Frage von schelpe, 49

Baum auf Brücke Gefallen, Wer haftet, Ich als Besitzer, oder der Pächter?

Ich bin Eigentümer eines Grundstücks / Wiese die landwirtschaftlich genutzt wird. Im Winter ist ein Baum bei Sturm auf eine angrenzende Brücke gefallen, über 500 € Schaden.

Mein Pächter hat den Schaden an seien Versichrung gemeldet. Diese lehnt eine Zahlung ab, da bei Sturm ab einer gewissen Stärke kein Anspruch mehr besteht. (Die Versicherung würde auch sofort vor Gericht gehen für meinen Pächter)

Nun hat sich der Geschädigte an mich gewant mit der Aufforderung trotzdem zu zahlen. Bin ich verpflichtet nun zu zahlen (den Schaden an der Brücke), oder kann ich auf meinen Pächter und seine Versicherung verweisen?

Antwort
von KfzSVnrw, 12

 Im Winter ist ein Baum bei Sturm auf eine angrenzende Brücke gefallen, über 500 € Schaden.

Hier sind zunächst einmal folgende Fragen zu klären:

  • Welche Windstärke lag vor?
  • Wen trifft ein verschulden? / Wer hatte die Verkehrssicherungspflicht und wurde diese verletzt?

Bin ich verpflichtet nun zu zahlen

oder hat der Geschädigte gar keine berechtigten Ansprüche?

Antwort
von NochWasFrei, 21

Der Geschädigte kann sich schon auch an dich als Eigentümer wenden. Hast du denn für das Grundstück keine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht?

Es scheint ja so zu sein, dass kein Verschulden vorliegt (weil Sturm), weshalb die Haftpflicht des Pächters ja auch den Schaden abwehrt. In dem Fall musst du dann vermutlich auch nicht haften...aber wenn der Geschädigte dich verklagt und du keine Versicherung hast, müsstest du die Gerichtskosten erstmal selber vorstrecken.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 12

Der Geschädigte kann sich im Prinzip aussuchen an wen er seine Forderung richtet.

Als Grundeigentümer kannst du zwar vertraglich die Verkehrssicherungspflicht auf den Pächter delegieren, für den Geschädigten ist es aber einfacher, sich an den zu wenden, wo er weiß, dass etwas zu holen ist. Das ist natürlich der Eigentümer.

Kommentar von schleudermaxe ,

Ich vermissen den Hinweis auf die Haftung, denn Du willst doch vom Fach sein.

Seit wann haften wir Eigentümer denn bei Sturmschäden, die den Nachbarn betreffen?

Kommentar von DerHans ,

Die Haftung ergibt sich aus der Vekehrssicherungspflicht. Wenn der Baum erkennbar gefährdet war, hätte er entfernt werden müssen. Wenn der Baum keine erkennbaren Schäden aufwies, hat der Geschädigte "Pech gehabt"

Antwort
von schleudermaxe, 10

Alles bis zur Grenze ist deine Sache und ab Grenze die des Nachbarn. Dem gehört ja auch das Holz, welches bei ihm liegt.

Antwort
von Kuestenflieger, 26

der pächter hat nur die fläche gepachtet , der baum ist ihr eigentum ;

da ist ihre haftung gefragt .

Kommentar von schelpe ,

Auch wenn die Wiese samt Bäume an eine Betrieb/Landwirt verpachtet ist?

Er bewirtschaftet ja, ist er dann nicht auch für die Sichereit zuständig?

Kommentar von schleudermaxe ,

... und die H. ist nicht gegeben, denn kein Eigentümer ist verpflichtet, bei Sturm Bäume und Dachziegel u.a. festzuhalten, so jedenfalls die Gerichte hier bei uns.

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