Hi an alle Bauphysiker,
ich war früher mal überglücklich, als ich mir eine alte Hütte zum Kauf angeboten wurde. Damals war Westberlin noch eine kapitalistische Insel im Roten Meer und solche Angebote waren nicht nur rar, sondern auch völlig überteuert. Ich war damals Student und meine Frau Lehrling.
Heute wohne ich immer noch da… und bin immer noch glücklich mit der Wohnsituation…. Eigentlich…. Aber etwas ist ja immer (Mike Krüger).
Die Hütte ist früher illegal gebaut worden und erst für den Verkauf damals baugenehmigt worden. Ich habe bei Einzug alles renovieren wollen, aber das war schwieriger als gedacht. 8 Lagen Tapete, darunter 1 cm Styropur, darunter 1-5 cm Putz…. alles uneben und kaum nutzbar. Also hab ich einfach eine Rigipswand davor gestellt. In manchen Räumen wurde der Zwischenraum mit Steinwolle (Abfälle einer Isolierfirma) gefüllt und als Dampfsperre diente eine dicke Kunststofffolie, in anderen Räumen ist es einfach einhohler Raum. Damit habe ich unbeabsichtigt den Taupunkt in die Mauern verlegt, was sich langsam bemerkbar macht, dass der Putz zerbrölselt.
Die Winter sind aber kälter und länger geworden und die Heizkosten steigen auch weiterhin überproportional. Also sollte ich über eine Isolierung des Gebäudes
Leider sind die Winter wieder kälter geworden und ich denke über eine zusätzliche Außenisolierung nach. Aber was muss ich tun, um mir nicht weitere Probleme zu schaffen.
Die Wände sind mit dem Material gebaut worden, was man so im Garten und der Umgebung gefunden hat: Ziegelsteine (gebrannt und ungebrannt), kleinere Findlinge, und Mörtel. Die Außenwände sind alle maximal 12,5 cm stark plus Putz.
Ich habe nun gedacht, dass ich 15 – 20 cm Styropur außen anklebe und dann einen Dünnputz darüber lege.
Nun meine Fragen:
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Reichen 15 cm für eine vernünftige Isolierung aus? Oder sollte ich dickeres Material wählen?
was muss ich tun, um Kältebrücken zu vermeiden?
Was muss ich tun, um physikalischen Bauschäden zu vermeiden (Kondenzwasser in der Wand, aufsteigende Feuchtigkeit, Schimmelbildung, Ablösung der Isolierung von der Wand im Laufe der Zeit etc.)
was muss ich sonst noch beachten, woran ich noch nicht gedacht hab? (Hab z.B. im Frühjahr vor Jahrzehnten die Veranda mit einem Glasdach überdacht, ohne Schneelast im Winter zu berechnen und muss das seither bei Schneeansage abstützen.)
Welches Material eignet sich am besten (ich dachte an Styropur weil das aus geschlossenen Bläschen besteht und sich deshalb nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen kann)
Muss ich etwas beachten, damit das Styropur nicht verrottet (durch UV-Licht etc.)? **
Es wäre nett, wenn ihr mir Empfehlungen mit den dazu gehörenden plausiblen Erklärungen liefern würdet.
Vielen Dank für eure Mühe im Voraus. Es soll im Frühjahr losgehen.
Danke für den Stern. Sicher hat dir mein Tipp geholfen, somit freue ich mich darüber.