Frage von Jamitsch, 51

BBerufsunfähigkeit durch Epilepsie mit 18?

Hey Leute,

Ich bin seit ich denken kann Epileptikerin hab die Diagnose aber erst seit der 10. Klasse (2012). Es fing an mit Absencen aber seit kurzem kamen Myoklonien dazu. Mein Neurologe meinte es wäre dann eine Myoklonusepilepsie, da ich nächtliche Halluzinationen habe und immer vergesslicher werde und halt seit einem Monat zitter. Seit Ca einer Woche zitter ich eigentlich ununterbrochen und manchmal habe ich so starke zuckungen das meine Gelenke knacken, bin aber dabei bei vollem Bewusstsein. Kann keinen Arzt erreichen und komme auch nicht wirklich aus dem Bett da ich so müde bin und immer einschlafe und halt alles vergesse.

Ich wohne seit einiger Zeit auch noch alleine in einer neuen Stadt, weg von meiner Familie. Ich bin 18 und habe nach meinem Abi eine Ausbildung zur Altenpflegerin angefangen. Wieder nach Hause ziehen kann ich nicht (zu viele Personen + kein Platz = Reizüberflutung). Da ich denke mal meine Ausbildung nicht weitermachen darf und auch nicht kann wollte ich fragen wie ich eine wg oder ähnliches Finanzieren kann. Alleine kann ich ja nicht bleiben und ohne Einkommen wird es dann schwierig. Single bin ich auch noch, also wirklich fast immer alleine.

Hoffe mir kann jemand etwas helfen.

LG Jamitsch

Antwort
von Siraaa, 44

Es besteht nicht zwangsläufig eine Berufsunfähigkeit. Ich bin selbst Physio mit Epilepsie.

Hast du dich damals vor der Berufswahl vom Neuro beraten lassen)

Es hängt mehr von der Häufigkeit der Anfälle ab und durch was sie auslösbar sind. Führt z.B. ein Schichtwechsel zu vermehrten Anfällen, müsste man schauen, ob Schichtwechsel zu vermeiden wären. (Aber auch dies stört nicht alle Leute mit Epi)

Bist du bei einem Epileptologen/einer Epilepsie Ambulanz in Behandlung oder bei einem "normalen" Neurologen? Falls letzteres, dann würde ich dir zu ersterem raten, zumindest begleitend und auch, wenn man dafür halt mal eine weitere Fahrzeit in Kauf nehmen muss.

Finanziell würdest du in die Zuständigkeit des Arbeitsamtes fallen, da du für die Rentenversicherung nicht lange genug eingezahlt hast. (Eigene Erfahrung...ich hab den ganzen Mist nach einer vorherigen BU damals hinter mir. RV ist erst jetzt zuständig, wo ich älter und ausgelernt bin, damals wäre es die Arbeitsagentur gewesen und die macht gerne eine Hinhaltetaktik)
Bis 25 sind deine Eltern erstmal zuständig, ob du willst oder nicht tut dann nix zur Sache. Können sie für dich sorgen, dann müssen sie es auch.

Kommentar von Jamitsch ,

Danke für diese ausführliche Antwort.

 Hatte die Absencen schon täglich zwischen 15-30 mal. Und jetzt zitter ich wirklich fast permanent an den Beinen und besonders morgens und abends fangen meine Arme an auszuschlagen. Dann tut mein Kopf weh und alles blitzt. Dadurch das ich dabei wirklich bei vollem Bewusstsein bin tut das unwahrscheinlich weh und das ist natürlich auch eine psychische Belastung. 

Ich hab Neurologen sowie Epileptologen die ziemlich oft umfangreiche Kontrollen machen. Ich vergess oft was sie mir sagen. Sie meinen nur das mein Fall sehr kompliziert sei und äußerst selten.

Hatte auch eine sehr ausführliche "Zukunftsberatung" mehrmals, da die ganze Geschichte vererbbar ist und so. Da wurde  gesagt das der Ausbildung nichts im Wege stehen sollte. Bis halt jetzt die Myoklonien mit dazu kamen...

Antwort
von knaller99, 51

Wenn du auf Tabletten eingestellt bist und dir passiert nix dann kannst du auch arbeiten. Du mußt nur regelmäßig zum Arzt ein EEG machen lassen.

Kommentar von Jamitsch ,

Mit den Medikamenten gibt's eine Menge Probleme, reagiere gegen fast alle allergisch. Habe jetzt welche die ich Vertrage, aber die wirken (noch?) nicht.

Kommentar von knaller99 ,

Also ich nehm Valproat chrono.

Antwort
von Wiggum34, 38

Falls du in Norddeutschland bist solltest du UNBEDINGT einen Termin im Klinikum Alsterdorf in Hamburg vereinbaren. Dieses Klinikum ist auf Epilepsie spezialisiert.

Kommentar von Nuwas ,

In Bonn ebenfalls🙋🏼

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