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Bauchschmerzen, Probleme in der Klasse, ... bitte um Rat!

Frage von Jenni1505 Jenni1505

Ich versuch euch mal einen Kurzen Überblick über mich zu verschaffen und würde euch bitten, mir zu schreiben, was ihr an meiner Stelle tun würdet. Also: Seit dem Kindergarten habe ich Probleme mit dem Bauch (von Bauchschmerzen bis Durchfall...). Damals hatte ich auch einen Drachen von Klassenlehrerin und wurde gemobbt. In der 4. Klasse bin ich wegen einem Umzug auf eine Andere Schule gegangen, da war es dann wieder besser. In der 5. bin ich auf die Realschule, wurde mit 5 anderen Leuten aus der Klasse gemobbt (es wurde wieder schlimmer & erst da hat man rausgefunden, dass die Bauchbeschwerden psychischer Ursache sind). Meine Schule war nicht die beste, Lehrer & Direktor taten so gut wie nichts. In der 9. Klasse habe ich endlich die Schule gewechselt (Februar diesen Jahres).

Die Klasse war ziemlich nett, aber leider habe ich mich mit den beiden Außenseiterinnen der Klasse angefreundet. Im März hatte ich trotz Schulwechsel einen totalen Zusammenbruch und war 6 Wochen lang in der Jugendpsychiatrie. Danach bin ich wieder in die Schule, auf die ich kurz zuvor gewechselt hatte. Ich wurde wieder sehr nett aufgenommen und alles...

Im Mai bin ich aus der Klinik gekommen, aber ich hatte eigentlich wieder nur mit den beiden Außenseiterinnen zu tun, weil ich in die anderen Cliquen der Klassen irgendwie nicht mehr rein kam. (Eine Mitschülerin aus der 7. Klasse hat mir auch mal gesagt, ich sei zwar nur schüchtern, aber Anfangs hätte sie gedacht, dass ich arrogant wäre. -> ich bin also etwas schüchtern, aber das käme arrogant rüber).

Von Anfang Mai bis zum Rest des Schuljahres lief es dann recht gut, obwohl ich nicht GANZ Beschwerdefrei war, aber immerhin ... Seit dem neuen Schuljahr läuft es allerdings wieder total bekloppt. Heute war mein 2. Schultag & meine einzigen Freunde sind im Moment immer noch die Klassen-Außenseiterinnen und ein Junge aus der Nachbarschaft.

Meine Anderen Klassenkameraden reden gar nicht mit mir (nur das nötigste, sollte mal Gruppenarbeit sein) & die Jungs, die meine 'Außenseiter-Freundinnen' hänseln, hänseln nun sogar mich, obwohl ich gar nicht mit den besagten Jungs rede.

Jetzt habe ich natürlich Angst, dass das Mobbing-Zeug von vorne los geht - und das wühlt mich ziemlich auf. Ich gehe vor der Schule bis zu 6 Mal auf die Toilette, habe in der Schule Baucweh und sogar Nachmittags (weil mir das einfach immer durch den Kopf geht und belastet).

Meine ambulante Therapeutin ist allerdings erst wieder ab nächster Woche da. Meine Eltern meinen jetzt, ich sollte mich erst mal von den Außenseiterinnen wegsetzen (sitze mit ihnen ganz alleine in der 1. Reihe).

Aber dann denke ich mir wieder, ich kann die beiden ja nicht alleine lassen, außerdem wäre ich ja dann auch ganz alleine und was denken die anderen von mir & die beiden wissen ja, wie sie mich beruhigen, wenn ich wieder eine Panik-Attacke hab und und und....

Was würdet ihr also an meiner Stelle tun? Bin dankbar für jeden Tipp...

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Antworten (3)

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    Antwort von Tupperdose16 Tupperdose16

    mhh also zu deinen bauchschmerzen, wenn sie keine körperliche ursachen haben also z.B irgwas mit dem darm oder so dann würde ich sie darauf zurückführen , dass du halt so schüchtern bist und dir zu viele sorgen machst das andere mitschüler dich hänseln ect. ich hab auch immer in situationen in den ich angespannt bin bacuhschmerzen oder es geht mir nicht so gut. zweitens auch wenn es dir schwer fällt mit den menschen zu reden die dich hänseln würde ich sie fragen warum sie es tun. daraufhin sind sie wahrscheinlich so erstaunt udn wissen keine antwort. dann kannst du einfach mal sagen tja wenn ihr es nichtmal wisst warum hänselt ihr mcih dan, oder versuch einfach die nicht zu beachten meistens sidn die menschen die hänseln nähmlich selber dumm und tun dies nur um von ihren eigenen fehlern abzulenken oder sich cool zu fühlen weils loser sidn :D hoffe konnte dir helfen udn mein text hat dir geholfen udn du hast ihn bischen verstanden.

