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Baumangel - Feuchte Wand bei WDVS - Vermieter reagiert nicht

Frage von Sunshine11487 Sunshine11487

Hallo zusammen,

da ich schon oft hier Fragen und Antworten fand, die mir sehr weitergeholfen haben, möchte ich mich heute einmal an alle Experten wenden. Bitte keine Laienaussagen, wer seine Aussage nicht durch entsprechende Gesetze, Richtlinien etc. untermauern kann, soll sich bitte enthalten.

Also folgendes Problem. Ich wohne zur Miete und habe seit etwa Beginn der Frostperiode eine feuchte Stelle im Schlafzimmer. Ich habe meine Vermieterin bereits darauf hingewiesen, sie legte mir ein richtiges Lüftungsverhalten nahe, das Sie durch einen Zeitungsauszug verstärkte. Nun habe ich mich daran gehalten, habe 3 mal für 10 Minuten alle Türen und Fenster geöffnet und heize ansonsten so, dass immer 18-21 °C in der Räumen herscht. Doch die nasse Stelle wurde größer. Da ich von einem Baumangel überzeugt bin, hab ich heute das ganze Dokumentiert und dabei neben meinem anfänglichen Verdacht, dass es an dem Fallrohr liegt, welches in das WDVS (Wärme-Dämmung-Verbund-System) mündet und somit eine Wärmebrücke (Kältebrücke) verursacht. Ein Bild dazu seht ihr hier:

bildupload.sro.at/p/389562.html (http:// nicht vergessen)

Für mich ist klar, das an dieser Stelle das WDVS dünner ist, als am Rest, dadurch ist das dahinterliegende Mauerwerk kühler als der Rest und bietet somit der Luftfeuchtigkeit einen Kondensplatz. Da die Wärme zusätzlich vom Rohr abtransportiert wird, ist ein auskühlen besonders im Winter vorprogrammiert.

Als ich die Fotos machte, stellte ich auf einmal etwas fest, nämlich das zwischen Drainage und Garage eine Ziermauer ist, welche nicht durch Noppenfolie vor dem Wasser aus der Drainage geschützt ist. Diese Ziermauer mündet in das WDVS und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese direkt an die Hauswand hinter dem WDVS anschließt. Somit wirkt die Ziermauer wie ein Docht und beliefert die Hauswand mit Wasser, was aufgrund des Auskühlens durch das Fallrohr begünstigt wird. Diese Ziermauer sehr ihr hier:

bildupload.sro.at/p/389561.html

Und zum Schluss das erstaunlichste. An der Außenwand ist eine nasse Stelle, die etwa genauso hoch ist, wie die nasse Stelle bei mir im Schlafzimmer. Das Schlafzimmer befindet sich auf gleichem Niveau auf der Innenseite der Gebäudeecke. Und beide nasse Stellen haben in etwa die gleiche Höhe. Hier ein Bild der nassen Stelle:

bildupload.sro.at/p/389563.html

Meine Frage: Ich habe nun einen gepfefferten Brief formuliert, die Dokumentation und erklärung, wie Sie hier steht (nur viel umfassender) gebündelt. Dazu noch zahlreiche Auszüge aus Richtlinien zum Thema WDVS, der VOB und einen Auszug aus einer Maler Fachzeitschrift, welcher genau das Thema kritisiert.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn die gute Frau auf meinen Appell nicht reagieren will? Es geht um Ihr Eigentum, aber wenn es sie nicht interessiert, dann soll es mir auch wurscht sein. Die Wohnung ist gekündigt zum 30.04.2012. Kann ich Mietminderung geltend machen oder vorher ausziehen? Habe Angst, das bald Schimmelbefall folgend wird.

MFG Mister Sunshine

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Antworten (2)

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    Antwort von napoloni napoloni

    Interessanter Fall!

