Frage von Cryingwolf1980, 74

Bauliche Veränderung Mehrfamilienhaus?

Hallo Zusammen,

ich habe mal eine rechtliche Frage. Bin gespannt ob mir jemand ein Tipp geben kann. Es wurde ja schon mehrfach diskutiert und auch geschrieben, d.h. eine bauliche Veränderung, in meinem Fall "Verglasen eines Balkons" die Zustimmung aller Eigentümer bedarf.

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und plane meinen Balkon als Wintergarten umzubauen. bei der letzten Eigentümerversammlung habe ich auch mein Vorhaben angesprochen und es wurde darüber abgestimmt. Von den anwesenden Eigentümer war keiner gegen mein Vorhaben. Evtl. würde sogar mein direkter Nachbar mein Vorhaben teilen, und bei sich selbst auch umsetzen wollen. Das Problem ist nur, einer der nicht anwesenden Eigentümer, hat über seine Vollmacht mit "Nein" gestimmt. Das bedeutet er ist gegen diese bauliche Veränderung. Ich habe den Eigentümer dann kontaktiert, als Grund nannte er mir, das er keine äußerliche Veränderung, die das Gesamtbild verändert, haben möchte. Er selbst wohnt nicht mal in dem Haus, sondern vermietet nur.

Wie auch immer, normalerweise Bedarf es ja der Zustimmung aller Eigentümer. Das ist mir alles bekannt. Was mich jetzt interessiert, was habe ich für Möglichkeiten. Z.B. wie sind meine Chancen wenn ich es dennoch umsetzte? Ist es Abhängig von der Begründung? Wie entscheidet ein Gericht? Gibt es irgendwelche Tipps, oder Ratschläge die mich weiter bringen?

Bitte nicht schreiben, nein es geht nicht....blabla....das weiss ich schon alles. Mich interessiert wirklich nur die rechtliche Seite, beziehungsweise meine Möglichkeiten es dennoch umzusetzen.

Wäre über jeden sinnvollen Vorschlag oder Rat dankbar.

Antwort
von schleudermaxe, 46

Da kann aber etwas nicht stimmen. Ein Mehrfamilienhaus kennt doch keine Eigentümerversammlungen.

Und meist gehört doch so ein Haus einem oder zwei ET und die werden doch zusammenarbeiten und müssen keinen fragen, oder?

Einfach einen Bauantrag stellen und beim Bauamt ggf. vorab nachfragen.

Kommentar von Cryingwolf1980 ,

Da muss ich Ihnen leider wieder sprechen. Das Haus wurde vom damaligen Bauträger gebaut, um alle Wohnungen als Eigentumswohnungen zu verkaufen.

Kommentar von schleudermaxe ,

Sage ich doch? Kann kein Mehrfamilienhaus mit einem Grundbuch sein. Und wenn es keine ET gibt, gibt es auch keine Versammlung. Wer bitte soll sich denn sammeln?

Und wenn der Bauherr Eigentumswohnungen baut, mit jeweils eigenem Grundbuch und eigener Abgeschlossenheitserklärung, und Gemeinschaftsordnung und Teilungserklärung, ist das alles eine WEG bzw. wird eine, mit einem ersten weiteren Eigentümer.

Kommentar von Cryingwolf1980 ,

Versteh grad nicht wie Sie das meinen. Es gibt 19 Parteien, also 19 Eigentümer, die sich versammeln.

Kommentar von schleudermaxe ,

.... und eben kein Mehrfamilienhaus, wie hier behauptet wird, sondern eine Wohnungseigentümergemeinschaft und denen gehört ja der Balkon und nur die (und die Geldgeber der ET) können/müssen den Wünschen zustimmen, soll bedeuten: Bauantrag für Genehmigung, Änderung der Abgeschlossenheitserklärung, Erg. zur Teilungserklärung und somit viel Glück.

Kommentar von Cryingwolf1980 ,

Dann habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Eine Eigentümergemeinschaft eben. Für mich ist das trotzdem ein Mehrfamilienhaus. :-)

Antwort
von Joergi666, 47

Ich habe vor wenigen Tagen selber eine Eigentumswohnung gekauft und mich im Vorfeld intensiv mit dem WEG und den Rechtsprechungen diesbezüglich beschäftigt. Nach meiner Kenntnis ist die Sache da eindeutig, wenn der eine Miteigentümer die Zustimmung verweigert könnte er nach der Umsetzung ohne seine Zustimmung den Rückbau einklagen- entsprechende Urteile gibt es zahlreiche. Begründen muss er dabei überhaupt nichts, denn wie gesagt ist das Vorhaben eine eindeutige bauliche Veränderung- das WEG kennt diesbezüglich nicht den Begriff Begründung- sondern nur Zustimmung. Entsprechend kann man nur dringend von der Umsetzung abraten.

Antwort
von Shadaya, 48

Sollte da nicht ein Bausachverständiger hinzugezogen werden?

Es sind Veränderungen am Bau vorzunehmen und ich denke das du da auch eine Genehmigung vom Bauamt brauchst.

Kommentar von Cryingwolf1980 ,

Mit dem Bauamt bin ich schon in Verbindung. Das sollte nicht das Problem sein. Bevor ich in den nächsten Schritt übergehe, bzw. Geld investiere, benötige ich theoretisch erst die Zustimmung der Eigentümer.

Kommentar von schleudermaxe ,

Das verstehe ich nicht. Dir gehört der Balkon gar nicht und das Bauamt redet trotzdem mit Dir?

Kommentar von Shadaya ,

Es müssen alle Eigentümer damit einverstanden sein, ansonsten kann der der nicht damit einverstanden ist, Klage einreichen.

Antwort
von Gustavolo, 20

Cryringwolf:

Empfehlung: Schau dir die aktulle Kommentierung*** zu § 22 und § 14 (1) WEG an, erwarte aber bitte nicht, dass wir das Ergebnis einer gerichtlchen Auseinandnersetzung vorhersagen können.

Dir ist längst bekannt, dass die geplante Änderung eine bauliche Maßnahme darstellt, die der Zustimmung der Wohnungseigentümer bedarf.

***z.B. Wohnungseigentumsgesetz, Kommentar von Bärmann ca. 150 €.

Kommentar von Cryingwolf1980 ,

Hab ich gelesen, bringt mich grad nicht weiter. können Sie mir ein Beispiel geben?

Kommentar Bärmann 150 € ??

Steh auf dem Schlauch :-)

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