Welche Alternative würdet ihr mir pauschal empfehlen als Einkommen im Ruhestand? Wichtig sind mir hier die Verfügbarkeit des Geldes und die Rendite.
Lassen Sie sich jeweils ein Angebot für Sofortrente und Bankauszahlplan erstellen. Beide Produkte unterscheiden sich hauptsächlich in der Besteuerung (Abgeltungssteuer für Bankauszahlplan – Ertragsanteilbesteuerung für Sofortrente). Hier ein Beispiel mit 100.000€ Beitrag
Sofortrente 10 Jahre Laufzeit = 969€ Rente Ertragsanteil 12% = 116,28x12 Monate =1395,26 € - bei 20% Steuer = 279,05€
Auszahlplan 10 Jahre Laufzeit = 961€ Auszahlung Abgeltungssteuer 25%+Soli+Kirchensteuer auf 3000€ (3% von 100.000€) im ersten Jahr = ca. 840€ ( bei der Berechnung wurden noch keine Gebühren berücksichtigt)
Beide Produkte zahlen im Todesfall das Restguthaben aus. Mehr Informationen und Beratung erhalten Sie hier: http://www.vergleich-sofortrente.de

Bitte lassen Sie sich von einem wirklich unabhängigen Berater informieren, nicht von Verkäufern. Gehen Sie zur Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland und lassen Sie Ihre Situation prüfen.
Niklaus am 1. April 2009 23:30 Welche Ausbildung haben den die sogenannten Verbraucherschützer?? http://www.gutefrage.net/frage/welche-ausbildung-haben-die-berater-beim-verbraucherschutz-in-sachen-versicherungen

Ein paar Bemerkungen am Rande.
Die meisten Sofortrenten fallen aus dem Raster wenn es um Flexibilität geht.
Jedoch gibt es seit mehreren Jahren gibt es Sofortrentenversicherungen bei denen man auch während der Laufzeit über sein Kapital ganz oder teilweise verfügen kann.
Desweiteren gibt es Sofortrentenversicherungen die eine höhere Rente für Raucher oder bei Vorerkrankungen zahlen. So ist es durchaus möglich aus 100.000.- € monatlich 1.000.- € Rente zu generieren.
Bei Auszahlplänen sollte man die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zzgl. Soli und Kirchensteuer nicht vergessen.
Sofortrenten haben einen sogenannten steuerpflichtigen Ertragsanteil, der bei einem 65 jährigen 18 % beträgt.
Kaum zu glauben, aber ab und an sinnvoll ist die sogenannte Rürup-Sofortrente, die a.) einen hohen Steuervorteil bietet und b.) in der nachgelagerten Besteuerung geringer ist. Das Modell ist jedoch bei Abschluß in späteren Jahren eher ungünstig. Ein weiterer Haken ist, dass man bei der Rürup-Sofortrente nicht mehr an sein Geld kommt.
Hochflexibel sind weiterhin britische und irische Auszahlpläne. Die Auswahl an guten Gesellschaften ist mittlerweile recht gering.
In diesem Sinne sende ich Grüße aus Bad Harzburg
Michael Fricke

