Bayes und die Formel zum Gottesbeweis?

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4 Antworten

Stephen Unwin hat ein ganzes Buch darüber geschrieben. Ich fand eine nähere Erläuterung hier:

http://www.michaelshermer.com/2004/07/gods-number-is-up/

Unwin hat demnach von verschiedenen Sachverhalten behauptet, sie seinen Belege für oder gegen Monotheismus. Diese Sachverhalte haben mit Moral, Wundern und religiöse Erfahrungen zu tun.

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber offenbar liegt genau da eines der größten Probleme dieser Argumentation: Sie ist, als würde man mit einem Vorschlagshammer Chirurgie betreiben. Wahrscheinlichkeiten sind sehr empfindlich gegenüber Daten. Beispielsweise kann sich die Stärke eines Belegs ändern, wenn man den Beleg genauer definiert. Paul Draper nannte das Ingorieren dieses Problems "Fallacy of understated Evidence" und schrieb, dass diese Fehler häufig in theistischen Argumenten zu finden sei.

Weiters muss man alle Belege berücksichtigen, nicht nur ein paar. Können wir sicher sein, dass Unwin alles berücksichtigt.

Schlussendlich braucht man für Bayes Theorem eine gültige a priori Wahrscheinlichkeit. Unwin behauptet, die a priori Wahrscheinlichkeit für Theismus sei 50%, aber das stimmt nicht. Gott ist sehr spezifisch definiert und daher muss die Wahrscheinlichkeit geringer sein.

Zu guter letzt: Unwins Argument stellt eigentlich nur den Versuch dar, moderne Apologetik zusammenzufassen. Sehr viele Leute, Theisten wie Atheisten und Agnostiker, kommentierten schon mögliche Belege für und gegen Theismus. Bayes Theorem mag neuer sein, ist aber auch nur eine Systematisierung älterer Arten mit Belegen umzugehen. Unwin sagt also nichts wirklich neues.

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ups, wieder ein lustiger versuch, märchenfiguren zu bestätigen?........*g*

wie wäre es denn einfach mal mit der geschichte selbst........... mit der geschichte der religionen, mit der entstehungsgeschicht der gründe für religionen, mit der geschichted er menschheit selbst?............

die wissenschaft hat heute schon längst die meisten der ganzen möärchendinge aus dem märchenbuch "bibel" widerlegt, warum soll man also dann diese dinge trotzdem glauben?..............

und formeln für alles mögliche existieren auch, es gibt sogar formeln, die aus telefonbüchern geheimcodes "rausfinden" können, ob diese dann jedoch echt sind, ist eine andere frage.........

und die angebliche gottesformel ist schon deshalb lächerlich, weil es KEIN echtes gut/böse gibt, weil ALLES immer nur relativ ist............UND, die angebliche gottesformel entsteht NUR und AUSSCHLIESSLICH aus dem verständnis des menschen selbst, aber mal im ernst, wollt ihr echt behaupten, ein erbauer des universums könnte von UNS durch irgendwelche formeln, die zudem dem "dummen" menschlichen geist entsprungen sind, beweisen oder katalogisiert werden?..................ist doch lächerlich........warum:

ganz einfach, wir verstehen nichtmal das universum, wollen aber den erbauer des universums verstehen/beweisen können............... wir wollen dieses wesen nach UNSEREN maßstäben in unsere moralischen vorstellungen einbinden und wollen zudem diesem wesen auch noch unsere sichtweisen aufdrängen?.....................dieses wesen also nach unseren vorstellungen katalogisieren, einteilen, mit eigenschaften ausstatten?.......... ist doch echt lächerlich.......wäre ja dasselbe, als wenn eine ameise uns menschen nach ihren vorstellungen und sichtweisen einteilt und meint, sie wüsste genau, wie wir wären, was wir denken, wie wir ticken und welche eigenschaften wir hätten...............*g*

ich lach mich grade tot.........................mist, falle vom stuhl..........lol............*g*

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Kommentar von Textmarker06
18.09.2016, 08:53

Hallo, "DerBuddha"

vorneweg sage ich zuerst einmal, dass ich diese Formel nur für einen Vortrag brauche, ich finde sie selber lächerlich, da ich glaube Gott existiert zu 100%.

Sie glauben, er existiert zu 0% und machen sich daher über ihn lustig und nennen ihn eine "Märchenfigur." Allerdings kann ich auch aus ihrer "Antwort" entnehmen, dass sie scheinbar keine Ahnung von der Bibel haben. 

