Die Kundenberaterin meiner Bank schickte mir gestern einige Unterlagen zu meinen Konten zu. Dabei waren auch Aufzeichnungen von ihr - nicht nur über mein Konto, sondern auch über andere Kunden inkl. Namen und Kontostand. Eine ganz klare Verletzung des Bankgeheimnisses also. Bin nur nun unsicher, wie ich damit umgehen soll. Wie würdet ihr darauf reagieren?

Ich würde zur Bank gehen und der Kundenberaterin ihre Aufzeichnungen zurückgeben. Kann sein, dass sie die schon sucht. Ich schätze, die sind Ihr versehentlich in Deinen Brief hineingeraten und ich würde kein grosses Aufhebens um den Vorfall machen. Jeder Mensch macht mal Fehler - Nur wer arbeitet, kann auch Fehler machen.

Das hatte ich auch schon mal. Meine Kundenberaterin hat sich darüber sehr gefreut, dass ich ihr die Sachen wieder gebracht habe. Sie hatte sie schon gesucht. Da muss man nichts gleich an die große Glocke hängen. Fehler machen wir alle mal.

Stimme manni1937 zu. Die Frau kriegt bestimmt einen Herzanfall, wenn Du ihr das sagst und wird Dir sehr dankbar sein, wenn Du deswegen kein großes Fass aufmachst.
butz1510 am 26. Februar 2008 12:25 ... und es wird ihr dann sicher nie mehr passieren!

Shit happens....
Es kommt natürlich drauf an, was das für Unterlagen waren. Ich hab auch schon mal einen Kontoausdruck per Fax von einem anderen Kunden erhalten. Auf meinen Anruft hat sich der Berater entschuldigt und mich gebeten, das Fax zu vernichten. Das hab ich getan und hoffe, dass es im umgekehrten Fall genauso funktioniert.
Wir sind alle nicht fehlerfrei. Ich glaube nicht, daß das Wort "Bankgeheimnis verletzt" hier so Anwendung finden kann. Die Mitarbeiterin weiß doch genau, daß ihr in so einem Falle die fristlose Kündigung droht. Das ist ein Versehen. Geh mit den Unterlagen zu ihr, spreche sie ohne Zeugen darauf an und gebe ihr die Unterlagen zurück. Sie wird die vielleicht schon suchen.

Ich würde ihr die Unterlagen zurückbringen und mit ihr sprechen. Wenn sie den Fehler dann sieht, wird es ihr ganz sicher zutiefst peinlich sein. Sie hat einen Fehler begangen, aber ganz sicher nicht mit Absicht.

Warum wollen immer so viele hier gleich mit dem Kopf durch die Wand und alle möglichen Instanzen beschäftigen. Kurzes Gespräch mit der Sachbearbeiterin und fertig ist.

Auch eine Bankangestellte ist nicht fehlerfrei.
ich würde mit der dame von der bank reden weil ich denke mal das das nur ein versehen war und keine absicht sie darauf hin weisen das so was nicht mehr vor kommt

sie wird das nicht absichtlich gemacht haben. den zettel sucht sie bestimmt schon in der ganzen bank.
wenn sie erfährt, dass sie ihn dir versehentlich geschickt hat, wird sie knallrote ohren bekommen!

Ich würde ihr die Unterlage zurückgeben. Als man früher die Kontoauszüge noch am Schalter bekam, hatte ich auch die Auszüge einer mir unbekannten Person bei meinen dabei. Ich habe sie der Dame am Schalter zurückgegeben. Es war ihr sehr unangenehm, sie war aber auch sehr dankbar. Sind ja auch nur Menschen, die da arbeiten. Und wo gearbeitet wird können auch mal Fehler passieren, auch wenn das natürlich nicht sein sollte. Außerdem wem würde es etwas nutzen, wenn die Dame wegen eines Fehlers, der vielleicht wirklich in einer besonderen Streßsituation entstanden ist, ihren Job verliert?

Ist schon der Hammer. Mit ihr sprechen, die Unterlagen zurückgeben. Ein schlechtes Gewissen machen, das sie hoffentlich dann sowieso schon hat. Aber Fehler sind menschlich, jeder macht mal welche.
Obgleich hier eine indirekte Verletzung des Bankgeheimnisses vorliegt, rechtfertigt das keine der von Dir angebotenen Alternativen.
Ich denke - wie die meisten anderen auch - dass es ein Versehen, ein Flüchtigkeitsfehler o.ä. war. Oder empfängst Du regelmäßig fehlgeleitete Unterlagen?
Zeig Dich nachsichtig und kooperativ!

am besten die unterlagen zurückringen und mit der dame sprechen, die wird eh schon ein schlechtes gewissen haben--- das ist strafe genug!!!!

