Frage von DCKLFMBL, 153

Baumloser Sattel oder einer mit Lederbaum?

Hallo,

ich habe mir einen Neuen Sattel Gekauft der Baumlos ist, ich nehme zur Zeit Western-Reit-unttericht und meine RL hat gesagt das sie ein Pferd mal Lange mit Baumlosen Sattel Geritten ist, und das Pferd jetzt einen Kaputten Rücken hat! sie Reitet seit über 20 Jahren und kann auch richtig Reiten!

ich möchte natürlich das mein Pferd einen Gesunden Rücken Behält, sollte ich den Baumlosen behalten oder einen Mit Lederbaum Nehmen?

Danke für Hilfreiche Antworten!

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 114

Da gehen die Meinungen z.T. weit, weit weit auseinander. Manche sagen Baumlose haben alle Druckspitzen durch die Steigbügelaufhängung, ich kenne aber auch Leute die mit Baumlosen 10 Tage Wanderritte unternehmen und da würde man es sofort merken wenn etwas drückt (bei 30-50km am Tag) 

Wichtig ist einfach dass der Sattel dem Pferd passt. Ich persönlich finde Baumlose etwas schwammig und Bierbankig, aber das ist ja auch von Sattel zu Sattel und von Pferd zu Pferd unterschiedlich. 

Mit Lederbaumsätteln hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn das korrekt geklettet ist, ist alles super. 

Vllt hilft dir ja ein Carola-Pad? damit kannst du gucken ob der Druck gleichmäßig verteilt wird. Denn Fakt ist: Egal wie der Baum oder nicht-Baum ist, wenn der Sattel nicht passt macht er den Rücken kaputt. 

Das Carola-Pad besteht aus zwei Plastiktüten die länglich sind, mit Klebeband verbunden sind und mit einem speziellen Teig gefüllt werden. Das Pad wird unter den Sattel gelegt und damit geritten. Am Ende sieht man durch die Verteilung des Teigs ob irgendwo Druckspitzen entstehen und ob der Sattel plan aufliegt. Das schöne ist, dass das Pad fast nix kostet weil man es selbst machen kann. Müsstest du dann gogglen. 

Ansonsten würde ich einen Sattler draufschauen lassen der Ahnung von Baumlosen hat. Sattler die welche mit Baum verkaufen drängen recht gerne dazu einen solchen zu kaufen. 

Allerdings geht ein Pferderücken nicht sofort kaputt wenn der Sattel nicht passt. Dafür muss schon oft und länger damit geritten werden. Und ein Pferd äußert es auch wenn der Sattel nicht passt. Insofern wundere ich mich schon wie deine RL lange mit einem unpassenden Sattel reiten kann ohne zu merken dass da was nicht stimmt.

Kommentar von Viowow ,

das ding hat einen namen? bei uns wird das carola-pad mit pizzateig gemacht und heist demnach pizza-pad...XD

Kommentar von MissDeathMetal ,

... oder so xD 

Antwort
von Viowow, 80

ich schreibe dir dazu nur mal meine erfahrung: ich hatte einen baumlosen von barefoot, denen ja auch nachgesagt wird, das sie sich anpassen mit diesen ganzen physio unterlagen etc.
der hatte eine massive brückenbildung und mein pferd ist mehr als schei55e gelaufen. ich fand den allerdings ganz bequem.

dann hatte ich eine lederbaumsattel expertin da von hidalgo, der sattel (dressurschwerpunkt, die haben aber auch andere) hat mir von der verarbeitung sehr gut gefallen und : meine stute, die bis dato nur passigen tölt ging und vorne schwere eisen draufgeballert bekommen hatte, ging (ohne eisen wohlgemerkt, die hab ich nämlich wieder abmachen lassen.) auf einmal taktklaren tölt...
dabei geht es mir nun gar nicht so um den takt, sondern vielmehr darum, das ich unter diesem lederbaumsattel auf einmal ein völlig "anderes" , lockeres ,entspanntes pferd hatte. und das quasi "auf knopfdruck"
und bequem war der auch noch.

letztendlich musst du natürlich schauen, womit ihr beide gut klarkommt. man muss sich auch mal gehen seine reitlehrer stellen;)

(meine trainerin hat auch jahrelange isierfahrung, und hat die hände überm kopf zusammengeschlagen, als ich verkündet habe, das die eisen abkommen, ich mir einen lederbaumsattel anschaffen will und wir nun auch mal mit nem kurzen hackamore unterwegs sind)
XD
also mach das, was dein gefühl dir sagt.

Antwort
von Feivel93, 72

Hallo,

Ein Sattel muss vor allem passen - dem Pferd, dem Reiter und dem "Reitstil" - egal ob konventioneller Baum, Lederbaum, Flexbaum oder kein Baum!

Wer sich billig einen Baumlosen aus China bei Ebay kauft und den seinem Pferd "draufbindet", frei nach dem Motto: "Der ist baumlos, der passt sich an und ich brauche keinen Sattler und jetzt binde ich mir ein Lasso ans Horn und gehe Kühe treiben." der braucht sich über einen kaputten Pferderücken nicht zu wundern - auch nicht als "Topreiter"...

In einem Jahr laufen solche Leute dann los und sagen: Baumlos ist schlecht, der macht den Rücken kaputt!

Gute baumlose Sättel (z.B. Torsion-Sättel) werden seit vielen Jahren erfolgreich im Distanzsport eingesetzt, können so schlecht also nicht sein, erfordern aber (wie Baumsättel auch) eine penible Anpassung durch einen Sattler (und regelmäßige Kontrollen). Läuft das Pferd damit aber trotzdem nicht zufrieden, wird sich der verantwortungsbewusste Reiter nach einem anderen Modell umsehen.

Bei teuren Marken-Baumsätteln kann es das gleiche sein: Der Sattler sagt "passt", das Pferd läuft aber nicht rund. Dann sollte man sich nach einer Alternative umschauen - das kann z.B. auch ein Lederbaum- oder Baumlos-Modell sein. Wo die Liebe halt hinfällt ;)

Ich persönlich habe alle 3 Varianten im Sattelschrank und nutze diese nach Bedarf/Verwendungszweck.

LG - Feivel

Antwort
von dressurreiter, 45

Wichtig ist welcher Sattel dir bequemer ist.

Kommentar von DCKLFMBL ,

er soll aber nicht zu Rückenproblemen führen! er soll Hauptsächlich Angenehm fürs Pferd sein ;-)

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