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Baufinanzierung: nach 10 Jahren Zinsfestschreibung Umschuldung auf BSV?

Frage von Swan123 Swan123

Ich möchte ein Haus kaufen (120.000 € inkl. Nebenkosten). Mein Finanzberater bei der Sparkasse hat mir eine 10jährige Zinsfestschreibung vorgeschlagen. Ich soll zeitgleich mit der Aufnahme des Annuitätendarlehens allerdings auch einen Bausparvertrag abschließen, auf den ich nach Ablauf der 10jährigen Zinsbindung eventuell umschulden kann, damit ein niedriger Zinssatz weiterhin gewährleistet ist.

Ich habe am Rande Negatives (allerdings nichts konkretes) über den Abschluss von Bausparverträgen zum Zwecke der Umschuldung gehört. Wie seht ihr die Angelegenheit?

Danke für eure Meinungen im vorraus!

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Antworten (10)

  • 4
    Antwort von Hypothekenteam Hypothekenteam

    Der Bausparvertrag ist eine schlechte Empfehlung und dürfte eher den Verkaufsvorgaben des Bankberater helfen als Ihnen. Generell halte ich nichts von Bausparverträgen (BSV), und auch die Verbraucherzentrale Bremen warnt: http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/bauen/bausparen-mit-staatlicher-.... Oft sieht es optisch günstig aus: man schließt einen BSV ab und parallel bekommt man von der Bank ein Darlehen mit derzeit marktüblichem Zinssatz. Das Bankdarlehen tilgt man nicht, weil man stattdessen den BSV anspart und der wird in ca. 10 Jahren zuteilungsreif. Dann bekommt man das Bauspardarlehen, welches das Bankdarlehen ablöst. Hauptargument des Bänkers: damit haben Sie Zinssicherheit über den gesamten Finanzierungszeitraum. Klingt gut, ist aber Quatsch. Optisch sieht man zwar: günstiger Zins für die ersten 10 Jahre, sehr günstiger Zins danach vom BSV - toll! Aaaaber: was die Bank nicht vorrechnet ist, daß in den ersten 10 Jahren keine Tilgung des Darlehens erfolgt. Würde man den Betrag, den man in den BSV einzahlt, stattdessen für die Tilgung des Darlehens verwenden, hätte man a) Zinskosten gespart und b) eine geringere Restschuld nach 10 Jahren! Die ersparten Zinsen sind nicht wenig, denn man zahlt bei der BSV-Kombi 10 Jahre lang die Zinsen auf den vollen Darlehensbetrag! DAs gilt übrigens auch für den Fall, daß das Darlehen von Anfang an getilgt wird. Denn auch dann wäre ja die Tilgung nach 10 Jahren viel höher, wenn man den Bausparbeitrag zusätzlich zur Tilgung verwendet hätte. Wenn man diese Kosten berücksichtigt und die Abschlußgebühr für den BSV und ggf. die Darlehensgebühr des BSV, rechnet stellt man fest, daß die BSV-Kombi teurer ist, als ein Annuitätendarlehen. Wie uncool :) Und das Argument der Zinssicherheit über den gesamten Zeitraum? Hier gibt es genügend Banken, die eine Zinsfestschreibung über 20, 25 oder gar 30 Jahre bieten - am besten einen unabhängigen Finanzierungsmakler fragen. Der Zinsabstand zwischen 10 und 20 Jahren Zinsbindung liegt derzeit bei nur ca. 0,20%, ist also zu vernachlässigen. Alexander Solya apriori24.de

    Kommentar von guterwolf guterwolfguterwolf

    Er macht ein Annuitätendarlehn!!!

    Kommentar von Hypothekenteam HypothekenteamHypothekenteam

    Klar macht er ein Annuitätendarlehen. Aber bitte obigen Text genau lesen, da schrieb ich nämlich "Das gilt übrigens auch für den Fall, daß das Darlehen von Anfang an getilgt wird." Ob ich das anfängliche Darlehen nun mit 0%, 1% oder sonst irgend einer Tilgung bediene: mathematisch macht dies keinen Unterschied! Es ist immer so, daß wenn ich statt zusätzlich ich einen Bausparvertrag einzahle, das Geld lieber gleich in eine höhere Tilgung stecke, die so erzielte Zinsersparnis den Bausparvertrag unattraktiv macht.

    Kommentar von guterwolf guterwolfguterwolf

    Habe das schon richtig gelesen, aber für den Fragesteller doch etwas verwirrend.

    Kommentar von Swan123 Swan123

    Aha, so ist das also. Danke für die Info!