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    Antwort von FireGeneration FireGeneration

    So vielfältig wie die Ursachen, die Symptome, die Folgen von Mobbing in der Schule sind, so vielfältig sind die Lösungsansätze. Lösungen finden sich einerseits in der Persönlichkeitsstärkung und der Stärkung in der sozialen Kompetenz von Kindern, innerhalb der Familie, in der Schulklasse, in der Schule selbst, im Schulsystem und in der Gesellschaft.

    Die ersten Lösungsansätze sollten darin bestehen, dass verschiedene Mythen aufgelöst werden. Belinda Mettauer und Christopher Szaday von der Fachstelle Integrative Schulung im Kanton St. Gallen (CH) haben mit einer Plakataktion zum Thema "Mobbing: Hinschauen und Handeln" sich mit 3 Mythen befasst:

    An unserer Schule gibt es kein Mobbing. Fälle von Mobbing, die bekannt werden, sind kein Einzelfall, und die Überzeugung, dass Mobbing unter Schülern(innen) nicht vorkommt ist falsch. Untersuchungen in verschiedenen Ländern zeigen, dass ein beträchtlicher Anteil der Schüler(innen) Mobbing direkt erleben oder Mobbing-Vorfälle beobachten. Mag sein, dass Mobbing an unserer Schule vorkommt, aber es ist harmlos. Schüler(innen) lösen Mobbing-Situationen selbst. Mobbing ist nicht harmlos. Ständig werden Schulutensilien zerstört, Brillen weggenommen und versteckt, Bedrohungen ausgesprochen und sogar Zimmer zu Hause verwüstet. Mobbing-Opfer erleben körperliche und/oder seelische Verletzungen und soziale Isolation. Kinder in Mobbing-Situationen brauchen Unterstützung von Außen, den Mobbing-Opfer können sich meist nicht mehr selbst wehren. Als Lehrer(in) kann ich nichts unternehmen gegen Mobbing. Die Lösung heißt jedoch: Hinschauen und Handeln. Schulen brauchen präventive Anti-Mobbing-Strategien und wirkungsvolle Lösungen im Umgang mit konkreten Mobbing-Vorfällen. Das gemeinsame Handeln in der ganzen Schule ist von größerer Wirkung als die Einzelaktion in den verschiedenen Klassen. Hauptanliegen sollte es allerdings nicht nur sein zu reagieren, sondern auch wirksam der Gewalt in verschiedenen Formen vorzubeugen.

    Nach Mettauer und Szaday können Opfer folgendes tun:

    An eine Person wenden, die helfen kann. Viele Opfer schämen sind, dass sie gemobbt werden und leiden still vor sich hin. Klassenkameraden(innen): Schüler(innen) müssen erwachsenen Personen von Mobbing-Geschehen erzählen und diese Person sollte eine Person ihres Vertrauens sein. Sie sollten so stark sein nicht aufzugeben, bis ihnen jemand zuhört. Lehrer(innen): Sie können Schüler(innen) ermutigen, über Mobbing-Vorfälle zu berichten. Opfer müssen geschützt und unterstützt werden, Täter(innen) sind zur Rede zu stellen und aktiv in die Lösung mit einzubeziehen. Klassenregeln sollten als präventive Maßnahmen gegen Mobbing vereinbart werden. Eltern sollten die Warnsignale von Mobbing kennen. Sie ernstnehmen, z. B. wenn das Kind nicht mehr in die Schule gehen will, sich oft krank fühlt, Alpträume hat oder Schulsachen beschädigt nach Hause bringt. Bei Mobbing-Verdacht sollten sie die Schule informieren und fordern, dass gehandelt wird. Wird nicht gehandelt, sollten sie immer wieder vorstellig werden und sich auch an die nächsthöhere Instanz wenden. Jedoch sollten Eltern nicht direkt mit den Tätern(innen) Kontakt aufnehmen. Schulen und Gemeinden: In der Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern sollten Anti-Mobbing-Strategien entwickelt werden. Schüler(innen) müssen sorgfältiger beaufsichtigt werden und Mobbing-Vorfälle dokumentiert werden. Schulen dürfen nie aufhören, gegen Mobbing zu kämpfen.

    In vielen Schulen werden zunehmend soziale Kompetenz-Trainings und Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikationstrainings und Konfliktbewältigungstrainings durchgeführt. Gelernt wird das Verhalten in Gruppen. Darin enthalten sind Präventiv-Maßnahmen auch gegen Mobbing und Schikane. Es besteht allerdings die Gefahr, dass die eben genannten Trainings - so wichtig sie auch sind - eine Alibifunktion erhalten und die Schulen keine weiteren Maßnahmen für notwendig halten. Es ist zu fordern, dass das soziale und pädagogische Leben innerhalb der Schule von jeglicher Gewalt befreit der Gewalt vorgebeugt, Kommunikation gelehrt und "soziales Lernen" fester Bestandteil des Lehrplanes wird.

