Sonnenblume104Sonnenblume104

    Das bringst vordergründig du dir selbst bei, in dem du deinen Hund jagdlich auslastest. Zum Beispiel, wie Portbatus bereits geschrieben hat über Futterbeuteltraining und dann über Reizangeltraining. Beim Reizangeltraining sollter der Hund aber bereits apportieren können und den Futterbeutel zu dir zurück bringen können. Denn an die Reizangel wird ein Objekt gehangen, was für den Hund den größten Reiz hat. Dann lässt man ihn dieses Objekt jagen.

    Entweder kann man das als einfache jagdliche Auslastung nutzen oder aber man trainiert seinen Hund darin, während er völlig in seinem Element ist, abzurufen / Kommandos zu geben. Aber Vorsicht: Ein wild herumrennendes Hund ist immer noch was anderes als ein "totes" Objekt an einer Angel. Wenn der Hund an der Angel 100% hört, heißt das noch lange nicht, dass er das auch bei dem Huhn macht.

    Ich sags mal so: Wenn der Hund in seinen jagdlichen Bedürfnissen befriedigt wird, wird er wohl weniger auf "dumme" Ideen kommen. Aber ausgeschlossen ist es nicht. Ein Hund ist "nur" ein Tier und keine Maschine, die man so programmieren kann wie man es gern wöllte. Daher: Huhn trotz Training sicherer unterbringen oder Hund an die Leine (gibt ja auch 15m Leinen).

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    RatgeberHelden Antwort von Portbatus Portbatus

    Ich stimme Sonnenblume da voll zu.

    Was du tun kannst ist Futterbeuteltraining, da werden Koordination, Jagdlust, Beutetrieb, Belohnung, Suchen, apportieren, Versteckspiele, Fährtenlegen und ablaufen und vieles mehr trainiert und du hast einen ausgelasteten und zufriedenen Hund.

    Im Fressnapf gibt es Futterbeutel: Du wirfst den Futterbeutel (an einer 20m Schnur), gefüllt mit der Tagesration in deinem Garten 5m weg und wenn er ihn sucht, ziehst du ihn zu dir und gibst ihm ein paar Bocken. Mit der Zeit wird er apportieren und ihn dir bringen. Dann wirfst du 10m oder 20m, je nach Ausbildungstand. Immer alles korrekt machen lassen, bringen, abgeben und Lob und Belohnung mit Futter.

    Nach 4-6 Wochen gehst du in Gelände, genauso üben, dann wirst du es in die Büsche, an der Schnur, später richtig verstecken, dann machst du Schleppsuche, dann wirfst du es in einen Teich oder viel andere Ideen sind möglich und du hast einen zufriedenen Hund.

    Kommentar von bigben1998 bigben1998

    was soll das training mit dem futterbeutel bringen? stärkt das den jagdtrieb?

    Kommentar von bigben1998 bigben1998

    oder soll das das suchen stärken?

    Kommentar von Portbatus PortbatusPortbatus

    Das Futterbeuteltraining stärkt alle Sinne des Hundes, aber es stärkt auch die Bindung zu dir. Darum zuerst nur von der Hauptbezugsperson durchführen lassen und erst Monate später durch alle Familienmitglieder.

    Der Jagdtrieb ist ja offensichtlich da, den kannst du ja nicht ignorieren oder unterdrücken, dann schafft der sich irgendwo andere Bahnen, die du nicht kontrollieren kannst.

    Darum ist es Erfahrungsgemäß besser, es umzulenken in Bahnen, die du bestimmst und kontrollieren kannst.

    Hier ist noch ein interessanter Link zum Thema Jagdtrieb, der es aus einer ganzheitlichen Sicht sieht. Da sind auch viele andere interessante "Hunde-Gesichtspunkte" beschrieben, nicht nur der Jagdtrieb, such mal ein bisschen auf dieser Seite, falls es interessant für dich ist. Dieser Link gilt für alle Hunde, nicht nur für den Hovawart.

    http://www.hovawart-info.de/jagdtrieb.htm

    Kommentar von Portbatus PortbatusPortbatus

    Ergänzung: Durch das Futterbeuteltraining befriedigst du ja ein angezüchtetes Verhalten und nimmst den Hauptdruck des Triebes. dass du trotzdem aufpassen musst ist wohl sowieso schon mal klar ;-D).

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    Antwort von minnimaus125 minnimaus125

    dass kannst du jetzt nich mehr abtrainieren. aber dass jagen trainieren würde ich auch nicht empfehlen sonst habt ihr bald keine hühner mehr.

    Kommentar von Sonnenblume104 Sonnenblume104Sonnenblume104

    Man kann es generell nicht abtrainieren. Einen Jagdhund brauch man auch nicht im Jagen trainieren - das ist ein angeborener Instinkt. Man muss als Mensch sich damit arrangieren können. Und das tut man indem man diesen Instinkt nicht unterdrückt, dieser sich damit anstaut und irgendwann völlig plötzlich und unkontrolliert ausbricht. Man sollte ihn lieber befriedigen und dem Hund damit den angestauten Stress nehmen. Nur dann kann man die Jagd des Hundes kontrollieren und auf etwas umlenken, was keine fatalen Folgen, wie tote Hühner, hätte.

    Ich lasse meinen Jack Russel nur in überschaubarem Gelände frei. Denn ich hab keine Lust meinen Hund tot nach Hause zu tragen nachdem ein Förster oder Jäger auf ihn geschossen hat und noch der Wilderei verdächtigt zu werden. Denn Wilderei ist illegal.

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