Frage von Hannah0011, 54

Bauchmuskeln beim pferd aufbauen?

Mein pferd steht 24/7 auf der koppel und hat noch nich so viele muskeln am bauch, schulter und hals ( da is eher speck) wie bekomme ich das hin?

Antwort
von sukueh, 24

Meiner Meinung nach gehört das zu gutem Reitunterricht dazu: zu lernen, wie ein Pferd (auch vom Sattel aus) korrekt gymnastiziert wird.

Das erfordert korrektes Reiten und das lässt sich nicht via Internet vermitteln oder erlernen.

Ich persönlich würde mir auch das Longieren oder jegliche andere Arbeit mit dem Pferd vor Ort von einem kompetenten Trainer zeigen lassen, bevor ich da in Eigenregie vor mich hinbastel.

Wichtig ist meiner Meinung, dass es korrekt gemacht wird - egal ob vom Boden oder vom Sattel aus. Wie die Körperstellung des Pferdes zu sein hat, lässt sich meiner Meinung nach nur schlecht beschreiben bzw. dann auch korrekt umsetzen, wenn die Erfahrung fehlt. Ist ein bißchen wie beim Sport für Menschen. Auch hier ist es ja wichtig, dass die sportlichen Übungen, vor allen solche, die gezielt an irgendwelchen Körperstellen eine Wirkung erzielen sollen, KORREKT ausgeführt werden. Insofern ist es auch effektiver (und vermutlich auch gesünder), sich vor Ort anleiten zu lassen und nicht daheim "irgendwelche" Übungen "irgendwie" nachzumachen.

Teilweise bekommt man hier ja auch - ohne jemanden nahetreten zu wollen - dann beispielsweise auch Antworten wie mach "dies und jenes mit Ausbindern". Abgesehen davon, dass der Einsatz von Ausbindern auch nicht wirklich was bringt, müsste man ja dann auch, wenn man sie einsetzen möchte, wissen, wie sie korrekterweise verschnallt werden müssten. Steht aber in der Antwort schon mal nicht drin....

Dieses Beispiel soll nur verdeutlichen, wie unzureichend die Antworten dann sind.

Viele Probleme bei Pferden würden sich definitiv vermeiden lassen, wenn die Lösung nicht "das lös ich alleine, ich frag einfach mal das Internet" wäre. Weil man beliebige Antworten auf ein spezielles Problem bekommt, die aus dem Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter entstanden sind. In der Regel wird bei schriftlichen Fragestellungen hier wesentliche Hinweise entweder gar nicht erst beschrieben oder falsch wiedergegeben, weil ja auch oftmals das Körpergefühl einem was völlig anderes vorgaukelt (gutes Beispiel hierfür die Eigeneinschätzung, man würde ja gerade sitzen. Ein kontrollierender Blick in den Spiegel würde aber was ganz anderes sagen)

Kommentar von ponyfliege ,

ich möchte zu dieser hervorragenden antwort nur eine sache ergänzen:

wenn das pferd speck ansetzt bekommt es zuviel energie über das futter. 12 stunden koppel und 12 im offenstall mit einem engmaschigen heunetz...

Kommentar von sukueh ,

Danke !

Antwort
von Punkgirl512, 22

Durch korrekte Dressurarbeit.

das bedeutet korrektes Reiten, aber auch korrekte Longenarbeit - dies geht aber ausschließlich am Kappzaum anatomisch korrekt, und ohne Hilfszügel.

Zur Stangenarbeit habe ist aus einer anderen Antwort von mir raus kopiert:

Was sich auch gut eignet ist Stangenarbeit - und zwar im Freilauf. Da störst du das Pferd in keinster Weise in seiner Balance. Und zwar brauchst du dafür ein paar Stangen und einen eingezäunten Platz. Du legst erstmal nur 2 Stangen auf eine lange Seite und eine auf die andere lange Seite (etwa mittig jeweils). Bitte wärme das Pferd mindestens 15 Minuten im Schritt vorher auf, ohne Stangen! (Hier würde sich hervorragend eine Einheit der klassischen Handarbeit eignen übrigens, ansonsten tut es auch schlichte führen). Dann lässt du das Pferd ca. 5 Minuten traben, ebenfalls ohne Stangen, also etwa 2,5 Minuten auf jeder Hand, sodass das Pferd wirklich gut aufgewärmt dann an die Stangen geht. 

Dann solltest du sie erstmal im gleichmäßigen Tempo mit ca. alle 5 Minuten Handwechsel über die Stangen schicken, im Trab. Tempo regulieren, wenn sie zu schnell oder langsam wird, wirklich erstmal möglichst gleichmäßig. Vielleicht hilft dir auch jemand in den ersten Einheiten, der dir die Stangen dann erstmal passend legt. Diese Abstände merkst du dir dann (ich nehme dafür immer meine Fußlänge, ist sicherer als Schrittgröße). Das machst du 20 Minuten. Achtung, nach den ersten Einheiten wird sie evt. stark schwitzen - das ist normal, da das wirklich anstrengend ist. Anschließend trocken führen und fertig. Das würde ich am Anfang nicht mehr als 2x die Woche machen. 

Hintergrund ist, dass das Pferd die Beine hebt, und auch die Hinterbeine und den Rücken im Laufe der Zeit von selbst anheben wird über den Stangen. Ich sehe bei meinem z.B. auch, dass er sich am Ende selbst wesentlich besser auf die Hinterhand setzt als am Anfang der Einheit. 

Wenn du merkst, dass es nicht mehr anstrengend genug ist, kannst du eine weitere Stange dazu legen. Aber bitte höre da aufs Pferd, wenn es noch nicht die zwei Stangen meistert, dann brauchst du auch keine dritte hinlegen. 

Und das Wichtigste: Nimm Reitunterricht! Am besten mit einem Lehrer, der dir auch gymnastizierende Bodenarbeit zeigt, die Arbeit an der Hand oder eben das Longieren am Kappzaum.

Antwort
von shana2134, 37

du musst ihn viel reiten, ehr tief.

auch stangenarbeit ist sehr gut, ausdauerabeit hat bei meinen besonders geholfen

Antwort
von BlickAufsMeer, 22

Stangenarbeit an der Longe gesattelt mit Ausbindern :)

Kommentar von Punkgirl512 ,

Ausbinder bringen rein gar nichts in Sachen Muskulatur - außer Verspannungen.

Korrekte Longenarbeit beginnt bei der Biegung - und die allein ist mit Ausbindern schon nicht möglich.

Dazu schlackern sie im Maul rum, wodurch das Pferd stumpf im Maul wird...

Kommentar von ponyfliege ,

@BlickAufsMeer - ...ist wie hürdenlauftraining mit stein im schuh und stöckelschuhen. auch das gibt unglaublich kondition. ist aber weder gesund noch angenehm...

Kommentar von BlickAufsMeer ,

Habe meine Erfahrungen damit gemacht und ich will meinen, dass ich nicht gerade Laie bin, was das Thema Pferde angeht.

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