Sie sagen, dass daraus vieles widerlegt ist und ich sage ihnen, die Bibel und somit Gottes Existenz ist vielmehr belegt als sie glauben. Zuerst einmal wären da die Unmengen an Prophetien die zum sehr großen Teil schon (nachweisbar) eingetroffen sind, es gibt aber auch einige die noch nicht eingetroffen sind. Wenn sie sich für die Prophetien und ihren Wahrheitsgehalt interessieren, dann kann ich ihnen dazu auch gerne Material an die Hand geben. 

Des Weiteren, hab ich eine Frage an sie. Wenn es Gott nicht gibt, woher soll dann diese Genialität auf der Erde kommen? Sie sagen wahrscheinlich klar, Urknall und Evolution. Dabei ist es erstmal nicht möglich, dass auch Nichts etwas entsteht. Oder kann sich ein Computer mit einem lauffähigen Programm aus dem Nichts selber erstellen und programmieren? Nein, es muss einen Urheber geben. Etwas, von dem die Information anfängt und der selber keine Quelle der Information über sich hat, also allmächtig, ewig und allwissend ist (unvorstellbar, aber Gott wäre nunmal nicht Gott wenn wir ihn voll und ganz verstehen -> "Du verstehst Gottes Gedanken nicht, weil du nur menschlich denkst." Matthäus 16,23, "Für Menschen ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich." Mtth. 19,26). 

Und zur Evolution: Glauben sie wirklich, dass sich aus ein paar Molekülen (die ja auch aus dem Nichts entstanden sind) ein komischer kleiner Einzeller entwickelt hat, aus dem dann Hochkomplexe unglaublich genial konzipierte Mehrzeller geworden sind? Mutation und Anpassung, Variabilität, dass ist alles existent und total nachvollziehbar, aber es können keine so großen Mutationen vorliegen, dass eine andere und dazu noch lebensfähige Art herauskommt, auch wenn dazu Millionen von Jahren Zeit sind (das kann ich Ihnen leider nicht 100%ig erläutern, aber dazu hat Werner Gitt, ein Prof. und Dr. in sämtlichen Naturwissenschaften und in der Mathematik sämtliches Material). 

Dazu kommen noch sämtliche, unglaubliche Erfahrungen mit Gott, die einem Gänsehaut bereiten, weil sie so unglaublich oder vielleicht auch für manche gruselig sein mögen, da sie unmöglich Zufall sein können. 

Und wenn sie jetzt fragen woher kommt dann das böse auf der Welt her, wenn Gott so toll ist? Ganz einfach: Gott hat uns unseren eigenen Willen gegeben, wir sind nicht seine Marionetten. Alles böse kommt von den Menschen und ihren Entscheidungen selber in die oft der Teufel noch mit rein spielt. (Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken." Jakobus 1,13). Und wie das böse in die Welt kam, dass weiß ja so ziemlich jeder, durch den Ungehorsam von Adam und Eva (durch die Verlockung des Teufels). 

Im Prinzip wiederholt sich die Geschichte dauernd auf der Welt, der Teufel lockt und und verspricht tolle Sachen und wir begehen Sünde und sind Gott ungehorsam. Es passieren auch oft Sachen die wir nicht nachvollziehen können, aber die später einen Sinn ergeben und uns vielleicht vor schlimmeren bewahrt haben (Banales Beispiel: Verpassen des Busses -> Bus hat einen Unfall -> Bewahrung vor dem Tod). Auch hier wieder Verweis auf Matthäus 16,23. 

Also, wenn sie das nächste Mal über den Glauben so herablassend urteilen wollen ohne auch nur einen Schimmer zu haben, dann halten sie doch einfach ihren Mund. Meiner Meinung nach, sollte man sowieso erst über den christlichen Glauben urteilen, nachdem man die Bibel komplett durchgelesen hat (welche übrigens nicht langweilig und verstaubt, sondern höchsinteressant und spannend ist) und nicht nur eine Kirche besucht hat, sondern mehrere und dazu am besten ein paar Freie Gemeinden (die KEINE Sekten sind wie so oft gerne behauptet wird). 

Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen noch. 

"Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm" 1. Johannes 4,16 

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Die Formel ist absoluter Schwachsinn.

Natürlich findest du dann auch nur schwammige Erklärungen, denn mit dieser Formel wird versucht etwas mathematisch zu berechnen, was man nicht mathematisch berechnen kann.

Ist auch kein Wunder, denn Gott gibt es nicht, warum also sollte ausrechnen können wie wahrscheinlich seine Existenz wäre?

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Gott existiert (nur) zu 62 %? Das wird den Gläubigen hier aber nicht gefallen! :)

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Kommentar von DarkSepia
17.09.2016, 21:12

62% bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, nicht den Grat der Existenz.

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