Ich versuch euch mal einen Kurzen Überblick über mich zu verschaffen und würde euch bitten, mir zu schreiben, was ihr an meiner Stelle tun würdet. Also: Seit dem Kindergarten habe ich Probleme mit dem Bauch (von Bauchschmerzen bis Durchfall...). Damals hatte ich auch einen Drachen von Klassenlehrerin und wurde gemobbt. In der 4. Klasse bin ich wegen einem Umzug auf eine Andere Schule gegangen, da war es dann wieder besser. In der 5. bin ich auf die Realschule, wurde mit 5 anderen Leuten aus der Klasse gemobbt (es wurde wieder schlimmer & erst da hat man rausgefunden, dass die Bauchbeschwerden psychischer Ursache sind). Meine Schule war nicht die beste, Lehrer & Direktor taten so gut wie nichts. In der 9. Klasse habe ich endlich die Schule gewechselt (Februar diesen Jahres).
Die Klasse war ziemlich nett, aber leider habe ich mich mit den beiden Außenseiterinnen der Klasse angefreundet. Im März hatte ich trotz Schulwechsel einen totalen Zusammenbruch und war 6 Wochen lang in der Jugendpsychiatrie. Danach bin ich wieder in die Schule, auf die ich kurz zuvor gewechselt hatte. Ich wurde wieder sehr nett aufgenommen und alles...
Im Mai bin ich aus der Klinik gekommen, aber ich hatte eigentlich wieder nur mit den beiden Außenseiterinnen zu tun, weil ich in die anderen Cliquen der Klassen irgendwie nicht mehr rein kam. (Eine Mitschülerin aus der 7. Klasse hat mir auch mal gesagt, ich sei zwar nur schüchtern, aber Anfangs hätte sie gedacht, dass ich arrogant wäre. -> ich bin also etwas schüchtern, aber das käme arrogant rüber).
Von Anfang Mai bis zum Rest des Schuljahres lief es dann recht gut, obwohl ich nicht GANZ Beschwerdefrei war, aber immerhin ... Seit dem neuen Schuljahr läuft es allerdings wieder total bekloppt. Heute war mein 2. Schultag & meine einzigen Freunde sind im Moment immer noch die Klassen-Außenseiterinnen und ein Junge aus der Nachbarschaft.
Meine Anderen Klassenkameraden reden gar nicht mit mir (nur das nötigste, sollte mal Gruppenarbeit sein) & die Jungs, die meine 'Außenseiter-Freundinnen' hänseln, hänseln nun sogar mich, obwohl ich gar nicht mit den besagten Jungs rede.
Jetzt habe ich natürlich Angst, dass das Mobbing-Zeug von vorne los geht - und das wühlt mich ziemlich auf. Ich gehe vor der Schule bis zu 6 Mal auf die Toilette, habe in der Schule Baucweh und sogar Nachmittags (weil mir das einfach immer durch den Kopf geht und belastet).
Meine ambulante Therapeutin ist allerdings erst wieder ab nächster Woche da. Meine Eltern meinen jetzt, ich sollte mich erst mal von den Außenseiterinnen wegsetzen (sitze mit ihnen ganz alleine in der 1. Reihe).
Aber dann denke ich mir wieder, ich kann die beiden ja nicht alleine lassen, außerdem wäre ich ja dann auch ganz alleine und was denken die anderen von mir & die beiden wissen ja, wie sie mich beruhigen, wenn ich wieder eine Panik-Attacke hab und und und....
Was würdet ihr also an meiner Stelle tun? Bin dankbar für jeden Tipp...
In der Schule können die Themen des Klassenklimas, der Gewalt in der Klasse, des Mobbings und des sozialen Lernens Inhalt werden von Elternabenden und Vorträgen, Klassenkonferenzen, Projekttagen und als Themenbehandlung im Fachunterricht.
Sind Mobbing-Probleme erkannt, hilft es wenig, Täter zu ermahnen oder Opfer gar aus der Schule zu nehmen. Mobbing muss Thema der Klasse und der Schule werden. Der Konflikt muss ausgetragen werden.
Konkreter Hinweis für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern:
Moralischen und menschlichen Rückhalt bei Verbündeten in der Klasse oder in anderen Klassen suchen. Jeden Übergriff protokollieren (Mobbing-Tagebuch). Mitschüler oder Lehrer schriftlich auffordern, das unerwünschte Verhalten zu unterlassen. Hilft das nicht, an den Vertrauenslehrer oder die Schulleitung wenden, hat auch das keinen Zweck, die Schulaufsichtsbehörde einschalten. Selbst ggf. professionelle Hilfe suchen (s.u.)
Ein wärmeres Schulklima zu schaffen, so endet der zu Beginn genannte "Spiegel"-Artikel, hat im Hinblick auf die kommende gesellschaftliche Eiszeit einen besonderen Wert.
Schüler(innen) schlagen in www.kidsmobbing.de/kids vor, Diskussionsmöglichkeiten in Schülermitverwaltungssitzungen, in Konferenzen, am "Pädagogischen Tag", im Klassenzimmer, an Elternabenden, im Lehrerzimmer und an Projekttagen zu bieten. In Mobbingfällen sollte überprüft werden, was wirklich passiert ist, ob vorher bereits ähnliche Situationen gab, ob es jemand mit der gleichen Erfahrung gab. Und es sollen gemeinsame Aktionen und Maßnahmen gegen Mobbing an der Schule überlegt werden. Schulvereinbarungen bieten sich an sowie Veranstaltungen, bei denen dieses Problem besprochen werden kann. Die "Kids": "Die meisten Menschen haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, an das man appellieren kann, denn es gilt für alle. Man sollte sein Gegenüber so behandeln, wie man selbst gern behandelt werden möchte. Wenn du aber nicht mehr weiter weißt, dann ruf - uns an, denn wir sind für dich da."