  • 1
    Antwort von LittleArrow LittleArrow

    Ich kann Dich nur bestärken, lieber 25 als nur 15 Jahre Zinsfestschreibung zu wählen, auch wenn es etwas teuerer ist. Bei 1 % p.a. anfänglicher Tilgung hast Du - wirklich ganz grob gerechnet - pro Jahr nur 1 % getilgt (also ca. 10 % nach 10 Jahren) und bist erst nach - genau gerechnet - ca. 36 Jahren auf Null. Bei 2 % p.a. anfänglicher Tilgung wären es nur ca. 25 Jahre.

    Niemand kann Dir heute sagen, bei welchem Zinssatz die Anschlußfinanzierung nach 10jähriger Zinsbindung liegen wird. Das ist das Bauspardarlehn auf den ersten Blick sehr attraktiv, aber auf den zweiten wird Dich dessen Annuität mit ca. 1 % monatlich (=12 % p.a.) belasten.

    Ein anderer gravierender Nachteil des Bauspardarlehns sind die geringen Guthabenzinsen, die zudem noch mit 25 % Abgeltungssteuer belastet werden, so dass aus 1 % p.a. Zinsen nur noch 0,75 % p.a. übrig bleiben. Über 10 Jahre verzichtest Du auf viele Zinsen, weil Du sie andererseits mit ca. 4,5 - 5 % Darlehnszins bezahlst.

    Du liegst mit Deiner Annahme ähnlicher Zinsen bei anderen Banken nicht richtig, sondern leider sehr daneben!

    Guck mal bei w...fmh.de zum Konditionenvergleich bei verschiedenen Banken und Zinsfestschreibungen und Tilgungshöhen. Zusätzlich schaue bei w...interhyp.de, wo Du auch praktische Rechner findest.

    Fazit: Dein Sparkassenberater hat Dir eine richtig schlechte Finanzierungskombination angeboten.

    Gute Meinungen erhältst Du unter finanzfrage.net.

    PS: Gerade bei einem Mietobjekt ist Planungsicherheit auf der Ausgabenseite wichtig, daher Zinsfestschreibung. Die Mieteinnahmen sind unsicher genug.

  • 1
    Antwort von guterwolf guterwolf

    Das ist nicht ganz richtig. Er macht ja ein Annuitätendarlehn, d.h. normale Zins/Tilgung und zusätzlich einen Bausparvertrag.

    Wenn man davon ausgeht (kann man genau ausrechnen), dass in 10 Jahren noch ungefähr eine Restschuld von ca. 105 - 108 T€ (bei einer Tilgung von 1%) besteht, müsste der BV über 100.000 € lauten, d.h. du musst innerhalb von 10 Jahren rund 50% einzahlen, im Jahr also ca. 4-5000 €. Wenn du soviel über hast, kannst du das m.E. in zusätzliche Tilgung investieren.

    Kommentar von Swan123 Swan123

    Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden- aber ich glaube, du meinst, Sondertilgungen sind besser, als in einen Bausparvertrag einzuzahlen??! Richtig?

    Kommentar von guterwolf guterwolfguterwolf

    Ja, das meine ich.

    Nur sollte der Aspekt Zinsen gegen Mieteinnahmen auch nicht vernachlässigt werden.

    Kommentar von Hypothekenteam HypothekenteamHypothekenteam

    Klar macht er ein Annuitätendarlehen. Aber bitte obigen Text genau lesen, da schrieb ich nämlich "Das gilt übrigens auch für den Fall, daß das Darlehen von Anfang an getilgt wird." Ob ich das anfängliche Darlehen nun mit 0%, 1% oder sonst irgend einer Tilgung bediene: mathematisch macht dies keinen Unterschied! Es ist immer so, daß wenn ich statt zusätzlich ich einen Bausparvertrag einzahle, das Geld lieber gleich in eine höhere Tilgung stecke, die so erzielte Zinsersparnis den Bausparvertrag unattraktiv macht.

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    Antwort von king99 king99

    hallo swan123+++++Du hast viele gute Vorschläge Deinen Sparkassenberater in die Wüste zu schicken und es warten bessere Lösungen im Markt auf Dich. z.B. nimm ein wenig Eigenkaptial von mind.10000 und werde Mitglied einer GENO die _Dir das WunschHaus in 8-9 Monaten kauft (bis 200.000) und für Dich bleibt nur regelmässig es gleichbleibend monatlich abzuzahlen.www.geno-trade.deWas kann alles einem Darlehenskunden bei BANKEN in den nächsten 25 Jahren passieren?Dir nichts !!

  • 0
    Antwort von ECKundOBERG ECKundOBERG

    Hallo Schwan 123,

    eine Finanzierung mit Bausparvertrag ist heutzutage micht mehr zeitgemäß. Der Bausparvertrag dient grundsätzlich dazu, das Risiko von steigenden Zinsen zu minimieren, da sie sich mit dem Bausparvertrag schon jetzt Zinsen sichern können. Da aber Abschlussgebühren und teilweise auch Kontoführungsgebühren anfallen und darüberhinaus die Guthabenverzinsungen mager sind, macht eine solche Finanzierung allenfalls für den Anbieter, aber gewiss nicht für Sie als Darlehensnehmer sinn.