Beide Modelle haben Vor- und Nachteile.
Sofortrente: Du bekommst die Rente garantiert bis zum Tode ausgezahlt, auch wenn der Kapitalstock vorher aufgebraucht sein sollte, wenn Du aber vorher stirbst, können die Angehörigen noch einen bestimmten Zeitraum die Rente weiterhin bekommen, das nur, wenn das voher vertraglich vereinbart wurde, was aber die Höhe der Auszahlung zu Lebzeiten reduziert.
Bankauszahlplan: wenn der Kapitalstock schon zu Lebzeiten aufgezehrt sein sollte, gibts dann keine Auszahlungen mehr. Solltest Du jedoch vorzeiig versterben, können sich die Angehörigen entscheiden, ob sie das verbleibende Kapital in einer Summe oder weiterhin als Rente bekommen wollen, bis das Kapital aufgezehrt ist.
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten, DH!
Beides hat Vor- und Nachteile:
Zuerst muss der versicherte einen größeren Betrag auf den Tisch legen. Dann beginnt die Rentenzahlung. Die Höhe der Rente hängt vom eingezahlten Betrag und den Gewinnanteilen ab.
Vorteil der Sofortrente besteht darin, dass sie die Rente ein Leben lang auszahlt. Der Ruheständler braucht nicht zu fürchten, dass sein Vorsorgevermögen im hohen Alter aufgebraucht ist und er kein Geld mehr erhält.
Nachteil: Stirbt der Versicherte kurz nach Rentenbeginn, bleibt der nicht verbrauchte Rest des Vermögens bei der Versicherung. Nur bei einer vereinbarten Rentendauer erhalten die Hinterbliebenen etwas Geld. Die Versicherung zahlt dann die Rente bis zum Ende der Garantiezeit an die Begünstigten weiter.
Ein zweiter Nachteil ist der Verlust an finanzieller Flexibilität für den Ruheständler selbst. Hat er das Geld einmal eingezahlt, kann er nicht mehr über die eingezahlten Beträge verfügen, wie es zum Beispiel bei einem flexiblen Auszahlungsplan mit Fonds möglich ist. Außerdem ist der Ertragsanteil der Rente steuerpflichtig.
Interessant kann eine Sofortrente aus steuerlichen Gründen werden, etwa wenn die Steuerersparnis bei der Einzahlung die Steuerbelastung bei der Auszahlung übertrifft.
http://www.ihre-vorsorge.de/Private-Vorsorge-Versicherungen-Sofortrente.html
Banken bieten die Möglichkeit an, ein angespartes Vermögen auszuzahlen. Beispiel: Ein Rentner hat 100 000 Euro (vgl. Musterfall in „Sofortrente – sichere Versorgung“).
Als Alternative zur Sofortrente kann der 100 000-Euro-Mann sein Geld als Kapitalstock in einen Bankauszahlplan packen und zwischen Kapital- und Zinsverzehr wählen. Bei Variante eins werden seine 100 000 Euro plus Zinsen komplett aufgebraucht über die vereinbarte Laufzeit, meist 10 bis 25 Jahre. Nachteil: Je nach Lebenserwartung des rüstigen Rentners ist das Guthaben möglicherweise schneller abgeräumt als ihm lieb sein kann. Offiziell stellt die Bank keine Kosten in Rechnung; sie lebt davon, aus dem Kapital des Kunden einen besseren Zins zu erwirtschaften als sie sich verpflichtet auszuzahlen.
Eine Musterrechnung: Bei der Kreissparkasse Düsseldorf bekommt der angehende Rentner für 100 000 Euro bei Kapitalverzehr über eine Laufzeit von zehn Jahren 942 Euro monatlich, macht eine Rendite von jährlich rund 3,3 Prozent. Sollen die 100 000 Euro unangetastet bleiben, kann der künftige Pensionär mit seinem Geldinstitut einen Plan nur mit Zinsverzehr vereinbaren. Je länger die vereinbarte Laufzeit, desto höher die Rendite. Bei zehn Jahren flössen bei 3,5 Prozent Zins monatlich 209 Euro. Allerdings muss er sich sicher sein, das eingesetzte Kapital wirklich erst am 75. Geburtstag wiedersehen zu wollen.
Nachteil der Bankauszahlpläne: Der Anleger ist an die vereinbarte Laufzeit gebunden. Braucht er zwischenzeitlich Geld: Pech gehabt! Im Vergleich zur Sofortrente ist aber die Rendite besser. Je nach Bank und Laufzeit liegt der marktübliche, garantierte Zinssatz bei gut drei Prozent.
Man kann pauschal ohne Beratung nicht ansatzweise ein Urteil abgeben. Wenn du eine Vorlaufzeit von mind. 15 Jahren Sparen hast und in eine Rentenversicherung investiert hast und mind. 60 bist dann bleibt das komplette Kapital in der Police und du erhälst daraus eine lebenslange Rente.
Wenn du anders angespart hast wird zunächst die Abgeltungssteuer fällig. Der dann, trotz höherer Anfangskosten in der Police, trotzdem niedrigere Wert der Auszahlung muss dann verrentet werden.
Wenn du eine andere Vorlaufzeit hast, andere Umstände, andere Ziele usw. usw. ....
Mit anderen Worten: Keine Aussage hier kann pauschal seriös sein !

Pauschale Empfehlungen sind nicht individuell zugeschnitten, also (zumal wenn von Laien abgegeben) meistens suboptimal. Lass dich bei deiner Bank beraten.
Das hat außerdem den unschätzbaren Vorteil, dass du, falls du falsch beraten wurdest oder dir Dinge verschwiegen wurden, den Berater bzw. die Bank in Regress nehmen kannst und nicht einem anonymen Unbekannten vertraut hast, der nicht zu identifizieren ist.