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Baufinanzierung durch Fremdwährungskredite - zu hohes Kursrisiko?

Frage von lorenzito lorenzito

Warum keine zinsgünstige Baufinanzierung in Schweizer Franken oder Yen? Mit Nominalzinssätzen von 3 % werden zunehmend Hypothekenkredite in anderen Währungen angeboten. Sogar die Vereinbarung eines höheren Tilgungssatzes erscheint unproblematisch.

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Antworten (3)

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    Antwort von baufibemu baufibemu

    Weil ein Fremdwährungsdarlehen keineswegs eine ganz normale Variante der Baufinanzierung ist. Sie ist eindeutig nur etwas für am Finanzmarkt erfahrene Menschen. Und man muß Zeit und Lust haben, seine Finanzierung ständig zu beobachten. Darauf verlassen, dass eine Bank oder ein Makler das macht kann man sich nicht. Das ist zu gefährlich. Zum Risiko: Was ist schon eine Bewegung von 10 % rauf oder runter bei Devisen? So etwas ist schnell passiert. 10 % mehr Darlehen dadurch, wenn es in die falsche Richtung geht, ist aber eine ganze Menge. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen und man gewinnt damit. Das Risiko wäre mir bei einer langfristig angelegten Baufinanzierung zu groß. Ich empfehle es auch keinem Kunden, der nicht explizit dafür geeignet ist und das sind sehr sehr wenige. Und sind wir doch einmal ehrlich. Die meisten vermeindlichen Anbieter von Fremdwährungsdarlehen sind sowieso nur auf das Honorar aus, ohne je ein Darlehen vermitteln zu wollen. Die Chancen auf Vermittlung eines Fremdwährungsdarlehens sind relativ gering, da die Messlatte der Banken dafür sehr hoch angesetzt sind. Die meisten Kunden bekommen eh keines.

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    Antwort von Niklaus Niklaus

    Das wirkliche Risiko bei Fremdwährungsdarlehen ist das Währungsrisiko. Das Zinsrisiko ist zwar auch gegeben, aber nicht so relevant, weil Zinsänderungen sehr langsam ablaufen.

    Hier einige Tipps und Voraussetzungen zum Thema FWD:

    1. einen vernünftigen Partner suchen , der davon was versteht

    2. ohne hohe Bonität gibt keine Bank ein FWD

    3. nicht den ganzen Betrag in ein FWD packen

    4. die eingesparten Zinsen in ein Investmentsparplan investieren.

    5. Währungsgewinne zum Tilgen nutzen

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    Antwort von dfranke dfranke

    Hauptrisiken einer Fremdwährungsfinanzierung bleiben immer Wechselkurs- und Leitzinsänderungen. Letztere sind besonders deshalb interessant, weil es bei Fremdwährungskrediten meist keine Zinsfestschreibung gibt, sondern sich die Kreditzinsen in Abhängigkeit des Leitzinses entwickeln. Auf http://www.kredit-und-finanzen.de/kredite/fremdwaehrungsdarlehen.html siehst Du ja, wie EZB-Leitzinsen und die der Schweizer Nationalbank seit Jahren differieren. Steigt der Leitzins der Fremdwährung, verteuert sich der Kredit. Ebenso führt jede Abwertung des Euro gegenüber der Fremdwährung zu einer Verteuerung. Ein solches Darlehen kann also durchaus günstiger sein, muss es allerdings nicht.

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