Es gibt eine Menge Studien, die einen Zusammenhang zwischen Bauchlage des Babys beim Schlafen und dem Plötzlichen Kindstod gefunden haben.
Warm hier jemand schreibt, das seien "nur" Studien und keine Beweise, verstehe ich nicht. Was wäre denn dann ein Beweis? Studien sind eine wissenschaftliche Methode, bei der statistische Zusammenhänge aufgedeckt werden können. Offensichtlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind am Plötzlichen Kindstod stirbt, höher, wenn es auf dem Bauch liegt. Ich glaube, dass der Schreiber dieser Antwort nicht ganz verstanden hat, dass Studien in der Tat wissenschaftlich sind und abgesehen davon momentan unsere beste Informationsquelle zum Thema, da man zwar weiß, welche Faktoren oft eine Rolle spielen (Zigaretten, Überhitzung, Bauchlage,...), aber nicht, was genau beim Plötzlichen Kindstod passiert.
Übrigens ist die Wahrscheinlichkeit dafür auch höher, als dass es in Rückenlage an seinem Erbrochenen erstickt. Aber Statistiken sagen nichts über den Einzelfall.
Alles in allem sind sich Experten einig, dass die Bauchlage für ein Baby nicht empfehlenswert ist, egal ob erkältet, Magen-Darm-Grippe oder sontwas. Im Zweifelsfall sollte das Baby am besten im Elternschlafzimmer schlafen, im eigenen Bett und auf dem Rücken.
Es gibt spezielle Kissen, die Dein Baby daran hindern sollen, sich auf den Bauch zu drehen. Entweder sehen sie aus wie ein kleines Stillkissen, oder wie ein Keilkissen mit seitlichen Rollen.
Googel mal "Baby Keilkissen", dann findest Du, was ich meine. GF lässt mich leider die links nicht posten (wegen Spam-Schutz).
Wir haben so eins und es klappt wunderbar. Meine Tochter ist inzwischen 9 Monate alt. Ich habe die Rollen, die mit Klett am Keil befestigt sind, allerdings inzwischen angenäht, weil sie die immer abgemacht hat.
Alternativ gibt es auch Seitenlagerungskissen. Die findest Du, wenn Du "Baby Lagerungskissen 2 Keile" googelst.
"Nur" Studien? Was soll denn das heißen? Vor 20 Jahren hat man auch gesagt, Flaschennahrung sei besser als Stillen und wenn man ein Baby im Tragetuch herumträgt, hindert man es am Laufenlernen...
Naja, woher weißt du denn so sicher, dass alles was wir heute glauben, auch richtig ist?
Es gibt immer wieder neu Erkenntnisse. Egal in welchem Zusammenhang.
Es hat schon soviele Behauptungen im Leben gegeben, die ein paar Jahre später für falsch erklärt wurden.
Heute heißts zB. dass vorzeitige Beikost Allergien auslösen würde, usw... schauen wir mal in 20 Jahren, ob da die Fachexperten ihre Meinung geändert haben.
Soll jetzt aber nicht heißen, dass ich GAR NICHTS von alldem, was uns gesagt wird glaube. In manchen Punkten fällt einem eh nichts anderes übrig als den neuesten Studien zu vertrauen, weil man es selbst nicht nachprüfen kann.
Aber ich will dazu nur sagen, dass man nicht alles blind glauben soll. Ruhig auch mal selber mit einem Thema beschäftigen und sich seine eigene Meinung bilden.
Wenn alle Menschen so wären, dass sie alles was höher gestellte Menschen sagen, glauben, und es nie wagen würden, eine eigene Meinung zu haben, dann würden wir vermutlich heute noch glauben, die Sonne dreht sich um die Erde.
Und heute sind wir noch lange nicht allwissend.
Eben. Du hast Recht: Oft muss man einfach den neuesten Erkenntnissen glauben. Dass die sich ändern, liegt daran, dass Wissenschaft wissenschaftlich ist und kein Dogma: Wenn man merkt, dass man falsch lag, ändert man seine Meinung.
Ich weiß nicht, was das mit Glauben zu tun haben soll. In Studien wirde einfach verglichen was Babys ,die an plötzlichem Kindstod gestorben sind miteinander gemein hatte. Diese Kriterien sollte man vermeiden. Seitdem das Eltern tun sinkt die Sterberate. Was gibst da zu glauben? Die Studien sind ja nicht deshalb zu beachten, weil sie von "höhergestellten Menschen" (???) gemacht wurden. Das ist doch völlig egal wer die Arbeit macht. Klar kann man seine Meinung haben, man muss sie aber auch fragen lassen, wie man zu dieser Meinung kommt. Wenn ein Meinung auf der Erfahrung mit einem Kind beruht und die andere Meinung auf der Erfahrung mit 10.000 Kindern ist das schon ein Unterschied.
Dass die Sterblichkeitsrate sinkt, kann viele andere Ursachen haben. Beispielsweise, weil die Medizin forgeschrittener ist, oder man jetzt mehr Todesursachen feststellen kann (weil normal fällt ja alles oder SID, wo keine Todesursache fest gestellt werden konnte)
Das heißt für mich noch lange nichts.
@WhiteTara: Es ist ja schon so, dass die Lehrmeinung sich da im Laufe der Zeit geändert hat und möglicherweise auch wieder ändern wird. Deshalb habe ich geschrieben, man kann den aktuellen Studien glauben. Und in diesem Fall hat Linzerin recht: dass die Sterblichkeitsrate sinkt, kann auch andere Ursachen haben. Ist aber letztlich egal. Hauptsache, sie sinkt. @Linzerin: Obwohl Du glaubst, ich kann nur Leute niedermachen, beweist diese Antwort vor allem, dass ich in der Lage bin, objektiv zu bleiben.