Frage von aroundtheworld 20.09.2007

Baufinanzierung: Für was ist der Grundschuldzins gut?

  • Antwort von Vinc1 20.09.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Grundschulden werden in der Regel in Höhe des Darlehens in das Grundbuch eingetragen. Um jedoch eine höhere Forderung mit abzusichern, z.B. wenn ein Kunde zahlungsunfähig wird und mit den Zinszahlungen in Rückstand gerät, kann die Bank neben dem Grundschuldnominalbetrag die Eintragung eines Grundschuldzinses verlangen. Dieser erhöht den Gesamtbetrag, den die Bank im Falle einer Zwangsvollstreckung erhält, über den reinen Darlehensbetrag hinaus. Der Grundschuldzins kann zwischen 10 und 12% liegen, oder sogar noch höher.

  • Antwort von LittleArrow 20.09.2007
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Grundschuld ist eine "Schuld ohne Grund" (anders bei der Hypothek!). Dies bedeutet u.a., daß die vertragliche Zinshöhe bei einer Vollstreckung der Grundschuld keine Rolle spielt, sondern der fiktive, eingetragene, i.d.R. höhere Grundschuldzins von oftmals 12 % p.a. Natürlich muß der Kreditgeber seinen Verwertungsüberschuß wieder auskehren.

    Auch ohne Vollstreckungsbedrohung ist der höhere eingetragene Zinssatz sinnvoll, um z.B. bei einer späteren, neuen Zinsfestschreibung mit einem höheren Vertragszins (gab es leider schon!), die kostenpflichtige Grundbuchkorrektur (Notar-, Grundbuchamtgebühren) zu vermeiden.

  • Antwort von baufibemu 20.02.2008

    Eine Erklärung für den Grundschuldzins findest du hier http://www.baufinanzierung-bemu.de/lexikon/lexikon-g.html#Grundschuldzins

  • Antwort von derbaufinanztipp 21.09.2007

    Die Grundschuld wird im Vergleich zum Darlehenszins vorbeugend mit einem höheren Zinssatz eingetragen, um nach Ablauf der Zinsbindung bzw. zum Zeitpunkt der Anschlußfinanzierung einen ggf. höheren Darlehenszins über die bereits eingetragene Grundschuld absichern zu können. Hierdurch wird eine nachträgliche und mit vergleichsweise hohen Kosten verbundene Änderung der Grundschuld vermieden. Für das zur Verfügung gestellte Darlehen zahlt man den im Darlehensvertrag vereinbarten Zinssatz.

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