    Dass dir die Vermieterin das Lüften erklärt hat, war ja kein Fehler. Deshalb musst du deinen Brief nicht "pfeffern" und darfst sachlich bleiben, zumal die Argumente ja auf deiner Seite stehen. Also quäl sie nicht mehr als nötig, sie wird ja mit diesem Sachverhalt genug Ärger haben. Wie du schreibst: Das ist ja ihr Eigentum. Und nun auch ihr Ärger.

    Es gilt jetzt zu klären, ob sich die Feuchtigkeit tatsächlich durch das Mauerwerk zieht (die beidseitig nasse Stelle wäre als erstes dran), aber das ist dann Sache der Vermieterin. (Innen ist die nasse Stelle frei zugänglich , nehme ich an, ohne Möbelstück direkt davor?)

    Kommentar von Sunshine11487 Sunshine11487

    Hallo,

    der Brief ist sachlich, aber eben mit Nachdruck. Jedoch ohne Beleidigend zu werden. Habe heute morgen nochmal die nasse Stelle an der Außenwand angeschaut und dabei festgestellt, das vor dem angrenzenden Garagentor an dieser Wand keinerlei Isolierung vorhanden ist. Also ist das quasi die Wärmebrücke Nummer eins ^^

    Mein Brief hat nun stolze 4 Seite und das gesamt Dokument besteht aus 18 Seiten. Wovon 2 Seiten Fotos sind, eine Seite eine Erläuterung der Fotos, eine Skizze der Problemecke mit allen Schwachstellen und Mängeln und eine Erläuterung der Skizze. Der Rest sind auszüge aus der VOB, EnEV Vorgaben, Richtlinien und einige Auszüge über Baumangel Dokumentationen.

    Ich denke das dürfte genügen um die gute Frau aufzuklären.

    Die Stelle ist innen komplett frei, im Abstand von 20 cm steht mein Wasserbett (Nein, das ist nicht undicht). Diesen Abstand habe ich bewusst um dahinter Staubsaugen zu können.

    Mal gespannt, welche Reaktion kommt.

    Beste Grüße

    Kommentar von napoloni napoloninapoloni

    Jetzt noch ein Stempel drauf, dann ist das Gutachten fertig! ;o)

    Schade ist, dass man keinen Röntgenblick hat. Optisch sieht das Haus von außen zumindest für mich als Laien ganz manierlich aus, und bei zweitem Überlegen weiß ich nicht, ob man dem Maler einen Vorwurf machen kann, weil die Fehler ja eher schon in der Konstruktion liegen.

    Die Noppenfolie dient mehr als Schutz vor den aufgeschütteten Kieseln und ist nicht so weltbewegend wichtig. Im Sockelbereich sollten üblicherweise Perimeterdämmplatten eingesetzt worden sein, die selbst wasserundurchlässig sind. Das macht die beidseits feuchte Stelle auf dem letzten Bild aber um so spannender.

    Dir jedenfalls ungetrübtes Wohnen im neuen Domizil ab Mai! :)

    Kommentar von Sunshine11487 Sunshine11487

    Haha :) Ich habe den Brief (zweites Exemplar) einigen Bekannten gegeben, die von WDVS und Bau keine Ahnung haben und selbst die haben es verstanden. Morgen dürfte das Dokument bei meiner Vermieterin ankommen. Gottseidank, den gestern kam die Kündigungsbestätigung in der Sie mich wiederholt aufforderte die "Kondenswasserstellen" zu beseitigen. Ich hoffe, das sie nun Ihren Fassadenbauer, Stuckateur oder wer auch immer das war in die Pflicht nimmt und nicht mir weiter der schwarzen Peter zuschiebt.

    Heute wirkt der Fleck an der Innenseite irgendwie leicht gräulich und bei genauerem hinsehen sind erste graue Fleckchen zu erkennen. Ich befüchte das dies die Vorboten des Schimmels sind. Wenn ich den habe, werde ich meine Sachen packen und fristlos ausziehen!

  • 0
    Antwort von Werner46 Werner46

    www.welt.de/article.do?id=wams_print/article1746457/DerSchimmelbreitetsichwieder_aus&pg=0&cid=

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