Ich würde die Bank sofort wechsel, und die betreffende Person bei dem Bankdirektor und der zuständigen, übergeordneten Kontrollinstanz anzeigen. Soetwas darf einfach nicht passieren.
Biggi2000 am 26. Februar 2008 12:32 naja , solche Meinungen soll es ja auch geben Mr. Fehlerfrei.
Kabark am 26. Februar 2008 12:35 Soll und darf. Genau.
Hannibal1970 am 26. Februar 2008 12:42 Es gibt Fehler, die dürfen einfach nicht passieren. zB. bei einem Arzt, Statiker, Pilot, etc. Denn das würde unter Umständen Menschenleben kosten. Bei einem Banker, der seine Unterlagen ohne Prüfung herausgibt, ist für so einen Job nicht geeignet. Außerdem ist so ein Verhalten Strafbar.
manni1937 am 26. Februar 2008 12:48 Du bleibst ein einsamer Einzelkämpfer, denn über 90% würden anders handeln.
Hannibal1970 am 26. Februar 2008 12:49 Ja, leider. ;)
Wieselchen1 am 27. Februar 2008 16:39 Hannibal, du hast schon 5 Däumchen, also ganz so alleine bist du da auch nicht ;-)

Die Dame wird den Schock ihres Lebens bekommen! Wo gearbeitet wird, passieren auch Fehler...LG

Schließe mich der Mehrheit an: Sprich mit der Frau! Was würden die anderen Möglichkeiten denn bringen? Ungeschehen machen kann man es eh nicht mehr.
Ich würde das nicht so einfach übergehen: rufe den Vorgesetzten/die Vorgesetzte der Beraterin an und bitte um ein Gespräch. Dann bleibt das Ganze unter "6 Augen", wird aber nicht unter den Tisch gekehrt. Die Angestellte muss für dieses leichtfertige Handeln eine Abmahnung bekommen.
Passiert jetzt nichts, wird es sich auch bei ihr nicht "als einschneidendes Erlebnis" manifestieren und kann also immer wieder passieren.
Nach dem oben vorgeschlagenen Gespräch wird sich diese Mitarbeiterin sehr vorsehen mit solchen Daten. Und das ist der Zweck.
HelmutRn am 26. Februar 2008 12:49 Ist Dir noch nie ein Fehler aus Versehen passiert??? a perfect person!!!
Wieselchen1 am 27. Februar 2008 16:31 Helmut, es gibt einfach Dinge, die dürfen nicht passieren. Datenschutz hat in einer solchen Position oberste Priorität. Ich habe in einem Abrechnungszentrum für Krankenkassen gearbeitet, da war so was ein absoluter Kündigungsgrund. Mit personenbezogenen Daten darf man nicht lässig und schon gar nicht nachlässig umgehen.

Rede mal mit der Dame, jeder kann mal einen Fehler machen, und das war bestimmt ein Versehen!


und auch mit dem Filialleiter sprechen. So etwas darf auf keinen Fall passieren.

