Bartagame frei im Zimmer halten?

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3 Antworten

Mir fehlen schlicht die Worte was ich dazu schreiben soll... das ist einfach Tierquälerei. Falscher kann man ein so licht- und wärmeliebendes Reptil wie eine Bartagame nicht halten. Ok, man könnte noch auf Wasser und Futter verzichten. Von der permanenten Gefahr dass man auf das Tier tritt oder es sonst irgendwie verletzt will ich mal gar nicht reden.

Rein zur Info: Sofern du die Art richtig angegeben hast dann nennt sie sich Nullarbor (kommt in einem baumlosen und extrem trockenen Gebiet in Südaustralien vor). Wobei es bei diesen katastrophalen Haltungsbedingugnen vollkommen egal ist um welche Bartagamen-Art es sich handelt

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Hallo

Nein das fällt unter Tierquälerei und würde auch vom Veterinäramt bestraft. Das sollte sie sich einmal klar machen. Bartagamen, egal welche Unterart, sind Steppentiere mit hohen Ansprüchen an Licht und Temperaturzonen.

Reptilien sind Wechselwarm, brauchen Wärme von oben udn sie sind Tetrachromaten, sehen also anders als wir Menschen. Das arme Tier lebt in einer düsteren suboptimaln Welt.

Allein die Beleuchtung für so ein Tier verschlint schnell mehrere Hundert Euro.


Gilt auch für Pogona nullarbor (wobei ich nicht glaube, dass es eine ist, wie kommt sie darauf) www.bartagamen.keppers.de.

Ein gutes Buch sollte aber in jedem Bartagamenhalterschrank stehen, z.B. Bartagamen von Köhler und Grießhammer.


Die wichtigesten Punkte.

Immer eine Quarantäne in einem Quarantäneterrarium durchführen. Dieses kann ruhig kleiner und aus Glas sein


Ca. 1 Woche nach dem Umzug, sollte eine Sammelkotprobe untersucht werden. Unabhängig davon, ob bei dem Züchter/Verkäufer/Vorbesitzer schon eine Probe untersucht wurde. Danach sollte jedes Jahr vor und nach der Winterruhe eine Probe untersucht werden


Das Hauptterrarium darf nicht unter 1,2m² Grundfläche haben (oft mit 150x80x80 umgesetzt). Dies ist allerdings nur ein 20 Jahre altes Minimum, welches man überschreiten sollte. Besser wäre Richtung 200x80x80 oder größer


Lampen mit externem Vorschaltgerät sind das A und O der Beleuchtung. Solche Lampen direkt mit UV wären Solar Raptor HID oder Bright sun Desert. Das Vorschaltgerät kann hier ruhig von Osram, Philips oder Tridonic sein. Dazu T5 Röhren mit Tageslichtspektrum z.B. Narva Bio Vital 958 HO


Eine kletterfähige und raue Rückwand mit vielen Liegeflächen zur Vergrößerung der Nutzfläche ist für das natürliche Verhalten, Hilfe bei der Häutung und das Wohlbefinden enorm wichtig


Der Bodengrund sollte hoch eingefüllt, fest und grabfähig sein. z.B. ein Sand-Lehm-Gemisch


Grünfutter sollte abwechslungsreich, rohfaserreich und wasser-, protein- und zuckerarm sein. Wildpflanzen von draußen sind die beste Nahrung. Löwenzahn, Wegerich, Haselnussblätter usw.


Lebendfutter sollte auch abwechslungsreich gestaltet werden. Wichtig ist eine saubere Haltung und gute Ernährung der Futtertiere. Adulte Tiere bekommen nur noch alle 7-10 Tage Lebendfutter. Jungtiere bekommen noch mehr Lebendfutter, welches aber ab dem 6 Monat reduziert werden sollte, sodass man bei 12 Monaten max. alle 7 Tage angelangt ist.



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Kommentar von Heimchen007
13.12.2015, 23:38

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Als ich sie vor ein paar Tagen einmal auf die "Freihaltung", angesprochen habe hat sie sogar gesagt, das Seppi (Name der Bartagame), auch einmal ein Terrarium hatte, aber mit dem Kopf immer gegen die Scheibe gerannt ist (Zu kleines Terrarium?)!!!

Seppi ist ein ca. 10 Jahre alter Agamenbock.

LG Heimchen

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Ist doch schön. Dann hat sie genug Platz und genug Luft.

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Kommentar von lacertidae
13.12.2015, 15:45

Nein, das ist gar nicht schön. Das ist Tierquälerei.

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Kommentar von Xineobe
13.12.2015, 17:25

Bitte  nicht antworten, wenn man keine Ahnung hat und Tierwohl und Gesundheit stark in Gefahr sind. Danke

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