    Heutzutage kann man auch längere Zinsbindungen von z.B. 15,20 oder 30 Jahren kostengünstig abschließen. Mein Tipp: Lassen Sie sich unabhängig beraten. Wir von Eck & Oberg vergleichen 70 Banken bundesweit und können z.B. 30 Jahre Zinsbindung für 4,58 %nom. anbieten. Mit günstige Förderdarlehen wird die Finanzierung damit günstig und sicher.

    Also Finger weg vom Bausparer und zum unabhängigen Berater Ihres Vertrauens. Selbstverständlich unterbreiten auch wir Ihnen gerne ein kostenfreies und unverbindliches Angebot.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr ECK & OBERG TEAM

    Bau- und Immobilienfinanzierung Geldanlage und Banking Altersvorsorge Versicherungen

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    Antwort von bombach bombach

    Bausparverträge erhöhen allenfalls die Provision für den Berater. jeder Bankberater hat von seiner Bank monatliche Vorgaben über den Umsatz für Bausparverträgen und Lebensversicherungen und u. Umständen andere Produkte, die die Bank verkauft haben will, wie z. B. neu aufgelegte Fonds oder Anleihen. Es macht wenig Sinn zu einem Annuitätendarlehen einen Bausparvertrag zu machen, da dieser auf den nächsten Kredit ausgerichtet ist. Besser ist, Geld neben der Tilgung anzusparen, das nach Zinsfestschreibung zur Sondertilgung zu nehmen oder von beginn an die monatliche Rate höher nehmen. Je schneller man ein Darlehen tilgt, desto weniger Zinsen zahlt man an die finanzierende Bank.

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    Antwort von malli malli

    ja das kann mann so pauschal garnicht sagen es kommt darauf an wie du deine finanzierung haben möchtest! sicherlich gibt es viele möglichkeitet für eine finanzierung! und ein bausparer hat auch vorteile... lg malli

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    Antwort von sk8goat sk8goat

    Falsch! Wenn man die Wahl hat zwischen tilgen zu 4,5% und sparen zu 1%, dann ist das Sparen eine große Dummheit, denn man zahlt ständig 3,5% drauf. Selbst wenn irgendwann ein Darlehen mit 2,08% lockt, man zahlt unterm Strich einiges drauf.

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    Antwort von AgeUke AgeUke

    das sieht so aus, das Du hier 10 Jahre nur Zinsen zahlst und gleichzeitig deinen Bausparer ansparst.. Bei dem zu Zeit günstigen Darlehenssatz für baufinanzierungen würde ich auf alle Fälle ein weiteres Angebot einholen ( Bank) Und die Zinsen länger festschreiben lassen Möglicherweise besteht auch Hoffung auf eine lAKRA Darlehen

    Kommentar von Swan123 Swan123

    Hallo AgeUke und Tumba!

    Die Sparkasse hat mir einen Zinssatz von 4,5 % vorgeschlagen bei 1% Tilgung. Dabei ist die Immobilie voraussichtlich fremdgenutzt. Beim Bausparvertrag ist es so, dass ich monatlich 300,00 € sparen müsste. Der Zinssatz liegt bei der Umschuldung bei 2,95 %. Lohnt sich das, oder soll ich die Zinsen meines Annuitätendarlehens lieber gleich 15 Jahre festschreiben lassen? Allerdings läge dann der Zinssatz bei etwa 5 %. Ich denke bei anderen Banken liegen die Angebote ähnlich. Habe mich schon mal vorsichtig umgehört...Ich finde es unheimlich schwierig da eine Entscheidung zu treffen, da ich einfach noch keine Erfahrung in solchen Dingen habe und Hellseher bin ich auch nicht ;-) (weshalb ich bei der Zinsbindung auch kein Risiko eingehen möchte).

    Kommentar von guterwolf guterwolfguterwolf

    Wenn die Immobilie fremdgenutzt, also vermietet wird, kann man natürlich die Zinsen wiederum von den Mieteinnahmen absetzen.

    Und evtl. hat man mal Leerlauf - d.h. die Immo steht mal einige Zeit leer.

    Mein Tipp: die Sache mit einem Steuerberater durchsprechen!!!!

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    Antwort von Tumba Tumba

    Bei einem effektiv Zinssatz von 2,08 % (LBS) spricht da meiner Meinung nach nichts gegen.

    Kommentar von LittleArrow LittleArrowLittleArrow

    Auf welchen Zeitraum bezieht sich diese Zahl?

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