Vielleicht sollte man zusätzlich erwähnen, dass es in Deutschland kein staatliches "Bankgeheimnis" gibt. Diese Zusicherung kommt eigentlich nur durch den Vertrag zwischen Kunde und Bank zustande. Im Endeffekt bedeutet das, dass die Kundenberaterin erstmal nur zivilrechtlich belangt werden kann. Welches persönliches Interesse hättest du daran?
Robert seb. Grafetstetter am 27. Februar 2008 07:14 aber den Datenschutz mit entsprechenden Vorschriften gibt es wohl
CellarDoorBln am 27. Februar 2008 15:16 Gut, dass dieser Kommentar in irgendeiner Art und Weise zu meiner Antwort passt.
Wieselchen1 am 27. Februar 2008 16:37 CellarDoorBln, da stimme ich aber Robert vollkommen zu. Datenschutz hat in solchen Positionen oberste Priorität, daher gibt es auch dort entsprechende Gesetze. Ich wollte auch nicht, dass ein anderer Einsicht in meine Bankunterlagen bekommt. Das persönliche Interesse wäre für mich, dass dies nie mit meinen Unterlagen passiert. Überall dort, wo mit personenbezogenen Daten gearbeitet wird, muss mit höchster Sorgfalt gearbeitet werden. Demnächst schickt eine Arzthelferin in einer Rechnung an deinen Nachbarn deine Diagnose über - ich sage das jetzt mal nur so, ich weiß, dass das nicht stimmen kann - deine HIV-Erkrankung. Da würdest du aber mit Sicherheit Rabatz machen, oder nicht?
CellarDoorBln am 27. Februar 2008 17:04 Kommt auf's Gemüt drauf an. Viele Leute würden sich wegen sowas bis zum Verfassungsgericht klagen; ist nur die Frage, was am Besten dazu beiträgt, dass die Sache möglichst kleine Wellen schlägt und darauf habe ich eine Antwort gegeben.
Ich würde mit der Dame reden. Natürlich können jedem Fehler passieren. Aber es gibt Sachen, die dürfen einfach nicht passieren. Ein Arzt oder Pilot kann auch nicht sagen "shit happens". Aber ich denke, so schwerwiegende Folgen hat dieser Fehler nicht. Ich würde die Dame allerdings auch darauf aufmerksam machen, dass wenn sie keine Lust auf ihren Job hat, oder der sie langweilt, sie diesen auch jederzeit wechseln kann. Ob freiwillig oder unfreiwillig.
das war bestimmt keine Absicht, auch wenn es nicht in Ordnung ist, und sicher auch unangenehm. Sprich mit der bank, die werden sich sicher entschuldigen, und wenn es eine gute Bank ist, eine Kleinigkeit als Entschuldigung springen lassen. Wenn die Dir blöde kommen, kannst Du die Konten immer noch auflösen.

Fehler können ja auch mal passieren!

Einfach so.. denn wird die Bank schon sein blaues Wunder erleben :)
Vielleicht würde ich sogar noch mehr machen..
LG,kathy


Das ist kein Versehen, das man einfach unter den Tisch kehren sollte! Ich würde mich in diesem Fall beim Filialleiter schriftlich beschweren, dann habe ich für den Wiederholungsfall auch einen Beleg !

Solches Vorgehen ist leider in vielen Banken an der Tagesordnung. Genauso wie oftmals bei gesellschaftlichen Veranstaltungen (bei uns vor Ort beim Schafkopfen) Interessantes über andere Bankkunden zu erfahren ist.
Ich selbst würde mit der Bankmitarbeiterin sprechen und auf jeden Fall die Bank wechseln. Denn es ist davon auszugehen, daß nicht nur Dir die Daten anderer Bankkunden zur Verfügung gestellt wurden, sondern daß auch Du als Beispiel für andere verwendet wirst.
Und wenn so eine Praxis einmal Einzug gehalten hat, dann ist die Selbstherrlichkeit in Bankhausen meist so groß, daß eine Änderung mit normalen Mitteln nicht herbei zu führen ist.
Gruß justii

wen du die datten versilbern willst, fordere 5 mio. schweigegeld.
Ich schließe mich der Minderheit an. Jeder macht mal Fehler. Aber die Ausdrucke grad bei so sensiblen Daten nicht auseinander zu halten, das ist kein kleines Fehlerchen, sondern schon ein ganz schön dicker Brocken. Und das nächste Mal trifft es vielleicht deine Daten...
Wenn du das Gefühl hast, ihr sei aus Versehen ein falscher Zettel reingerutscht, dann bring ihn zurück und sprich mit ihr. An ihrer Reaktion wirst du ja sehen, ob sie sich den Vorfall zu Herzen nimmt oder es ihr wurscht ist. In letzterem Fall würd ich mich an ihren Vorgesetzten wenden.

Duckmäusertum ist hier nicht angesagt. Hau kräftig auf den Putz.
Ich würde meine Konten auflösen. Wenn irgendeiner meine Kontodaten wissen sollte, erzähle ich ihm dass schon selber. Ich finde schon, dass das nicht passieren sollte. LG

aus eigener erfahrung in der lehrzeit (in einer anwaltskanzlei) weiss ich, dass sowas schneller versehentlich passieren kann, als einem lieb ist!
ich habe mal versehentlich ein fax an jemanden geschickt, der gar nichts mit der sache zu tun hatte! schuld, zahlendreher!
gott sei dank, rief die angefaxte person sofort bei mir an und erklärte mir die sache... er vernichtete die unterlagen sofort, ich berichtigte die nummer und faxte erneut!
also, nicht immer sofort zum schlimmsten greifen!
am besten die kundenberaterin anrufen, ihr das mitteilen!
wirst sehen, sie ist dir unendlich dankbar dafür!!! ich wars damals!!!!