    Mittlerweilen bieten zahlreiche Schulen auch Anti-Aggressionstrainings an. Hier können Täter stärker mit ihren Opfern und dem Unrecht, dass sie ihnen zugefügt haben, konfrontiert werden. Das bereits im Strafvollzug bewährte Training wird stärker an Schulen eingesetzt werden, wodurch den Tätern einerseits die Lust an Gewalttaten genommen, andererseits ihr Mitgefühl für die Opfer geweckt werden soll. Gelernt werden soll auch die offene und faire Konfrontation sowie eine konstruktive Art zu streiten. Toleranz wird gelernt und sich auf andere Menschen einzulassen, die vielleicht in das eigene Denkschema passen. Mut zur Veränderung, überwinden von Klischees sind Beweise von Stärke, von emotionaler wie auch sozialer Intelligenz.

    Kommentar von FireGeneration FireGenerationFireGeneration

    In der Schule können die Themen des Klassenklimas, der Gewalt in der Klasse, des Mobbings und des sozialen Lernens Inhalt werden von Elternabenden und Vorträgen, Klassenkonferenzen, Projekttagen und als Themenbehandlung im Fachunterricht.

    Sind Mobbing-Probleme erkannt, hilft es wenig, Täter zu ermahnen oder Opfer gar aus der Schule zu nehmen. Mobbing muss Thema der Klasse und der Schule werden. Der Konflikt muss ausgetragen werden.

    Konkreter Hinweis für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern:

    Moralischen und menschlichen Rückhalt bei Verbündeten in der Klasse oder in anderen Klassen suchen. Jeden Übergriff protokollieren (Mobbing-Tagebuch). Mitschüler oder Lehrer schriftlich auffordern, das unerwünschte Verhalten zu unterlassen. Hilft das nicht, an den Vertrauenslehrer oder die Schulleitung wenden, hat auch das keinen Zweck, die Schulaufsichtsbehörde einschalten. Selbst ggf. professionelle Hilfe suchen (s.u.)

    Ein wärmeres Schulklima zu schaffen, so endet der zu Beginn genannte "Spiegel"-Artikel, hat im Hinblick auf die kommende gesellschaftliche Eiszeit einen besonderen Wert.

    Schüler(innen) schlagen in www.kidsmobbing.de/kids vor, Diskussionsmöglichkeiten in Schülermitverwaltungssitzungen, in Konferenzen, am "Pädagogischen Tag", im Klassenzimmer, an Elternabenden, im Lehrerzimmer und an Projekttagen zu bieten. In Mobbingfällen sollte überprüft werden, was wirklich passiert ist, ob vorher bereits ähnliche Situationen gab, ob es jemand mit der gleichen Erfahrung gab. Und es sollen gemeinsame Aktionen und Maßnahmen gegen Mobbing an der Schule überlegt werden. Schulvereinbarungen bieten sich an sowie Veranstaltungen, bei denen dieses Problem besprochen werden kann. Die "Kids": "Die meisten Menschen haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, an das man appellieren kann, denn es gilt für alle. Man sollte sein Gegenüber so behandeln, wie man selbst gern behandelt werden möchte. Wenn du aber nicht mehr weiter weißt, dann ruf - uns an, denn wir sind für dich da."

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    Antwort von Kyaki Kyaki

    Hey.. Zu allererst zum Text, das tut mir sehr Leid für dich, dass du das alles hast :-( Mit den Bauchbeschwerden kann ich mich dir anschließen, damit hast du schonmal mich auf deiner Seite :D Wie soll ich sagen, versuch bei deiner Therapeutin zu lernen, dass dir das nicht alles auf den Bauch - oder Magen schlägt, erzähl von den ganzen Dingen und lass Sie dir helfen auch mit andren Dingen klarzukommen. Das mit dem Mobbing ist ne ziemlich harte Sache -.-". Frag da nochmals den Direktor oder Lehrer bzw. einen Lehrer den du als Vertrauenslehrer siehst, oder hast! Es muss jemand davon erfahren und es kann nicht angehen das du nur als Außenseiterin dastehst, aber so is das nunmal, da sieht man mal wie unsozial die andren Mitschüler sein können!

    Meine Antwort wäre dazu jetzt noch :D : Setzt dich mal von den andren weg... Und sieh mal wie es allein ist, vertrau dir und hab mal Mut mit andren zu kommuniziern die dir etwas sympatisch erscheinen, es wird dich niemand beißen und vielleicht wird dann mal jemand auf dich nette Person aufmerksam^^ und merkt, dass du genauso zur Klasse gehörst. Wenn man jemand nicht kennt drückt man gern nen Stempel drauf.. Versuch dein Glück und hab MUT!

    PS: wegen den Bauchbeschwerden frag wie gesagt deine Therapeutin, es gibt auch Autogenes Training dafür, das man Innerlich Ruhe für sich selbst schafft. Körper, Geist und Seele :-)

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